Windows 8: Offizielle Informationen zu Hyper-V

Hier und hier hatte ich ja bereits darüber berichtet, dass Windows 8 (zumindest in einigen Varianten) offenbar einen Hyper-V Client zur Virtualisierung erhält. Nun hat Microsoft im Windows 8-Entwicklerblog einige offizielle Infos nachgereicht.


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In diesem Beitrag geht Steven Sinofsky auf Hyper-V unter Windows 8 ein. In Windows 8 lässt sich Hyper-V über Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren ein- oder ausschalten.

Anmerkung: Die obige Abbildung stammt noch aus einem früheren Build. Hier findet sich ein Artikel zu Hyper-V, in dem einige Screenshots (auch das modifizierte Dialogfeld “Windows Features” zu sehen sind.

Sobald Hyper-V unter Windows 8 aktiviert wurde, lässt sich eine Konsole zum Einrichten und Ausführen von virtualisierten Apps öffnen.

Im Entwickler-Blog finden sich eine Menge technischer Details, wie der Hinweis, dass Hyper-V ein 64-Bit-Windows und eine Unterstützung der CPU für Second Level Address Translation benötigt. Diese Unterstützung sollte bei gängigen AMD- und Intel-Systemen, die hardwaremäßig eine Virtualisierung per CPU unterstützen, gegeben sein. [Update: Wie André in seinem Kommentar anmerkt, ist dies nur bei neueren Intel iCore-Prozessoren und ab dem AMD K10 der Fall]. Ich werde in einem separaten Blog-Beitrag ein paar Gedanken dazu veröffentlichen.] Als Gastbetriebssysteme lassen sich 32- und 64-Bit-Systeme installieren und ausführen.



Eine Verbesserung gegenüber Windows Virtual PC ist die dynamische Zuordnung des Arbeitsspeichers zu laufenden virtuellen Maschinen. So gibt man an, dass auf einem 4 GByte Hostsystem bis zu 3 oder 4 virtuelle Maschinen ausführbar sein. Windows 8 wird dabei zwei Möglichkeiten zum Zugriff auf die virtuellen Maschinen bieten:

  • Einmal lässt sich über die VM-Konsole (Hyper-V-Konsole) zur Kontrolle der virtuellen Maschine einsetzen. Dann wird eine Auflösung von bis zu 1.600 x 1.200 Pixel und 32-Bit-Farbtiefe unterstützt. Dieser Ansatz ist hilfreich, wenn der Bootvorgang mit beobachtet werden soll.
  • Alternativ kann eine Remote Desktop-Verbindung zur Kommunikation mit der virtuellen Maschine genutzt werden. Dies ermöglicht den virtuellen Desktop auf mehreren Monitoren anzuzeigen. Auch eine Bedienung über eine Touchoberfläche lässt sich an das Gastbetriebssystem via Remote Desktop weiterleiten. Austausch über die Zwischenablage oder Zugriff auf gemeinsame Ordner sind weitere Optionen. Zudem lassen sich USB-Medien über RDP der VM zuordnen.

Für Speichermedien lassen sich IDE- und SCSI-Kontroller konfigurieren, die dann auf .vhd- und .vhdx-Dateien zugreifen können. Eine “Live Storage Move”-Funktion ermöglicht die virtuellen Maschinen auf andere Laufwerke zu verschieben. Zusätzlich kann ein Schnappschuss einer VM erstellt werden, um später auf einen früheren Punkt zurückgehen zu können.

Weitere Informationen finden sich in den nachfolgend verlinkten (englischsprachigen) Beiträgen.

Links:
1: Bringing Hyper-V to “Windows 8”
2: Showing “Windows 8” Hyper-V in Pictures
3: Microsoft Reveals Virtualization Plans for Windows 8

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4 Kommentare zu „Windows 8: Offizielle Informationen zu Hyper-V“

  1. André sagt:

    mööp, ich hatte es gerade bei einem anderen Thema geschrieben. Auf deinem PC kannst du wegen dem fehlenden SLAT kein Hyper-V ausführen. Bei Intel geht das erst ab dem Intel i Core CPUs. AMD kann das ab dem K10.

    André

  2. Günter Born sagt:

    @André: Danke für diese Präzisierung der Info.

  3. [...] meinem Blog hatte ich ja bereits an mehreren Stellen (z. B. hier) darüber berichtet, dass Microsoft Hyper-V 3.0 in den Windows 8-Clients integrieren will. Steve [...]

  4. [...] Virtualisierungslösung mit einem Hyper-V 3.0-Client dabei ist, steht schon seit einiger Zeit fest [a]. Klingt auf den ersten Blick also recht genial: Ich brauche als Anwender keine [...]

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