Das Wort zum Freitag …

Schon wieder Freitag, viel Wasser den Rhein runter rauschen gesehen und noch mehr Nachrichten sind vorbei geplätschert. Nur ein paar Splitter, als “Worte zum Freitag” …


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Amazon in der Patentfalle?

Amazon wird hierzulande (teilweise berechtigt) als Riese wahrgenommen, dem einfach alles irgendwie erfolgreich gelingt. Ich könnte zwar aus dem Nähkästchen plaudern, was nicht so dolle ist, tut aber hier nichts zur Sache. Mit großem Interesse habe ich aber diesen BBC News-Beitrag zur Kenntnis genommen. Nachdem Amazon mit dem Kindle und speziell dem Kindle Fire in’s Hardware-Geschäft einsteigt, tappen die wohl auch in die Patentfalle. Jedenfalls berichtet BBC über eine Amazon-Verlautbarung, dass in 2011 bereits Patentverletzungsklagen von 11 Firmen anhängig seien. Ist dreimal so viel wie in 2010. Da werden zwar nicht alle Klagen erfolgreich sein – einige wurden bereits abgewiesen. Analysten prophezeien aber, dass die Klagewelle eher zu- als abnehmen werde. Ob Microsoft auch schon in Verhandlungen für Android-Lizenzgebühren steht, habe ich nicht herausgefunden. Aber es sieht mir so aus, als ob Amazon so richtig in die Android-Patentfalle reinrauscht.

Android, als Rechtsrisiko par excellence?

Eigentlich hatte ich das Thema ja schon länger im Hinterkopf, weil es aber immer “hinten runter fiel”, habe ich es hier heute kurz angerissen. Es geht um die Frage “Welche Rechtsrisiken gehe ich ein, wenn ich als Entwickler oder Lieferant im Android-Umfeld aktiv bin?” Quintessenz: Wenn’s blöd läuft, bringt mich Android als Firma “um Haus und Hof”.

Und damit wären wir bei Amazon. Die werden den auf Android basierenden Kindle Fire vermutlich auch in Europa anbieten. Für mich wird nun extrem spannend zu beobachten, ob da nicht eine der großen Buchhandelsketten (Thalia, Weltbild etc.), Libri, der Börsenverein des deutschen Buchhandels oder sogar Verlage, die ebenfalls eBook-Reader anbieten, nicht eine juristische Karte spielen, und versuchen, Amazon die Hosen im Hinblick auf Lizenzverletzungen auszuziehen.

Android-Fragmentierung & kein Android 4.0 für Google Nexus One

Ich weiß nicht, wie viele Benutzer des ersten Android Smartphones Nexus One es eigentlich gibt. Aber aktuell geht die Meldung durch die Presse, dass dieses Smartphone zu alt für ein Update auf Android 4.0 sei.

Und damit wären wir bei einem anderen Punkt: Die Fragmentierung des Android-Markts durch einzelnen Android-Versionen. Jemand hat sich bei Techcrunch.com die Arbeit gemacht und einmal die Fragmentierung bei Android im Vergleich mit iOS auf dem iPhone grafisch dargestellt. Es ging dabei um die Frage, wie lange Besitzer eines Android Smartphones xyz noch Updates bekommen bzw. ob sie die Geräte mit der aktuellen Version nutzen können. Während bei den iPhone-Modellen alles im “grünen Bereich” ist, sehen Besitzer von Android-Handys ganz fix “gelbe und rote Karten”. Aber seht selbst, das hier gezeigte Chart. Da bleibt abzuwarten, wann Googles auf der I/O-Konferenz committete Strategie, mindestens 18 Monate Updates für Android-Geräte anzubieten, greifen wird.

Google-Gratis – Schluss mit lustig …

Ach, war dat herrlich. Unmengen von Google-Funktionen ließen sich bisher für umme nutzen – kostet nix, nada, alles zum Nulltarif. Damit ist jetzt Schluss – zumindest für einige Dienste, die auf Googles Maps-API zur Kartenanzeige aufsetzen. Wie im Geo Developers Blog angekündigt wurde, führt Google “Freikontingente” von Maps-Abrufen ein. Bis 25.000 Aufruf pro Tag bleibt noch alles kostenfrei – wer über das Limit schießt, darf pro 1.000 Aufrufen mindestens 4 US $ zahlen (Details finden sich bei heise.de).

Viele neue Google+-Funktionen

Parallel zum Ende der Gratis-Dienste gibt Google für Google+ neue Funktionen frei. Mit “Ripples” lässt sich anzeigen, wie weit ein Thema in einem Google-Stream in Google+ verbreitet wird. Hier gibt es im Google-Blog die Infos, was neu ist. Ein deutschsprachiger Beitrag lässt sich hier bei heise.de abrufen. Neben Ripples können nun Anwender auch eine Google App zum Zugriff auf Google+ verwenden. Habe ich aber noch nicht probiert – bekomme aber bei Google+ mit, dass momentan deutsche Anwender noch etwas hadern, weil für diese Profile einige Funktionen noch nicht so ganz freigeschaltet sind bzw. weil erst in ein paar Wochen ein Migrationstool für den Umzug von Kreisen etc. existiert.

Begegnung mit der Vergangenheit …

Ich dachte, mich trifft der Schlag. Ich gehöre zwar noch zur Generation, die die ersten Schritte in der EDV-Landschaft an einem Lochkartenstanzer geübt und dann auf irgendwelchen IBM-Timesharing-Systemen a la IBM 360 haben ausführen lassen. Und irgendwo gab es auch noch so was wie BS2000 von Siemens – hab ich immer einen großen Bogen drum rum gemacht. Ich weiß, ich bin ein Ignorant, aber meine naive Vorstellung war, dass dieses aus 1973 stammende Relikt zwischenzeitlich ausgestorben sei. So kann man sich täuschen. Stolpere ich doch heute über diese heise.de-Meldung, das Fujitsu das Minframe-Betriebssystem BS2000 aufpoliere und sogar eine Live-Migration von BS2000-Gastsystemen als VM unterstützen wird. Manche Sachen sterben scheinbar nie aus – und da sage noch jemand, die IT-Branche wäre schnelllebig ;-) .

Und auch das noch …

Gerade habe ich erfahren, dass ich bei meiner Geburt die 2.765.345.159te Person war, die zu diesem Zeitpunkt auf diesem Planeten lebte. Noch witziger, seit Beginn der Zeitrechnung wurden vor mir 76.160.714.801 Personen geboren. Woher ich das weiß? Ich habe nicht gezählt, sondern diese BBC-Website befragt.


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Über Günter Born

IT-Autor, Blogger borncity.de
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Eine Antwort auf Das Wort zum Freitag …

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