Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Speicherplatz in dieser Größenordnung kostet bei Dropbox 20 US$ im Monat. Aber trotzdem scheint es, dank “Schwarmintelligenz” möglich zu werden.
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Zwei Microsoft-Exies, Parerit Garg und Bassam Tabbara, haben da eine Idee gehabt und die Firma Symform gegründet. Überlegung war, dass der preiswerteste Cloud-Speicher sich quasi im eigenen Computer – nämlich in Form von unbenutztem Speicherplatz auf der Festplatte – findet.
Die Idee ist nun, den freien Speicherplatz vieler Millionen Nutzer per Internet verfügbar zu machen und dann darauf die Daten zu speichern. Die Daten könnten dabei über bis zu 150.000 Rechner verteilt liegen. Eine Verschlüsselung stellt sicher, dass Dritte nicht an diese Daten gelangen. Sobald 2/3 dieser Computer online sind, lassen sich die Dateien eines Teilnehmers aus der Wolke rekonstruieren.
Um in den Genuss des kostenlosen 100 MByte Cloud Speichers zu gelangen, muss man 150 GByte des eigenen, freien Speicherplatzes auf der Festplatte Symform als Datenspeicher zur Verfügung stellen. Eine Symform-Software stellt einen Backup-Ordner über ein Desktop-Symbol bereit. Der Anwender braucht dann nur die zu sichernden Dateien in diesen Ordner zu ziehen. Die Symform-Software splittet die Daten in 64 MByte Blöcke auf und verschlüsselt diese mit AES-256, wobei der Hash-Wert des Blocks als Verschlüsselungskey verwendet wird. Dann verteilt die Software den verschlüsselten Block in bis zu 96 Teilen im Netzwerk. Bei jedem dieser Teile ist 50% des Datenvolumens für Wiederherstellungsinformationen reserviert. Durch geschickte Kombination der im Netzwerk verfügbaren Computer sollen sich die Daten jederzeit rekonstruieren lassen.
Man muss abwarten, was draus wird. Im dümmsten Fall generiert die Lösung lediglich riesigen Traffic im Internet. Im Idealfall steht ein gigantischer Datenspeicher für die Nutzer als Backup bereit. Ein paar Hintergrundinfos und eine interessante Diskussion ist bei ZDNet hier zu finden.

Schlagworte: Cloud, Datenspeicher, Dropbox



















Mal ganz blöd gefragt – was ist, wenn der User seine Festplatte formatiert, um z.B. den Rechner neu aufzusetzen..?
So, wie ich es verstanden habe, ist dies alles keine Problem, solange nicht gerade 100 oder 200 Benutzer genau zur gleichen Zeit auf diesen Gedanken kommen. Scheint so zu sein, dass die Daten redundant auf diversen Rechnern gespiegelt sind (Raid5+) und zudem wohl noch ein “Versatz” in den Nutzdaten existiert. Samt der 50 % Kapazität, die für ein Recovery der Daten bei Datenfehlern genutzt wird, müssten sich die “gesicherten” Daten im Normalfall zurücklesen lassen. Wie es praktisch ausschaut, kann ich nicht beurteilen.
Ich warte schon darauf, dass sich 500+ User bei Facebook zusammenrotten zur “Kill Symform-Party” und dann zeitgleich die Festplatten ihrer PCs löschen
Das scheint recht ähnlich zum ehemaligen System von Wuala zu sein. Bei Wuala wurde an Hand der Online-Zeit und des eigenen eingestellten Speichers errechnet wie viel Online-Speicher man erhält. Das System, fand ich “Fair & Klasse”, aber nun ist es abgeschaltet und somit ist bin ich auf der Suche nach einer alternative… Deswegen schonmal Danke für den Blog!
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@Alex: Danke für den Hinweis.