Alle Jahre wieder, ist nicht nur der Titel eines Weihnachtslieds, sondern betrifft auch die Abzocke bei iTunes-Konten. Unter dem Motto “für iTunes-Kunden wird es etwas teurer” ist eine neue Abzockmasche bekannt geworden, mit der Leute um ihr Geld gebracht werden.
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Hier hatte ich darüber berichtet, wie gepinchte Apps für iPhone oder iPad zur Abzocke verwendet werden, indem diese heimlich teure Abos über Mobilfunkanbieter abschließen. Und in einem Gastbeitrag für die Feierabend.de-Community beschreibe ich, wie iTunes-Konten durch Kriminelle gehackt und deren Besitzer abgezockt werden. Gehackte iTunes-Konten werden in China für umgerechnet 2,50 Euro im Tausender-Pack angeboten.
Nun scheint es eine neue Abzockmasche gegeben zu haben. Eine chinesische iTunes-App nutzte die Möglichkeit zu In-App-Käufen aus, um über die iTunes-Konten der betreffenden Benutzer Zusatzleistungen für 80 Euro zu buchen. Spiegel Online hat hier den Bericht über das Thema. Die App gehört mittlerweile zu den umsatzstärksten im iTunes-Markt. Spiegel Online spekuliert zwar, wie sich die Abzocke abspielt und dass gehackte iTunes-Konten die Ursache seien.
Aber mit der Schlussfolgerung, dass die App Apple blamiert habe und man das Teil einfach aus iTunes rauswerfen muss, kann ich nicht konform gehen. Vielmehr liegt der Webfehler eindeutig im Design. Die iTunes-Konten sowie das iGerät werden durch simple Kennwörter geschützt, die immer in Gefahr sind, gehackt zu werden (sei es durch Nachlässigkeit der Benutzer oder sei es durch technische Fehler). Und dann haben Dritte Zugriff auf die Konten und können diese abräumen.
Wenn ich dann noch sehe, dass die Geräte (auch Android) offen wie Scheunentore sind und zukünftig als “elektronische Geldbörse” (Wallet) dienen sollen, die über Near Field Communication auch noch Daten austauschen können, wird der Irrsinn deutlich. Niemand käme auf die Idee, sein Haus offen stehen zu lassen und den Weg zum gut gefüllten Safe auch noch zu beschildern. Bei Smartphones wird dieser Weg aber – zumindest nach den Aphologeten der neuen Technologien – mit Macht beschritten.
Ich selbst habe bei keinem meiner Online-Konten (iTunes, Google Market) irgend eine Zahlungsinformation hinterlegt. Brauche ich eine App, kommen Prepaid-Gutscheinkarten oder Promocodes zum Einsatz, über die ich die Apps dann herunterladen kann. Allerdings habe ich persönlich festgestellt, dass meine letzten “App-Käufe” nun schon fast ein Jahr zurück liegen.
Schlagworte: Abzocke, In-App-Käufe, iTunes


















