Erneute Abzocke bei iOS-Apps

Ich hatte es ja bereits mehrfach hier im Blog davon berichtet, dass Apps für iPhone bzw. iPad mit Schadfunktionen daherkommen, die ungefragt Abonnements eingehen oder InApp-Käufe anstoßen und so die Kreditkarte per iTunes-Konto belasten. Blogger Carsten Knobloch (cachy) von stadt-bremerhaven.de weist nun in einem Beitrag darauf hin, das offenbar eine neue “Abzockwelle rollt”.


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Cachy führt Spiele wie KingdomConquest, die ganz offiziell im Apple iTunes-Store angeboten werden, als Quelle auf. Nutzer berichten, dass Beträge von 80 oder 100 Euro vom iTunes-Konto abgebucht und der Kreditkarte belastet wurden, ohne dass der Betroffene wissentlich etwas gekauft hat. Im Apple-Forum häufen sich die Meldungen, dass iTunes-Konten gehackt wurden. Ich kenne vom “hear-say” einen Fall, wo einem Geschäftsmann das iTunes-Konto zwei Mal geknackt und die Kreditkarte mit Beträgen um die 1.000 Euro belastet wurden – nimmt dann ggf. schon existenzbedrohende Formen an.

Von mir wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, mit der Angabe von Kontendaten vorsichtig zu sein. So kennt iTune nur meinen Aliasnamen, eine gültige Freemail-Adresse, aber keine Zahlungsdaten (weder Konto- noch Kreditkartennummer). Um Zahlungen abzuwickeln, sich aber vor “unbegrenzter Abzocke” zu schützen, könnte man sich eine Pre-Paid-Kreditkarte für das iTunes-Konto zulegen. Dieser Ansatz wurde beim zweiten Hack vom oben erwähnten Geschäftsmann gewählt und wird auch durch Cachy empfohlen. Für Otto-Normalnutzer ist dies aber in meinen Augen kein sinnvoller Ansatz – denn auch für Pre-Paid-Kreditkarten fallen deftige Jahresgebühren an.

Alternative wäre die Verwendung von Prepaid iTunes-Geschenkkarten (iTunes Prepaid-Karten). Da kann man in Elektronikmärkten Prepaid-Karten mit definierten Aufladesummen erwerben und dann im iTunes-Konto für App-Käufe verwenden. Cachy weist zudem noch darauf hin, dass In-App-Käufe in den allgemeinen Einstellungen des iOS-Geräts (Allgemein –> Einschränkungen –> In-App-Käufe). Diese Option ist bei meinem iPad aber gesperrt und lässt sich nicht deaktivieren (vielleicht, weil ich keine In-App-Käufe durchführen kann). Jedenfalls wird jetzt wieder die ganze Fragwürdigkeit des ganzen App-Market-Ansatzes sichtbar. Ich bin gezwungen, meine Apps im Apple iTunes-Store zu kaufen, der Anbieter schafft es aber nicht, für Sicherheit zu sorgen. Schöne neue Welt …



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