Huch, fast hätt ich’s verpennt: Am 6. August 1991 hat Tim Berners-Lee den ersten Webserver angeworfen. Und in China soll damals ein Sack Reis umgefallen sein. Hab beides irgendwie nicht richtig mitbekommen. Na, denn happy birthday …
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Aber wenn ich es so richtig peile, hab ich vor ca. 15 Jahren die ersten Sachen zu HTML geschrieben und Mosaic 1.0 (IE 2 und Netscape 2.x/3.x waren auch dabei) ausprobiert. Damals werkelte noch ein 214.400 Baud Modem und ich musste ständig warten. Bei Gewitter und Regen wurde das “Internet ‘langsam’ und www-webseiten tröpfelten dann nur so in den Browser”.
Doof, irgendwie hat sich nicht viel geändert. Das Internet und speziell das WWW ist heute auch immer noch gaaanz oooft gaaanz langsam – muss wohl mal mein “Modem” upgraden
.
Noch doofer: Damals war ich von Netscape und später Microsoft Browsererweiterungen genervt – musste ständig in meinen HTML-Titeln hinter neuen Browser-Features hinterherschreiben. Und heute sehe ich die “Browser kotzen”, wenn ich denen HTML5 vorsetze. Hat zwar nicht direkt mit dem Internet bzw. WWW zu tun, aber HTML ist die Basis aller Webseiten. Und was ich bei HTML5 so sehe, turnt mich nicht gerade an (O-Ton des Fachlektors: “das ist zum Kotzen, wenn man die neuen Tags mal in ein paar Browsern testest”, na ja der W3C-Entwurf ist z. Z. noch “Kraut & Rüben”). Da kann ich dem Handelsblatt nur zustimmen: Das Internet braucht neue Regeln – auch wenn die was ganz anderes drunter verstehen.
Wie ich in Facebook, wer-kennt-wen oder Google+ reinkomme, hab ich ja gerafft. Nur wie kommt man ins Internet bzw. WWW – gibt’s da ne Einladung …
[Update: Oh je, das w3c hat doch glatt die erste Webseite aufgehoben. War damals noch richtig cool – keine CSS, kein HTML5-Gewürstel etc. Und hier ist die Projektvorstellung von Tim Berners-Lee bei alt.hypertext. Hier gibts eine Artikelsammlung zum Thema und hier Fotos von Robert Scoble bei Flickr.]
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Mein erstes Modem war anno 1994 schon 14.400 Baud, ich glaube, von Dr. Neuhaus. Meine ersten Erlebnisse hatte ich damals mit CompuServe, damit konnte man auch in’s Internet. Hey, da hatte ich ja richtig Angst vor! So ganz anders als die klar strukturierte, übersichtliche Welt von CompuServe. Und das Surfen war auch richtig teuer, man wählte sich über Frankfurt ein. Da gab’s noch keine Flatrates und Gespräche in andere Städte waren echt teuer. Ein Freund ist damals manchmal bei mir online gegangen und drückte mir für 30 Min. Surfen immer 5,- DM in die Hand.
Hach, aufregend und neu war’s trotzdem…
@Martin: Jetzt, wo Du es sagst, bin ich mir auch nicht mehr so sicher, wie schnell mein Modem vor genau vor 15 Jahren war (muss, wenn ich richtig rechne, wohl 1996 gewesen sein). Tippe daher auch auf 14.400 Baud. Die 15 Jahre konnte ich daran festmachen, dass das erste HTML-Geschreibsel von mir 1996/97 entstanden ist (wir kamen damals auf die glorreiche Idee, als Browser den Netscape 3 für 29 DM pro Kopie zu lizenzieren und auf CD beizulegen, was im Desaster endete). Online war ich deutlich früher. Erinnerungsmäßig würde ich es auf irgendwo 1991 bis 1992 festmachen – denn 1991 wurde Linux aufgelegt und irgend eine der Versionen 1.x/2.x habe ich noch unter UMSDOS getestet. Nur weiß ich nicht mehr, ob es ein Download war – oder ob die Linux-Variante auf einer Shareware-Diskette/CD daherkam. Teile des 386BSD habe ich jedenfalls aus Heften der Dr. Dobbs Journal of Softwaretools abgetippt – da war ich noch nicht online.
Aber irgendwann hat mir jemand ein 2400 Baud-Modem geliehen und ich war online (und ich kenne noch die Zeit mit 300 Baud per Akustikkoppler aus der Firma). Zuerst waren es nur BBS (Bulletin Board Systeme), wo man rein konnte. Auf irgend einer CeBit hatte ich damals einen CompuServe-Probeaccount gewonnen (kann das Jahr nicht erinnern) – und ab Ende 1993 wurde der CompuServe-Account von einem Publisher gesponsort (Erreichbarkeit per E-Mail war damals wichtig). Muss wohl die Zeit gewesen sein, wo man noch mit 14.400 Bit mit CompuServe gewerkelt hat. Später kam AOL dazu und ich hatte immer 30 Stunden pro Monat über ein Sponsoring kostenfrei.
Das US Robotics X2 mit 56 KBaud (theoretisch) kam später – irgendwann so 1997/98, glaube ich (steckt hier noch in meiner Bastelkiste und wird gelegentlich für Tests rausgezogen). Jedenfalls kann ich mich noch gut erinnern, immer wenn es heftig geregnet hat oder länger Schnee lag, gingen die Übertragungsraten deutlich in den Keller. Schien die Sonne etwas länger und war der Boden wieder trocken, hatte man auch wieder gute Leitungsqualität und hat sich über “schnelle Downloads” mit 14.400 oder später 34.000 bis 46.000 Baud gefreut …
… jo, aufregend war es damals schon. Aber heute ist es gelegentlich noch aufregender
. Unterschied zu damals: Früher bin ich naiv ran gegangen und hab mich gefreut, wenn etwas schließlich funktionierte. Heute fluche ich, weil ich sehe, dass die gleichen Fehler wiederholt werden und echt teure Geräte mit extremen Kinderkrankheiten als das “non plus ultra” auf den Markt geworfen werden.
Ach ja, die Übertragungsraten sind bei Mobilfunkverbindungen (zumindest in der Provinz) bei GPRS wieder auf ähnlichem Niveau wie damals (wenn man überhaupt Zugang bekommt) …
… eben world wait web.
da bin ich ja mit meinem 28.8er modem (elsa microlink) schon richtig gut dran gewesen bei meinem einstieg. dieser war aber auch erst ein paar jahre später als bei euch, wann genau weiss ich leider nicht mehr. ich schätze mal so 1997 in etwa.
Übrigens gab’s die CompuServe-CDs damals im MediaMarkt kostenlos zum Mitnehmen. Damals waren “normale” Mailadressen ja noch nicht so in Mode, da schmückte man sich mit seiner CompuServe-ID