Nero, Hersteller der gleichnamigen Brennsuite stellt heute sein neues Produkt Nero Kwik Media vor. Laut Nero-Pressemitteilung handelt es sich um eine kostenlose Anwendung zur Verwaltung von Medien (Musiktitel, Fotos und Videos) auf Computern, Tablet-PCs, Mobiltelefonen und in sozialen Netzwerken. Damit ermöglicht eine einzige einfache Anwendung die Nutzung von Computern und Mobilgeräten bei der Wiedergabe, Verwaltung, Synchronisierung, Präsentation und Weitergabe von Videos, Musik und Fotos.
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Musik, Video, Fotos verwalten und organisieren
Nero Kwik Media ermöglicht das intuitive Verwalten von Musik-, Foto- und Videobibliotheken, das automatische Erstellen von Diashows und die Wiedergabe kommerzieller Filme, einschließlich Blu-ray-Disks, mit einer einzigen Softwareanwendung. Die Medientitel lassen sich in der Sammlung finden, organisieren, bearbeiten, anzeigen oder abspielen sowie mit Freunden in sozialen Netzwerken teilen.
App Store für Zusatzanwendungen
Über einen integrierten App Store (ein Novum für Windows PCs) erhalten Benutzer Zugang zu einer Vielzahl an Apps, die jeweils auf ganz konkrete Bedürfnisse zugeschnitten sind. Laut Hersteller gibt es beispielsweise kostenlose Designpakete für Diashows oder für die Gesichtserkennung in Fotos. Allerdings werden auch kostenpflichtige Apps mit Preisen bis zu 29,99 Euro angeboten. Der App Store fungiert als zentrale Anlaufstelle für die App-Verwaltung und den Erwerb neuer Apps.
Zentrale Kontrolle für mobile Anwender
Nero Kwik Media soll den digitalen Lebensstil von Nutzern, die ihre Mediendateien unabhängig genießen und verwalten möchten – ganz gleich ob sich diese auf Android oder Apple Geräten oder in sozialen Netzwerken wie Facebook und YouTube befinden, unterstützen.
Laut Jürgen Kurz, CEO der Nero AG sind “Verbraucher heute in ihrem geschlossenen Ökosystem gefangen oder finden es angesichts der wachsenden Zahl konkurrierender Betriebssysteme für mobile Geräte und sozialer Netzwerke zunehmend komplizierter, ihre digitalen Medien zu verwalten, zu präsentieren oder weiterzugeben und schließlich auch zu genießen”. “Mit der kostenlosen und erweiterbaren Plattform Nero Kwik Media erhalten Verbraucher die Möglichkeit, ihre persönlichen Medieninhalte jederzeit, überall und auf jedem Gerät zu genießen, zu organisieren und mit anderen zu teilen.”
Diese Kernbereiche gibt es
Mit Nero Kwik Media kann der Anwender digitale Medieninhalte in vier Kernbereichen nutzen und verwalten:
- Musik: Nero Kwik Media kann iTunes und Windows Media Player Wiedergabelisten anzeigen und abspielen. Außerdem ist es mit der App Nero Kwik Move It möglich, einzelne Musikdateien, die auf unterschiedlichen Geräten gespeichert sind, einfach zwischen einem PC, Smartphones oder Tablets zu synchronisieren. Damit bietet Nero eine Lösung für das Importieren von iTunes Bibliotheken auf Android Geräte.
- Fotos: Ermöglicht Fotos zu bearbeiten und zu schneiden. Zudem kann der Rote-Augen-Effekt aus Fotos entfernt werden. Außerdem lassen sich Diashows erstellen, die sofort über soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube und Flickr präsentiert und weitergegeben werden können. Die App Nero Kwik Faces ist dank leistungsfähiger Gesichtserkennungstechnologie in der Lage, einzelne Personen oder ganze Personengruppen auf Fotos automatisch zu erkennen und zu benennen. So wird das Indexieren und Durchsuchen von Fotobibliotheken vereinfacht.
