Die US Buchhandelskette Barnes & Noble ist nach einer Meldung bei heise.de beim amerikanischen Justizministerium vorstellig geworden und hat dieses aufgefordert, die Lizenzforderungen von Microsoft im Hinblick auf Android-Gerät zu überprüfen.
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Hier hatte ich u. a. berichtet, dass die US Buchhandelskette Barnes & Noble ein eigenes Android Tablet als eBook-Reader herausbringt. Microsoft hält aber einige Patente, die von Android-Geräten verletzt werden und kassiert von Android-Geräteherstellern Lizenzgebühren.
Microsoft hatte die Buchhandelskette bereits im März diesen Jahres wegen dessen Nook Color Android-Tablet verklagt. Da Microsoft mittlerweile für rund die Hälfte der verkauften Android-Geräte Lizenzzahlungen der Hersteller erhält, sind die Chancen von Barnes & Noble vor Gericht zu obsiegen wohl gering. Eine Anhörung in diesem Verfahren ist wohl für Februar 2012 in Washington angesetzt. Die anhängige Patentklage scheint Barnes & Noble nicht so richtig zu schmecken, tragen die Verkäufe des Nook Color doch zu 24% zum Firmenumsatz bei. Und so versucht man, die Keule des US Justizministeriums zu schwingen.
Wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg hier schreibt, argumentiert die Buchhandelskette in der Eingabe, das Microsoft die Kosten der Konkurrenten in die Höhe treiben wolle, um so zu verhindern, dass Android-Geräte die Verkäufe von Windows-basierenden Geräten beeinträchtigen. B&N wirft Microsoft vor, den Wettbewerb bzw. den Fortschritt bei mobilen (Android-)Geräten blockieren zu wollen.
Microsoft äußert sich zu dem gesamten Fall nicht, weist aber darauf hin, dass jedes moderne Betriebssystem viele Patente tangiere. Daher bietet Micrsoft Barnes & Nobles die Lizenzierung der betreffenden Patente an. Also noch eine weitere Pirouette in Sachen Android und Lizenzrecht. Bin ja gespannt, wie das Ganze ausgeht.
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