Billig-Tablets bei Amazon & Co.

Tablet PCs boomen seit dem Erscheinen des Apple iPad. Und dank Android gibt es mittlerweile sogar erschwingliche Geräte. Diese können zwar nicht mit einem iPad2 mithalten, sind aber vielleicht für den Einen oder Anderen interessant.


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Seit das iPad auf dem Markt ist, schielt ja so mancher auf ein entsprechendes Gadget. Wenn ich aber bedenke, dass ich satte 700 Euronen für ein iPad ausgegeben habe, mit dem ich fast nix machen kann, ist dass schon happig. Wenn ich dann noch höre, für was der typische Tablet-Besitzer die Teile nutzt (etwas surfen, mal eine E-Mail abrufen und gelegentlich etwas spielen), frage ich mich schon, ob es dafür ein iPad sein muss. Ein Billig-Tablet mit Android sollte für diese Anwendungsfälle schon reichen.

Der Anbieter Pearl hatte bis vor kurzem noch das EasyPad 1000 (10 Zoll Tablet PC mit 1GHz ARM, 256 MByte RAM, Android 2.1) im Angebot, scheint aber seinen Bestand abverkauft zu haben. 

Aber man kann das Tablet, welches WIFI aber kein 3G unterstützt, noch bei alternativen Anbietern wie Amazon für unter 200 Euro bekommen. Allerdings ist man auf alternative App-Shops angewiesen. Um nur mal zu surfen oder zu e-mailen, sollte das Gerät ausreichend sein. Technische Details und Käuferrezensionen findet man auf der Amazon-Seite.

Wer es kompakter bevorzugt, wird eher zu einem 7 Zoll Tablet PC greifen.

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Quelle: Pearl
Pearl bietet da den 7 Zoll TOUCHLET Tablet-PC X2 (800 MHz CPU und 256 MB Ram) mit Android 2.2 für momentan 169 Euro an. Optional lässt sich auch eine Variante mit GPS-Sensor als Navi-Lösung bestellen. Eine UMTS-Anbindung soll angeblich mittels eines USB-UMTS-Sticks möglich sein.

Leider hat das Teil ein resistives Display und ein ComputerBild-Test sowie die Nutzermeinungen sind gespalten. Aus diesem Grund habe ich auf eine Teststellung verzichtet und warte eher darauf, was Pearl da demnächst im Bereich Android 3.x ausgräbt. Wer sich das Touchlet X2 ansehen will, kann übrigens auch bei Amazon fündig werden.

TOUCHLET Tablet-PC Resistiver 17,8-cm-Touchscreen (800 x 480) mit Gestensteuerung & Beschleunigungssensor, Android 2.2 Froyo, 800 MHz-CPU mit 256 MB SDRAM, 2 GB Nand-Flash, erweiterbar per microSD um bis zu 32 GB, VGA-Webcam, Lautsprecher und Mikrofon integriert. Optional mit GPS-Unterstützung.

Wer um die 150 Euro hinblättert, kann bei Amazon bezüglich weiterer Tablet PCs fündig werden.

Der Smartbook Surfer ist ein 7" (18cm) Tablet, mit Telechips TTC8902 720MHz Prozessor, 256MB DDR2 RAM und AndroidTM 2.1. Über eine USB-Buchse sind auch externe Speichermedien anschließbar. Zudem soll eine microSD-Karte unterstützt werden. Zum Surfen reicht es laut Kundenmeinung aus.

Tipp: Infos und Tipps zum Gerät finden sich auf dieser Webseite.

Noch etwas günstiger wird momentan der Archos 7 Home Tablet V2 angeboten, der mit 17,8 cm (7 Zoll) Touchscreen TFT-Display, 8 GB Speicher und Android 2.1 ausgestattet ist. Die Internetanbindung erfolgt per WLAN (Wifi).



Details finden sich auf der Herstellerseite und einige Benutzerrezensionen gibt es bei Amazon.

Geht’s auch billiger?

Wer etwas ganz preiswertes in der 7 Zoll (oder darunter) Klasse der Tablet PCs sucht, kann auch unter 100 Euro fündig werden.

Ganz preiswert in der 7 Zoll-Klasse der Tablet PCs ist der Nexoc Pad 7. Noch kleiner (7 cm Display) aber ähnlich preisgünstig ist das Archos 28 Internet Tablet für um die 70 Euro.

