Das iPad war ja bisher unangefochten Marktführer. Bald werden wir aber Geräte mit Ice Cream Sandwich (Android 4.0) bekommen und in den USA kommt Amazon mit dem Kindle Fire heraus. Zeit, einen Blick auf die Details zu werfen.
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Ice Cream Sandwich: Anmeldung per Gesichtserkennung überlistet
Was wurde es doch gefeiert: Die neue Funktion der Gesichtserkennung, mit der man sein Android 4.0-Gerät entsperren könne. Wer etwas weiter denkt, kann schon ein mulmiges Gefühl bekommen – wer weiß, was mit den biometrischen Daten angestellt wird. Gehen die an Google weiter und werden für Gesichtserkennung im Web verwendet? Keine besonders beruhigenden Aussichten.
Aber es gibt noch eine Volte, die mit der Anmeldung zur Gesichtserkennung einhergeht: Wie sicher ist das eigentlich? Wer eine Anmeldung konfiguriert, möchte schließlich nicht, das Dritte das Gerät unberechtigterweise entsperren können. Bei Fingerabdrücken kennt man es ja schon: Fingerabdruck auf Glas hinterlassen, mit Tesafilm abnehmen, das Muster mit Kleber nachbilden und das Ganze als Abdruck auf den Daumen aufbringen – schon kann man Fingerabdrucksensoren in die Irre führen.
Und bei der Anmeldung per Gesichtserkennung? Geht noch einfacher: Foto der betreffenden Person aufnehmen, Ausdruck anfertigen und dann vor die Kameralinse halten. Oder noch kürzer: Zweites Smartphone zum Anfertigen des Fotos verwenden, dann das Foto im Display abrufen und vor die Kamera des Android 4.0-Smartphones halten. Schon wird dieses entsperrt. Ich habe noch kein Galaxy Nexus als Testgerät, aber AndroidNext.de hat hier die Story samt Video.
Kindle Fires Freud ist des iPad Leid
Noch ist das Amazon Kindle Fire in den USA nicht erhältlich, aber schon schlägt das Gerät hohe Wellen. Persönlich hege ich ja gemischte Gefühle gegenüber einem von Amazon “verdongelten” Android Tablet. Da wird nicht alles an Android-Apps laufen, was man sich so vorstellt, sondern nur das, was Amazon zulässt. Aber das taiwanesische Branchenblatt Digitimes berichtete hier darüber, dass Amazon seine Ordervolumina für das 3. Quartal 2011 von 3,5 auf 4 Millionen erhöht habe und davon ausgehe, dass die Nachfrage im 4. Quartal noch zunehme. Gleichzeitig habe ich in der Digitimes einen Tag vorher gelesen, das Apple seine Vorlieferanten darüber informiert habe, dass die Menge an vorbestellten Komponenten im 4. Quartal 2011 für iPhone und iPad um 10 bis 15 % reduziert werden wird. Ist zwar nicht offiziell bestätigt – aber diese Info habe ich auch in anderen Medien gelesen. Bei heise.de findet sich ein ähnlicher Artikel, der gar von 5 Millionen bestellter Einheiten, lieferbar bis zum Jahresende in die USA, spricht. Heise.de erwähnt auch einen Bericht von Fortune, dass 26% der Kindle-Käufer Bestellungen des iPad 2 zurückgestellt hätten. Bei Spiegel Online finden sich gleiche Zahlen.
Irgendwo habe ich gelesen, dass Amazon pro verkauftem Kindle wohl 4 US $ drauflegen solle. Es gibt aber auch Meinungen, dass Amazon 10 oder sogar 50 US $ pro Gerät drauf legt. Ob es stimmt, weiß ich nicht. In der Digitimes findet sich hier die Meldung, dass Noname Tablet PC-Hersteller ein 7 Zoll Tablet für ca. 47 US $ herstellen können. Und CNN bringt hier mit einer Story, in der Peter Cashmore (Gründer von Mashable) interviewt wird. Er hält das Kindle Fire für das “heißeste Tablet” seit dem iPad. Begründung: Man bekommt nun für 200 US $ etwas, was sonst (z. B. als iPad) regulär 400 bis 500 US $ kostet. Der Hinweis auf den Barnes & Noble-Tablet PC E-Book-Reader für 249 US $ im Interview ist falsch, wurde der Preis doch auf 199 $ reduziert. Cashmore prognostiziert, dass der Amazon Kindle Fire das erfolgreichste Tablet nach dem iPad werde. Auf jeden Fall kommt Apple nun preislich unter Druck. Es wird also spannend zu beobachten, ob das Kindle Fire wirklich so ein Erfolg wird (in Deutschland wird es ja noch nicht angeboten) und was der Mitbewerb macht.
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Schlagworte: Amazon, Android, Kindle Fire, Tablet PC, Windows 8


















