Anfang Juni 2011 erreichte mich die Asus Pressemitteilung, dass der ASUS Eee Pad Transformer TF101 ab sofort in Deutschland und Österreich erhältlich sei. Am 7.7.2011 erhielt ich eine zweite Pressemitteilung mit dem Titel “Verkaufsstart: ASUS Eee Pad Transformer TF101 mit 16 GB Speicher ab morgen erhältlich2 als Media-Alert. Dachte zuerst, der Eee Pad Transformer TF101 kommt erst jetzt. Also mal ein wenig im Blog und im WWW recherchiert und etwas gestaunt.
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Um dieses Teil geht es
Die Pressemitteilung bezieht sich auf den TF101 mit 16 GByte eMMC-Speicher. Hier der Text:
Das ASUS Eee Pad Transformer TF101 kommt ab 8. Juli als Modell mit einer Speicherkapazität von 16 GB eMMC™ Speicher in den deutschen und österreichischen Handel. Daneben ist das 680 Gramm leichte Pad im 10-Zoll-Format mit 1 GB LP DDR2 Arbeitsspeicher, WLAN, Bluetooth sowie Micro-SD und Mini HDMI-Schnittstelle ausgestattet und basiert werksseitig auf dem aktuellen Android 3.1 Betriebssystem. Die unverbindliche Preisempfehlung für das 16 GB Modell liegt bei 399,- Euro inklusive Mehrwertsteuer und wird zunächst bei ausgewählten Online Shops und Fachhändlern erhältlich sein.
Der ASUS Eee Pad Transformer TF101 mit 32 GB Speicher ist seit längerem für eine UVP von 499,- Euro (inkl. MwSt.) verfügbar. Dazu gibt es noch etwas Zubehör, wie eine dockingfähige Tastatur zum UVP von € 149,- (inkl. MwSt.).
ASUS gibt noch eine Akkulaufzeit von bis zu 9,5 Stunden an, die per Dockingstation auf 16 Stunden verlängert werde. Das Tablet kommt mit einem NVIDIA® Tegra™ 2 Dual Core Prozessor und kapazitivem 10 Zoll IPS-Touchscreen (WXGA, Auflösung: 1.280 x 800) mit kratzfester Glasoberfläche. Zwei Digitalkameras auf Vorder- (1,2 Megapixel) und Rückseite (5 Megapixel) für die Aufnahme von Fotos sowie die Wiedergabe von Videos in 720p runden die umfangreiche Ausstattung ab. Auf dem Tablet ist dabei Android 3.1 vorinstalliert. Zusätzlich sind Bluetooth 2.1 + EDR und WLAN 802.11 b/g/n integriert. Der Arbeitsspeicher umfasst 1 GByte, der Festplattenspeicher wahlweise 16 oder 32 GByte. Integrierte Stereolautsprecher und Mikrofon sowie an Schnittstellen Mini-HDMI, 2-in-1 Audio Jack (Head Phone / Mic-in) sowie ein Micro SD-Card Reader sind ebenfalls dabei.
Gibt’s doch schon länger
Ein Blick in das Amazon-Angebot zeigte mir, dass es den Eee Pad Transformer bereits länger gibt. Ok, das ist wohl die 32 GByte Variante zu 499 Euro gewesen. Aber auch die jetzt angekündigte 16 GByte Variante ist wohl schon ein paar Tage bei Amazon erhältlich. Hier die beiden Modelle sowie die Dock-Tastatur und ein Sleeve als Zubehör.
Da war doch noch was …
Eigentlich hätte ich über diesen Sachverhalt keinen Blogbeitrag machen müssen. Schön, das Teil ist mit 399 Euro deutlich preiswerter als ein XOOM und die 16 GByte eMMC sind für viele Anwender auch ausreichend. Pressemitteilung gelöscht und gut ist. Aber irgend etwas war da noch im Hinterkopf.
Einmal fällt da auf, dass das Modell mit 32 GB eMMC momentan zum Straßenpreis von 450 Euro bei Amazon gelistet wird. Und da fiel mir dieser Blog-Beitrag vom 26. Mai 2011 ein. Auf dem US-Markt hat ASUS den Preis für den Eee Pad Transformer für das Eingangsmodell dauerhaft auf 399 US $ gesenkt. Die 399 Euro sind dann wohl der interne ASUS Umrechnungskurs zwischen US $ und Euro. Werfe ich einen Währungsrechner an, wirft der mir bei 399 US $ einen Preis von 282 Euro aus – da ist noch Luft drin. Mein Tipp wäre, ein paar Tage abzuwarten, denn im Sommer werden die Preise deutlich sinken.