In diesem Artikel hat ein Benutzer in einem Kommentar weitere Android-Tablets im Low Budget-Bereich aufgeführt. Ob diese oder die oben aufgeführten “billigen Tabletten” mit den Androiden als Betriebssystem was taugen, muss jeder selbst entscheiden.

Ich selbst arbeite vorerst mit einem Eigenbau Android-Netbook (Eee PC 701G mit Android 2.2), um die Möglichkeiten und Konzepte von Android besser kennen zu lernen. Zudem werde ich wohl im Juni ein preisgünstiges Android Smartphone von Pearl als Teststellung bekommen. Mal schauen, wie sich das so schlägt. Besonders brennend interessiert mich, wie die Stabilität von Android und der Apps auf einem ARM-Gerät ist. Denn meine Erfahrungen mit x86-Ports und im Quemu-Emulator des Android SDK sind da nicht so berauschend (obwohl die wichtigsten Apps im Eigenbau Netbook zwischenzeitlich ganz zuverlässig laufen). Zu häufig finde ich aber im Emulator die Meldung, dass eine Anwendung nicht mehr funktioniert und beendet werden soll – schon komisch, da das ganze Zeugs ja in der Dalvik-Maschine als JAVA-Bytecode läuft. Und bei vielen Testberichten zu Honeycomb-Testberichten lese ich zwischen den Zeilen ähnliches.

Unschön ist auch das Spiel um die Tablet PC-Version von Android, wo Google den Quellcode zurückhält und nur handverlesene Hersteller Zugriff erhalten. Mal schauen, wann Google es auf die Reihe bekommt, den Quellcode von Android 3.x freizugeben und wann Intel Android 3.x für die x86-Plattform portiert hat und der Quellcode öffentlich bereitsteht. Solange der Quellcode nicht freigegeben ist, bleiben Honeycomb und Nachfolger wie Icecream Sandwich einfach Frickelware. 

Trotzdem erwarte ich für das dritte oder vierte Quartal 2011 eine Menge 10 Zoll Android 3.x-Tablets. Und da sich die Androiden bezüglich Verkaufszahlen etwas schwer tun, dürften die Preise für die momentanen Android Luxus-Tablets im Spätherbst kräftig purzeln. Das Samsung Galaxy Tab war zu Beginn auch nicht unter 700 Euro zu haben, liegt jetzt aber bereits bei knapp über 300 Euro.

Bleibt also spannend, wie das alles weiter geht. So richtig interessant wird es in meinen Augen aber erst, wenn Android 3.x auf x86-Plattformen freigegeben ist. Dann dann gibt es u. U. die Chance, Windows parallel auf diesen Dingern zu fahren. Auf dem WeTab mit seiner Atom-CPU sind wohl einige Leute mit diesem Ansatz recht glücklich geworden.

[Update: Wenn ich die Meinung von Byran Jones von Dell lese [2], sind Tablet PCs eh nur eine Modeerscheinung. Bei längerem Nachdenken ist an dieser These für meinen Geschmack durchaus was dran. Persönlich stelle ich zwischenzeitlich fest, dass von meinem MSI Wind 100/Medion Akoya 1210, dem Eee PC 701G und dem iPad 1 im wesentlichen der MSI Wind im Einsatz ist – obwohl das iPad in manchen Sachen schon Vorteile hat.]

Ähnliche Artikel:
1: Sechs Androids gegen das iPad
2: Tablets Modeerscheinung wie einst Netbooks


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2 Kommentare zu „Billig-Tablets bei Amazon & Co.“

  1. Herzlichen Dank für den Hinweis auf meinen Kommentar zu Artikel 1.

    Ich möchte noch mitteilen daß ich nach einer Woche einen Factory Reset durchführen mußte da mein Gerät einfach nicht mehr boot-ete. Bin mir keinerlei Schuld bewußt – habe nur fleißig Apps installiert…

    Dies nur wegen der Bedenken zur Stabilität von Android, die ich als Anfänger mit diesem System jetzt zur Kenntnis genommen habe.

  2. [...] ist ja momentan recht populär auf Smartphones und Low Cost Tablet PCs. Aber wie sieht es mit Android auf einem Netbook aus? In diesem Artikel erwähne ich auch ein [...]

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