Merkwürdige Preispolitik beim Acers Iconia

Also, so langsam fühle ich mich von Acer, seines Zeichens Hersteller von Netbooks, Notebooks, PCs und Tablet PCs, etwas veräppelt! Zumindest ist die Preisfindung bei den Iconia Tablet PCs in meinen Augen reichlich kurios.


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Ich hatte mich zwar schon vor längerem gewundert, dass Acer das  Iconia W500 (Windows 7 Home Premium) und das Iconia A500 für jeweils 499 Euro UVP bepreiste. Als die Geräte auch bei Amazon so gelistet wurden – glaubte ich noch an ein Versehen. Denn irgendwie hatte ich mir gemerkt: Während der Hersteller bei Windows 7 meines Wissens Lizenzgebühren an Microsoft abführen muss, ist Android doch OpenSource und lizenzfrei? Jedenfalls sollten keine Lizenzgebühren an Google abfallen und bei Netbooks waren die Linux-Teile immer einen guten Teil preiswerter als die Windows-Pendants (oder es gab höherwertige Hardwareausstattung bei gleichem Preis).

Aber bei den Netbooks fand alles auf der Intel x86-Plattform statt – sprich: da konnte jeder Käufer sich schnell ein anderes Linux oder ein Windows auf die x86-Plattform zerren. Konkurrenz belebt das Geschäft und ermöglicht auch einen Preisvergleich. Bei Android 3.x ist es so, dass dieses Betriebssystem momentan nur auf ARM-Plattformen läuft, während Windows 7 an die x86-Architektur gebunden ist. Das soll sich zwar demnächst ändern, wenn Intel Android 3.x auf die Atom-Plattform portiert hat und Microsoft mit Windows 8 für ARM rauskommt. Aber momentan ist da nix. 

Android teurer als Windows?

Jetzt habe ich zur Sicherheit nochmals nachgeschaut. Da wird ein Acer Iconia W500 mit Windows 7 Home Premium und 32 GB SSD für 479 Euro bei Amazon gelistet. Das Acer Iconia A500 mit 32 GB SSD und Android 3.0 segelt dagegen mit 489 Euro im Amazon Shop. Das Android-Teil ist also 10 Euro teurer als die Windows-Ausgabe. Ups, ist die Hardware vielleicht teurer? Keine Ahnung bzw. keinen Plan, ob Android 3 leistungsfähige Boliden bei Grafik und Prozessor braucht. Aber merkwürdig ist das schon und “riecht” nach “abkassieren, was man kriegen kann, ist eh ja kein Wettbewerb da”. Ist legitim, dass ein Hersteller die Preise nach Angebot und Nachfrage gestaltet. Aber das Ganze stützt die Theorie hier.


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AndroidShop


Die Amis haben’s einfach besser …



Warum ich mich jetzt veräppelt fühle? Gestern lese ich in der taiwanesischen Digitimes, dass Acer den Preis für Iconia Tablet PCs in den USA auf 449,99 US $ “justiert” hat. Kritik des Mitbewerbs, dass Acer die Preise für Tablet PCs unterminiere, alles versaue  und unter Gestehungspreis verkaufe, konterte der Hersteller, dass der Preis sowohl für das Unternehmen als auch für Vorlieferanten und Distributoren profitabel sei. Kann man zur Kenntnis nehmen und zur Tagesordnung übergehen. Aber beim gegenwärtigen Euro-Kurs würden die 449 US $ fast genau 349 Euro entsprechen. Ein Preis, der in die Kategorie “günstiger” China-Tablets (die momentan mit Android 2.2 laufen) kommt, und wo man eventuell über einen Kauf nachdenken könnte. Digitimes führt denn auch aus, dass Acer im Mai 2011 mehr als 300.000 Tablet PCs ausliefern will, wobei der Schwerpunkt auf dem Iconia A500 mit Android liegt.

Der deutsche Michel wird’s schon finanzieren …

Ich hatte ja bereits berichtet, dass Asus den Preisrutsch beim Eee Pad Transformer eingeleitet hat, indem das Teil in den USA dauerhaft auf 399 US $ gesenkt wurde. Der deutsche Michel finanziert also die Acer-Absätze in den USA (der Asus Eee Pad Transformer ist hier ja noch nicht so wirklich zu haben). No thanks, ein halbfertiges und buggy Android 3.0 Tablet kommt mir auf diese Weise nicht ins Haus (einmal Abzocke beim Apple iPad reicht mir).

Von daher warte ich hier auf den Android 3.x-Atom-Port sowie auf die ARM-Version von Windows 8. Dann haben wir beim Kauf einer x86-Tablet PC-Version vielleicht die Chance, das Betriebssystem zu wechseln und vor allem Preise zu vergleichen. Und die Preise für Tablet PCs werden im 4 Quartal 2011 sicher nachgeben.

Da ist es für mich auch zu verschmerzen, dass Acer vor einigen Wochen bezüglich einer Teststellung beim Iconia Tablet PC zickte und kein Gerät herausrücken wollte. Vielleicht gab es keine Geräte (obwohl ich zwischenzeitlich Tests bei anderen Internetmedien lesen durfte). Kann natürlich auch sein, dass ich bei denen mittlerweile auf einer “schwarzen Liste” stehe, da ich es bei einer Acer Aspire One-Teststellung zweimal geschafft habe, das Gerät zu “bricken” und das Zeugs zurückgehen ließ. Gab sogar einen Anruf der “Assistenz der Geschäftsleitung” diesbezüglich. War vielleicht auch dumm, anschließend zu deutlich auf die Fehlerursache BIOS-Fehler (BIOS-Bug: Acer Aspire One ist tot) hinzuweisen, der zig Anwender in den Wahnsinn getrieben hat. Der Blog-Beitrag stand jedenfalls in der Hitliste der abgerufenen Blog-Artikel immer ziemlich weit oben. Aber das ist natürlich alles spekulativ – das Preislotto aber scheinbar Fakt. Macht nur weiter so, dann wird Android 3 ein wirklicher Erfolg …

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2 Kommentare zu „Merkwürdige Preispolitik beim Acers Iconia“

  1. [...] Nimmt man den Straßenpreis für das Acer Iconia A500, den Acer momentan in den USA mit 449 US $ festgesetzt hat, ergeben sich bei einer Fertigungsmarge von 3 % ca. 13,50 US $. Setzt Microsoft nur 7,50 US $ als [...]

  2. [...] kommt man mit einem Fuffi nicht mehr hin – und ich würde mir das Teil auch nicht holen. Aber die Preissenkungen im Ami-Markt werden auch hier in Europa irgendwann durchschlagen. Schlechte Zeiten für die neuen [...]

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