Warum das Teil die Docking-Tastatur braucht …
Merkwürdig berührt war ich auch vom Preis der Docking Tastatur. Diese bietet zwar neben einer vollständigen Tastatur und eines Touchpads noch 2 USB-Schnittstellen, einen SDHC Card-Reader (MMC/SD) und 2 LiIonen Akkus (3.3 mAh) sowie einen Netzteilanschluss.
| Aber als “altes Sparbrötchen” schaue ich immer auf alternative Lösungen. Erste Überlegung wäre, eine USB-Tastatur zu schnappen und dann an die USB-Buchse anzustöpseln.
Da der Eee Pad Transformer zudem Bluetooth hat, könnte man ja auch eine Wireless BT-Tastatur wie das nebenstehende Modell – welches für den Eee Pad Transformer ausgewiesen ist, verwenden. Käme deutlich preiswerter. |
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| Und wer es kompakter braucht, schielt vielleicht auf das hier gezeigte Sleeve mit integrierter Bluetooth-Tastatur. Das Sleeve wird zwar nicht ganz passen (hab es aber mangels Eee Pad Transformer nicht getestet), da die Aussparungen im Case auf den iPad zugeschnitten sind. Aber ich habe diese Lösung beim iPad selbst im Einsatz und möchte die eigentlich nicht mehr missen.
Allein, die zwei obigen Lösungen sind nur ein Notbehelf. Denn eine tiefere Recherche auf den Amazon-Seiten brachte es dann an den Tag. |
In der Amazon-Beschreibung ist zwar nebulös von “2 USB-Schnittstellen” die Rede. Aber wer genauer recherchiert, findet in den Kommentaren den Hinweis, dass die 2 USB-Schnittstellen nur mit der Docking Tastatur realisierbar sind. Also ist der Transformer immer als Pad + Docking-Tastatur zu betrachten.
| Und damit wurde mir auch klar, warum bei Amazon eine EP USB-Erweiterung für Eee Pad Transformer für kleines Geld angeboten wird. Wer also eine der obigen “günstig” Lösungen anstrebt, braucht diese Erweiterung, um eine USB-Schnittstelle zu haben.
Das ist in meinen Augen richtig Mist. Da haben die Entwickler gepennt – denn eine USB-Schnittstelle erwarte ich ganz einfach bei nicht iPad-Tablet PCs – alles andere ist Krampf. Was auch doof ist: Ein UTMS-Modell ist noch nicht im Angebot – soll später kommen…. |
Und ohne USB-Schnittstelle kann noch nichtmals ein UMTS-Stick angestöpselt werden – obwohl ich keine Ahnung habe, ob das unter Android 3.1 out-of-the-box überhaupt unterstützt wird. Bei meinem Selbstbau Android Netbook versuchte das OS zwar den Stick zu erkennen und fragte einmalig einen PIN ab. Als ich das abgebrochen habe, hat’s mir Android übel genommen und den Stick nie mehr erkannt. Werde mal bei Gelegenheit nachschauen müssen, was da im Linux-Kernel bei der Geräteerkennung schief läuft.
Wertet man noch die Kundenrezensionen bei Amazon aus, ist da wohl “Licht und Schatten”. Während einige über knarzende Gehäuse und Pixelfehler oder Lichthöfe im Display hadern, sind andere voll zufrieden oder hellauf begeistert.
| Was heraussticht: Das Ladekabel ist viel zu kurz – laden über USB-Buchse ist nicht (aber da ist ASUS in guter Gesellschaft mit Apple, die beim iPad nur ein gut 100 cm langes Dock-zu-USB-Kabel beilegen).
Und wo viele mit hadern (ist auch beim iPad in meinen Augen ein no-go) ist das Spiegeldisplay, welches in der Sonne nicht mehr lesbar ist. Hier wird so mancher Nutzer nicht an um eine Displayschutzfolie herumkommen, um die schlimmsten Reflektionen zu kompensieren. |
Alles in allem hinterlässt der ASUS Eee Pad Transformer aus diesem Blickwinkel beim mir einen gemischten und vor allem unfertigen Eindruck. Irgendwie werden das Tablet PCs auf den Markt geworfen, die nix ganzes und nix halbes sind.
Da ich eh erst für Ende 2011 die interessanteren Tablet PCs erwartet, habe ich auf die Anforderung einer Teststellung bei ASUS erst einmal verzichtet (obwohl die letztens von der Presseabteilung anriefen und einen Stapel Notebooks zum Test anboten). Na mal schauen, wie es mit Android Tablet PCs so weiter geht. 16 GByte, 10 Zoll Display, USB 2.0-Schnittstelle und SD-Card-Leser sollten es schon sein – und wenn der Preis dann für Android Honeycomb-Geräte unter 200 Euro fällt, dürfte auch der Bedarf ansteigen. Aber vielleicht täusche ich mich diesbezüglich und die Leute haben kein Problem 500 Euro für halbfertige Tablets rauszuhauen, nur um dann auf Updates zu warten.
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Schlagworte: Android 3.1, Eee Pad Transformer, Honeycomb, Tastatur, USB-Dock


















