VirtualBox 4.0.10 veröffentlicht

Fast unbemerkt hat Oracle vor einer Woche (am 27.6.2011) die Version 4.0.10 von VirtualBox freigegeben. Die Virtualisierungssoftware, steht für verschiedene Betriebssystemplattformen (Windows, Linux, Mac OS X) bereit.


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Bei der Version 4.0.10 handelt es sich um ein Maintenance-Release. Der Changelog zur neuen Version listet folgende Fixes zur vorherigen Version 4.0.8 auf.

  • GUI: fixed disappearing settings widgets on KDE hosts (bug #6809)
  • Storage: fixed hang under rare circumstances with flat VMDK images
  • Storage: a saved VM could not be restored under certain circumstances after the host kernel was updated (bug #8983)
  • Storage: refuse to create a medium with an invalid variant (for example Split2G with VDI; bug #7227)
  • Snapshots: none of the hard disk attachments must be attached to another VM in normal mode when creating a snapshot
  • USB: fixed occasional VM hangs with SMP guests (bug #4580)
  • USB: proper device detection on RHEL/OEL/CentOS 5 guests (partial fix for bug #8978)
  • ACPI: force the ACPI timer to return monotonic values for improve behavior with SMP Linux guests (bug #8511 and others)
  • RDP: fixed screen corruption under rare circumstances (bug #8977)
  • rdesktop-vrdp: updated to version 1.7.0
  • OVF: under rare circumstances some data at the end of a VMDK file was not written during export
  • Mac OS X hosts: Lion fixes (bug #8903)
  • Mac OS X hosts: GNOME 3 fix
  • Linux hosts: fixed VT-x detection on Linux 3.0 hosts (bug #9071)
  • Linux hosts: fixed Python 2.7 bindings in the universal Linux binaries
  • Windows hosts: fixed leak of thread and process handles
  • Windows Additions: fixed bug when determining the extended version of the Guest Additions (4.0.8 regression; bug #8948)
  • Solaris Additions: fixed installation to 64-bit Solaris 10u9 guests (4.0.8 regression)
  • Linux Additions: RHEL6.1/OL6.1 compile fix
  • Linux Additions: fixed a memory leak during VBoxManage guestcontrol execute (bug #9068)

Vieles bewegt sich im Bereich Mac OS X und Linus/Solaris als Host. Interessant sind die beiden Fixes im Umfeld von VMware VMDK-Dateien sowie die Verbesserungen im Bereich USB-Support (denn hier hat VirtualBox eindeutig seine Schwächen).

Ich selbst habe die neue Version noch nicht getestet, da der letzte Umstieg auf die 4.0.8 dazu führte, dass die VMs mit einem (demnächst als Beta erwarteten neuen) Betriebssystem nicht mehr booten wollten und sich mit einem Bluescreen verabschiedeten. Erst eine zeitaufwändige Neuinstallation konnte das Problem beheben.

Blick über den Zaun

Zum Abschluss noch ein kurzer Blick über den Zaun auf Entwicklungen rund um VirtualBox. Einmal gibt es bei Google im Code-Repository das Projekt phpVirtualBox, welches die VirtualBox-Benutzeroberfläche in PHP unter Verwendung von AJAX nachgebaut hat. Das Ergebnis ermöglicht den Remote-Zugriff auf laufende VMs über ein Web-Interface.

Die zweite Baustelle, die ich bezüglich VirtualBox im Auge habe, ist die portable Version. Unter www.vbox.me betreibt Runar Buvik eine Website, auf der man sich ein kleines Tool herunterladen kann. Mit diesem Tool lässt sich dann eine portable Version aus dem Virtual Box-Paket erstellen, die auf einem USB-Stick oder lokal auf der Festplatte ohne weitere Installation betrieben werden kann. Einschränkung ist, dass der USB-Support nicht sauber klappt und auch kein Bridged Networking unterstützt wird. Für kurze Tests ist diese Lösung aber ganz nett (nur sollte portable VirtualBox nicht neben einer installierten Version betrieben werden – da sich die Versionen die Konfigurationsdateien für virtuelle Maschinen gegenseitig zerschießen). Für VirtualBox 4.0.8 lag keine Fassung für VirtualBox portable vor. Bei der Version 4.0.10 dürfte sich das ändern. Wie ich auf der Website gesehen habe, befindet sich portable VirtualBox 4.0.10 in der Beta-Phase.

Anmerkung: Eine aus meiner Sicht sehr interessante Baustelle, an der momentan aber wohl “Baustopp” herrscht, ist in meinen Augen VMlite. Die Entwickler um Dr. Huihong verwenden den OpenSource-Quellcode des VirtualBox-Projekts, um einen eigenen Virtualisierer zu bauen. Besonders interessant ist deren Integration des Windows XP-Mode, so dass das Projekt eine wirkliche Alternative zu Microsoft Virtual PC war. Zudem gibt es ein Plugin für VirtualBox, welches die Windows XP-Mode-Integration in der älteren VirtualBox 3.2.2 ermöglicht. Ich weiß aus meiner Korrespondenz mit Dr. Huihong zwar, dass die Firma eine auf VirtualBox 4.x basierende Variante plant bzw. in Entwicklung hat. Allerdings habe ich es heute auf deren Website www.vmlite.com kurz nachgeprüft: Die sind (offiziell) vor gut einem Jahr in der Entwicklung bei VirtualBox 3.2.6 stehen geblieben. Gemäß Forendiskussion ist die Version 4.x vor zwei Monaten als “maybe in one or two months available” versprochen worden. Aber es ist noch nichts veröffentlicht. Ist halt ein kleines Startup, welches sein Geld im .NET-Umfeld mit Obfuscator-Software verdient. Die Entwickler um Dr. Huihon sind zwar recht kreativ und haben einige klasse Ansätze mit VMLite, VBoot, MyOldPCs, VirtualApps Player etc. vorgelegt. Aber vieles steckt noch in der Beta-Phase und kann nicht wirklich produktiv eingesetzt werden. Wie das Ganze unter dem kommenden Windows 8 ausschaut, kann ich auch noch nicht beurteilen. Was interessant ist: Hier findet sich eine Seite, von der sich eine Testversion von Google Chrome OS als vmdk-Datei herunterladen lässt. Ich muss Dr. Huihong wohl mal wieder eine Mail schicken und nachfragen, wie der VMLite 4.x-Projektstatus ausschaut. Wäre schade, wenn diese Entwicklungen unter die Räder kommen.




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Weitere Infos zu Windows 7 finden sich in meinen Windows 7-Titeln.


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1 Kommentar zu „VirtualBox 4.0.10 veröffentlicht“

  1. André sagt:

    Es gibt auch schon eine 4.1 Beta die nun WDDM Treiber mitbringt um Aero Glass benutzen zu können.

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