- Videos: Nero Kwik Media verfügt über Funktionen, mit denen Heimvideos schnell bearbeitet, auf DVD gebrannt oder einfach per E-Mail oder soziale Netzwerke weitergegeben werden können. Mit der App Nero Kwik Move It werden Videos direkt für die Wiedergabe auf dem jeweiligen Mobilgerät optimiert. Die App Nero Kwik Blu-ray erlaubt das Abspielen von Blu-ray-Disks auf entsprechend ausgerüsteten PCs – und das zu einem sehr niedrigen Preis, was Nero Kwik Media zum günstigsten Blu-ray-Player auf dem Markt macht.
- Daten: Die App Nero Kwik Burn bietet einfachen Zugriff auf die leistungsfähigen Nero Funktionen für das Brennen auf CD, DVD und Blu-ray-Disk und ermöglicht so das Kopieren persönlicher Daten aller Art auf optische Datenträger.
Schwerpunkt: Unterstützung mobiler Geräte
“Mobile Geräte versprechen, dass wir unsere Arbeit oder unsere persönlichen Medieninhalte jederzeit, überall und auf jedem Gerät bei uns haben und präsentieren und abspielen können”, sagt Jack Gold, President von J. Gold Associates. “Wir erwarten, dass Verbraucher in Zukunft drei oder vier unterschiedliche Mobilgeräte regelmäßig im Gebrauch haben. Die größte Herausforderung wird für die meisten Nutzer darin bestehen, eine schnelle, bequeme und transparente Möglichkeit zu finden, um die auf diesen Geräten abgelegten Inhalte zu transformieren und zu synchronisieren. Produkte wie Nero Kwik Media stellen dabei eine wichtige Innovation dar und sorgen dafür, dass tragbare Geräte noch attraktiver werden.”
Infos und Download
Nero Kwik Media steht ab sofort als kostenlose unabhängige Plattform zum Download zur Verfügung. Außerdem wird das Produkt zusammen mit Nero Multimedia Suite 10 ausgeliefert und als kostenloses Update für aktuelle Nero Multimedia Suite 10 Benutzer bereitgestellt. Der Nero Kwik Media App Store ist ebenfalls ab sofort für Nero Kwik Media Benutzer geöffnet. Er bietet eine Vielzahl sehr günstiger Multimedia-Apps im Preisbereich von gratis bis 29,99 Euro. Informationen zur Nero Kwik Media Plattform finden sich unter [1]. Dort lässt sich auch das Produkt (174 MByte) in der Windows-Version kostenlos herunterladen.
Update: Nero Kwik Media-Kurztest
Zwischenzeitlich ist der 174 MByte Download fertig und ich habe das Paket in einer virtuellen Maschine installiert. Eigentlich hatte ich ja, angesichts des modularen Aufbaus, auf ein schlankes Produkt mit fixen Funktionen gehofft (der Trum der Nero-Suite war mir einfach zu fett und behäbig).
Was sofort negativ auffällt, ist die Tatsache, dass auch diese “neue” Produkt noch die alten DirectX 9.0c Dateien sowie eine Nero Toolbar installieren möchte. Das hat mich alles schon an Nero 6-7 gestört (danach bin ich ausgestiegen).
Nach dem (für meinen Geschmack) recht zähen Programmstart – ich dachte schon, das Teil sei kaputt installiert worden – erschien dann das hier gezeigte Programmfenster. Über einzelne Hyperlinks können die Funktionskategorien bzw. Funktionen abgerufen werden.

In der Kategorie “Fotos bearbeiten” stehen einige einfache Verbesserungsfunktionen (Farbkorrektur, Belichtung, Rote Augen) für Fotos bereit, wie Sie auch die Windows Live Fotogalerie bietet. Zudem kann eine Diashow generiert werden – auf eine Verschlagwortung der Fotos etc. muss man jedoch verzichten.

In der Kategorie Musik stehen im Prinzip die Funktionen des Windows Media Player zur Verfügung. In der Rubrik Video lassen sich Videos abspielen oder Diashows erstellen. Eine Videobearbeitung wie beim Windows Live Movie Maker ist nicht vorgesehen.
Noch magerer wird es beim Brennen. Audio-CDs lassen sich (wie beim WMP) direkt brennen. Bei Daten-DVDs oder gar BDs sowie zur Wiedergabe von BD-Medien benötigt man jedoch Apps aus dem Nero Store. Der Zugang zum Shop ist zwar in der Programmoberfläche integriert, das Angebot (speziell an “kostenlosen” Apps) bleibt aber recht übersichtlich.

