Neue VirtualBox-Version

Fast unbemerkt hat Oracle bereits am 16. Mai ein Maintenance-Release von VirtualBox 4.0.8 auf dieser Website online gestellt. Die neue Version soll die Stabilität des Virtualisierungsprogramms verbessern und einige Fehler beheben.


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Einige Verbesserungen beziehen sich auf die Max OS X-Varianten und dürften Windows-Anwender weniger tangieren. Ist aber eine Anregung, nachzuschauen, ob ich die Mac OS X-Appliance, die ich unter VMware aufgesetzt habe, in VirtualBox zum Laufen bekomme. Neu ist, das nun im VBoxManager ein Befehl zum Erstellen von Screenshots im PNG-Format hinzugekommen ist (was ich aber nie wirklich gebraucht habe). Auch die VBoxHeadless-Anweisung wurde überarbeitet, um Abstürze auf Windows Hosts zu vermeiden (nutze ich bisher nicht, auch wenn damit eine Aero-Emulation auf dem Host machbar sein müsste). Weitere Verbesserungen und Bugfixes finden sich im Netzwerkbereich, bei der Floppy-Emulation, beim High Performance Timer (HPET) sowie beim USB-Support. Details finden sich hier.

Nachdem ich massive Probleme mit VMware Workstation 7 auf einem Windows 7 64-Bit Ultimate mit SP1 hatte (saumäßige Performance der Gäste, Einfrieren des Hosts) habe ich gestern mein System genervt auf eine frühere Systemabbildsicherung zurückgesetzt. Dadurch habe ich auch wieder die Möglichkeit, VirtualBox in einer Installationsversion zu betreiben (auf dem neuen System hatte ich die portable Variante von VirtualBox installiert, die aber noch nicht die Version 4.0.8 abdeckt und zudem das Problem aufweist, dass Netzwerk und USB-Support nicht richtig funktionieren).

Eine Unterstützung von Aero ist bei Windows Gästen aber nach wie vor nicht vorgesehen. Was mich bei Windows 7 schon tangiert, dürfte u. U. beim kommenden Windows 8 eh obsolet werden. Zumindest die bisherigen Milestones lassen sich nicht nur in VirtualBox betreiben. Sondern dort ist auch die Aero-Unterstützung per Software, trotz fehlenden WDDM-Treibers möglich (zumindest was ich bisher so gesehen habe). Allerdings hatte ich hier das Problem, dass bestehende VMs sich nicht mehr booten ließen (Absturz mit BlueScreen) bzw. bei der Desktop-Anmeldung hängen blieben. Wo es da genau hakt, habe ich bisher noch nicht evaluieren können.

Wo es auch noch hakt, ist bei der Installation des VirtualBox USB-Treibers. Im Gast-Betriebssystem wurden zwar die Treiber für einen USB-Multicardreader eingebunden. Auf dem Host schlug die Installation des VirtualBox USB-Treibers aber fehl. Dies ist ein alt bekannter Effekt, den ich noch separat evaluieren muss (die VMLite-Entwickler stoppeln dort schon seit längerem rum). So hinterlässt VirtualBox 4.0.8 mal wieder einen “Licht und Schatten”-Eindruck. Einiges ist Klasse, vor allem die Performance im Vergleich zu VMware Workstation. Seit ich iTunes vom Host verbannt habe, brauche ich eine performante VM, in der ich die Synchronisierung mit einem iPad erledigen kann. Wird aber wohl erst was werden, wenn ich die VirtualBox USB-Treiberprobleme lösen kann. Muss wohl mal wieder häufiger einen Blick ins VirtualBox-Forum werfen.


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