Neuigkeiten rund um Android

Auch heute möchte ich wieder einige Nachrichten rund um Android in einem kurzen Blog-Beitrag zusammenfassen.


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Warum läuft Ice Cream Sandwich nicht auf dem Eee PC 701G?

Vor ein paar Tagen habe ich hier ja rund um Android-x86 Ice Cream Sandwich gebloggt. Seit die ersten Developers Builds von Android 4.0 für x86 raus sind, experimentiere ich hier damit. Während Honeycomb auch auf dem Eee PC 701G bootete, verweigerte Ice Cream Sandwich dies. Hier findet sich eine Entwicklerdiskussion, die eine Erklärung liefert, warum Ice Cream Sandwich im x86-Port auf nicht Atom-CPUs Probleme bereitet. Bedeutet andererseits, dass man bei der Auswahl eines x86-Tablet PCs noch vorsichtiger bezüglich der Hardwareauswahl sein muss. Denn das ist ja das Schöne an der x86-Plattform: Man kann aus einem Fundus an Betriebssystemen (Windows, Linux, Android) wählen und damit herrlich experimentieren.

Wie offen ist Android eigentlich?

Das Android nicht wirklich Open Source ist (auch wenn man vom Android Open Source Project, AOSP) spricht, dürfte zwischenzeitlich vielen Leuten klar sein. Google hält letztlich immer den Daumen drauf und entscheidet, welche Teile des Quellcodes veröffentlicht werden. Auch arbeitet Google immer nur mit einem Hersteller an einer neuen Android-Version zusammen, während der Mitbewerb außen vor bleibt. Die Veröffentlichung des Quellcodes von Android 4.x gibt zwar vielen Entwicklern die Möglichkeit, mit diesem Betriebssystem zu arbeiten.

Aber andererseits gründet sich Googles Geschäftsmodell auch darauf, dass es den Android-Markt unter Kontrolle behält (die Inhalte sollen ja durch Google kontrolliert werden, da Werbeeinnahmen das Geld in Googles Kasse spülen). Unter diesem Gesichtspunkt fand ich einen ZDArtikel ganz spannend, den ich vor einigen Wochen gelesen habe. Dieser befasste sich mit dem Amazon Kindle Fire und skizzierte, wie Amazon durch Verwendung von Android zwar von Google und der Open Source Entwicklung profitiert hat, aber das Geschäftsmodell von Google untergräbt. Tenor des Artikels war: Auf dem Kindle Fire bleibt Google außen vor, weil alle Inhalte durch Amazon kontrolliert werden. Ähnliches lässt sich für das Nook Tablet von Barnes & Noble konstatieren. Und wenn ich hier lese, dass Barnes & Noble 1 Million Nook Tablets bestellt hat, kommen da mit den 2-3 Millionen Kindle Fires schon Stückzahlen zusammen.

Der Erfolg solcher Tablet PCs auf Android-Basis vernageln Google den Zugriff auf eine künftige Kundenbasis. Bleibt daher die Frage, wie der Softwaregigant darauf reagieren wird? In diesem Artikel geht Cnet.com auf das Thema ein und der Artikel gibt Hinweise, dass Google Android in 2012 viel stärker wird, als die bisher sichtbar war.

Und wie geht es bei Tablets in 2012 weiter?



Mit Sicherheit werden wir in 2012 eine Menge neuer Tablet PCs zu sehen bekommen. Neben Windows 8 Tablet PC werden auch jede Menge Androiden darunter sein. Die taiwanesische Digitimes geht, unter Berufung auf Hersteller, davon aus, dass sich die Tablet PCs in 2012 vor allem in der Größe und der Displayauflösung unterscheiden werden. Man erwartet eine Steierung des Tablet PC-Markts um 60% auf 95 Millionen Einheiten (wovon aber 57 Millionen iPads drunter sein sollen, für Amazon und Barnes & Noble sieht man 10 Millionen und für Samsung kommt man auf 9-10 Millionen). Der Rest teilt sich auf weitere Anbieter wie Dell, Lenovo, HP, Acer, ASUS etc. auf.

Allerdings bin ich mir nicht so sicher, wie diese Zahlen am Ende des Jahres wirklich ausschauen. Denn von Dell ist bekannt, dass sich die Firma aus dem Tablet PC-Markt zurückziehen will. Auch HP hat ja sein Gerät mit WebOS spektakulär eingestellt, plant aber wohl Windows 8 Tablets. Interessant ist, dass sich laut Digitimes die No-Name Tablet PC-Hersteller in China aus dem Tablet PC-Markt zurückziehen wollen. Grund ist der starke Preisverfall bei diesen Geräten, seit Amazon den Kindle Fire für 199 US $ anbietet. Die Verkäufer haben daher die Bestellungen für Noname-Ware um 30 bis 50% gesenkt.

Beobachter gehen davon aus, dass sich mehr als 70% der existierenden Noname-Hersteller im ersten Quartal 2012 aus dem Tablet PC Markt verabschieden werden. Als weitere Unsicherheit kommt dann noch hinzu, dass Intel Ultrabooks als neuen Trend propagiert: Kleine, leichte und lang laufende Notebooks, die mit Touchscreen und Tastatur ausgestattet sind – also einen Produktvorteil gegenüber reinen Tablet PCs bieten. Unter dem Strich: Es wird also auch 2012 extrem spannend sein, zu verfolgen, wie sich der Markt entwickelt.

Und neuer Patentärger rund um Android

Kein Tag ohne neue Nachrichten über irgend eine Patentgeschichte im Umfeld von Apple oder Android. Diesmal ist Apple aber nicht beteiligt, sondern ein kleines Startup namens Digitude Innovation. Wie Spiegel Online hier berichtet, hat das Unternehmen vor der internationalen Handelskommission der USA (USITC) Beschwerde gegen Branchengrößen wie RIM, HTC, LG, Motorola, Samsung, Sony, Amazon und Noika wegen Patentverletzungen eingelegt. Das Unternehmen fordert nun einen Einfuhrstopp für Geräte dieser Unternehmen. Das könnte auch das Amazon Kindle Fire, das Nokia Lumia 710 und Motorolas Razr treffen. Ob es sich um einen Patenttroll oder einen Strohmann handelt, ist unklar. Techcrunch.com berichtet, dass die beanstandeten Patente bis vor kurzem noch Apple gehörten. Diese wurde im im April vom Inhalbe Misubishi an Apple übertragen, gingen aber bereits am 29. November 2011 von Apple an die Firma Cliff Island. Und bereits am 30. November wurden die Patente an Digitude Innovation weitergereicht. Wäre natürlich ein netter Schachzug von Apple, einen Patentroll als “Sand im Getriebe” einzusetzen. Interessant ist nun, wie die USITC entscheidet.

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