Während die Brenn-App für eine Übergangszeit “kostenlos” ist, müssen für die BD-Wiedergabe-App 29,99 Euro gezahlt werden. Sicherlich lässt sich ein BD-Decoder nicht für lau anbieten – aber für 39,99 Euro gibt es PowerDVD Standard. Die meisten Apps werden dagegen für 4,99 Euro angeboten.
Was bleibt unter dem Strich?
Dass die Nero AG nicht vom Zuschießen leben kann, ist insoweit klar. Dass die Nero-Brenn-Suite zu überladen ist und viele Benutzer nicht mehr erreicht, ist zwischenzeitlich auch bekannt. Von daher hätte das Produkt einen guten Neuanfang darstellen können. Kompakt, schnell und nur das bezahlen, was man wirklich braucht. Hätte schön sein können.
Aber 174 MByte Download sind schon happig. Wenn ich mir aber den Funktionsumfang anschaue, ist da wenig neues. Vieles leisten die Windows-Bordfunktionen, Windows Live Essentials und Freeware genau so gut oder besser (und vor allem schneller). Das einzig Verbleibende ist das Versprechen der Synchronisierung aller Medieninhalte über alle Geräte (PC, Smartphone, Tablet). Ob, und inwieweit dies gelingt, wird sich zeigen. Aber irgendwie kann ich mir nicht helfen – das Windows-Paket von Nero Kwik Media kommt mir jetzt schon viel zu fett daher und schleppt Sachen mit, die ich eigentlich nicht mehr unter Windows 7 haben möchte. Glücklicherweise habe ich die Software nur in einer VM installiert und kann nun alles wieder zurücksetzen. Interessierte Leser möchte ich auf einen zusätzlichen Artikel der Kollegen bei heise.de verweisen, die sich ebenfalls des Themas angenommen haben [3].
Links:
1: www.nerokwikmedia.com
2: www.facebook.com/nerosoftware
3: Artikel bei heise.de
Weitere Infos zu Nero finden sich in meinen Nero-Titeln bei Amazon.
(c) by Günter Born www.borncity.de
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Da frage ich mich echt noch – nachdem ich auch die Kommentare bei heise durchgelesen habe – wie diese Aktiengesellschaft die Dreistigkeit besitzt, wieder und wieder am Kunden vorbei solche merkwürdigen Produkte zu “entwickeln”. Scheint so, dass das eigentlich keiner will, und trotzdem wird ein Mega-Download produziert, der nur das zusammenfasst, was mein System eh’ schon kann.
Na ja, irgendwie wird die Aktiengesellschaft noch genügend “Geld” zusammenkehren, um weiter existieren zu können. Bei der Nero Suite habe ich es ja am Rande (im Rahmen meiner Buchprojekte bis Nero 7) mitbekommen, dass man Lösungen weltweit von Entwicklern einkauft und dann zu einem Pakt zusammenschnürt. Das bringt natürlich auch viele Altlasten mit sich (kenne ich aus meiner früheren Entwicklertätigkeit), so dass letztendlich der “riesen Drum” entstanden ist.
Aber bei Nero Kwik Media war ich doch erstaunt, dass da nicht die alten Zöpfe abgeschnitten wurden. Die Pressemittelung las sich vielversprechend – eine kleine, schlanke und von den Funktionen konkurrenzfähige Anwendung hätte schon Laune gemacht. Die Ernüchterung kam beim Kurztest. Von daher setze ich persönlich seit Jahren auf Bordfunktionen, angereichert mit ein paar Zusatztools.
Schade, aber mit solcher Crappware müssen die Anwender wohl leben (ist bei anderen Multimedia-Anbietern oft auch nicht anders).
Hallo Günter, habe gerade deinen Artikel gelesen und daraufhin prompt bei Cyberlink auf der Seite nach den BD Player geschaut. Leider unterstützt die Standard Version von Cyberlink kein BD, das kann nur die Ultra-Version für knapp 100€.
http://de.cyberlink.com/products/powerdvd/compare-retail_de_DE.html
Danke für die Info …