Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber momentan scheint die Welt “Kopf zu stehen”. Ständig liest man von neuen Android-Gadgets und neuen Android-Versionen – und so mancher liebäugelt ja mit einem Tablet PC. Nur, unter dem Strich scheint das Käuferinteresse an Android 3-Tablet PCs noch verhalten – kein Vergleich zum iPad, wo es zu Verkaufsschlangen, Schlägereien und Verletzten in den Verkaufsstores kam.
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Irgendwie mag bei mir (und ich tippe, auch anderen geht es so) bezüglich vieler Android-Geräte im Tablet PC-Bereich keine so richtige Begeisterung aufkommen. 500, 600 oder mehr Euro für ein halbfertiges Honeycomb-Tablet ist schon happig. Funktionsfähige Card-Reader? Kommt mit einem Update. 3G-Support? Liefern wir im nächsten Modell. Auf Honeycomb angepasste Apps? Gibt’s kaum.
Kein Wunder, dass die Dinger “wie Blei” in den Läden liegen. Vom Motorola Xoom sind im April gerade 250.000 Stück verkauft worden. Vom Samsung Galaxy Tab sollen zwar einige Geräte mehr verkauft worden sein (April-Zahlen liegen mir keine vor) und die Tage soll es ein Android 3-Update geben. Aber als Käufer würde ich mir in die Stiefel beißen: Schlappe 700 Euro musste man vor Weihnachten 2010 anlegen, während das Teil heute um die 380 Euro reussiert. Und ob das Galaxy Tab mit Android 3.0 Laune macht, wird man wohl demnächst von den Anwendern hören (erste Stimmen sagen “Finger weg”).
Gerade bin ich über einen Tweet auf einen Artikel Weshalb sich Android-Tablets nicht verkaufen beim Online-Angebot des österreichischen Standard gestoßen. Der Redakteur führt schlechte Vermarktung (Mangel an passenden Apps), zu hohe Preise (kann ich nur voll unterstützen), mangelnde Expertise beim Verkaufspersonal etc. an. Tenor des Artikels “alles lösbare Probleme”.
Ich würde ergänzen wollen: Die Kartoffel-Politik beim App-Store (nur Geräte lizenzierter Hersteller kommen in den App-Store), die Update-Politik bei Android und den Herstellern (Updates gibt’s nur mit viel Glück) sind die Fußketten, die Android 3.x am Laufen hindern. Zudem lässt sich der Irrsinn noch toppen: Wenn ich mich vielleicht zum Kauf eines überteuerten Honeycomb Tablets durchgerungen habe, heißt es im dümmsten Fall “momentan nicht lieferbar”. Warum soll ich mich als Entwickler oder Kunde da engagieren, wenn ich mir im schlimmsten Fall ein Gadget mit eingebautem Sicherheitsleck hole? Solange Google den Quellcode von Android 3.x unter Verschluss hält und nur ausgewählten Partnern Lizenzen erteilt, und solange die Update-Politik sich nicht ändert, wird das nix.
Preise runter, vernünftige Versionspolitik bei Android, Quellcode freigeben, eine anständige Update-Funktion einbauen und Unterstützung für Entwickler, die Android 3-Apps bauen, gewähren. Dann könnte es demnächst klappen.
Schlagworte: Android, Tablet PCs, Verkaufshürden



















Also, ich bekomme morgen mein ARCHOS 10.1 mit androd und bin guter Hoffnung, dass mir das gefallen wird
@Martin: Dann Glückwunsch – stelle doch hier mal einen Kommentar ein, wenn Du das Teil ein paar Tage hast – oder wenn Du einen Beitrag in deinem Blog schreibst, verlinke es von hier. Vielleicht hilft’s einem Mitleser.
Gruß
Günter Born