Windows 7 ist noch nicht optimal an Tablet PCs mit Fingerbedienung sowie an die kleinen Displays von Netbooks angepasst. Mit Frontface will die Firma Mirabyte dies ändern.
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Die Windows 7-Bedienung wird häufig bei Tablet PCs als “unzureichend” kritisiert. Die Bedienelemente seien zu klein und oft reagiert ein Element beim Antippen mit dem Finger nicht. Genau diesen Effekt konnte ich am Wochenende beim Kurztest einiger Windows 7-Tablet PCs (Hanvon TouchPad B10, Ambiance Technology ATP-103G) in der lokalen Media Markt-Filiale beobachten. Während ein Tablet PC nur sehr schwer zu bedienen war, hatte ich beim zweiten Gerät keine Probleme, die Windows 7-Bedienelemente per Fingertippen zu aktivieren. Hier gilt es also den Wunsch Tablet PC eingehend vor dem Kauf darauf hin zu testen, ob man mit der Touchbedienung zurecht kommt.
Trotzdem wird nicht jeder die Windows 7-Benutzeroberfläche auf den kleinen Displays lieben. Von der Firma Mirabyte gibt es jetzt für 30 Euro die Zusatzsoftware Frontface [1]. Der gut 8 MByte große Download lässt sich unter den 32- und 64-Bit-Versionen von Windows Vista und Windows 7 sowie unter der 32-Bit-Version von Windows XP installieren.
Nach dem Aufrufen der Anwendung verschwindet der Windows-Desktop und die FrontFace-Bedienoberfläche erscheint. Über eine Seitenleiste lassen sich mittels verschiedener Schaltflächen Apps abrufen oder auf dem Desktop als Symbole konfigurieren.

Die hier rechts ziemlich weit unten sichtbare vierfarbige Windows-Schaltfläche schaltet zur folgenden Darstellung, in der die Apps verwaltet werden können.

Über die Kategorie Market in der am linken Rand angezeigten Gruppe lässt sich der Mirabyte App-Market öffnen und Sie können Apps auswählen, herunterladen und installieren.

Die auf der Herstellerseite angebotene Trial lässt sich 14 Tage testen. Ich finde es einerseits eine schöne Idee, eine abgewandelte GUI zur Bedienung zu realisieren. Allerdings bekomme ich keine “feuchten Träume”, wenn ich das Wörtchen “App” höre. Und es lässt sich auch konstatieren, dass eine gewisse Einarbeitungszeit in FrontFace erforderlich wird, bevor man das Konzept begreift. Intuitiv bedienbar, wie dies beim iPad behauptet wird, ist Frontface nicht. Im Gegenteil, vieles erscheint mir (im Vergleich mit anderen Benutzeroberflächen, die mit im Linux-Umfeld unter die Finger gekommen sind) einfach zu komplex. Wer sich selbst einen eigenen Eindruck verschaffen will, kann die Software von der Herstellerseite herunterladen, installieren und testen. Unter [2] hat die Zeitschrift Chip in der Online-Ausgabe noch einen kurzen Artikel zu Frontface veröffentlicht, der auf einige Funktionen eingeht.
Nun bleibt es spannend, was Microsoft in Windows 8 im Bezug auf Tablet PCs plant. Neben der Portierung auf ARM-Prozessoren dürfte auch eine auf Tablets optimierte GUI in Entwicklung sein. Unter [3] findet sich ein Hinweis von MagicAndre1981 von WinVistaSide.de auf dieses Thema.
Links:
1: Mirabyte Frontface-Seite
2: Artikel zu Frontface (Chip)
3: Microsoft entwickelt wohl eine extra GUI für TabletPCs
Weitere Infos zu Windows 7 finden sich in meinen Windows 7-Titeln.
(c) by Günter Born www.borncity.de
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