Facebook bringt auch “App-Center”

Facebook will jetzt auch “in Apps machen” – zumindest interpretiere ich eine Ankündigung im Facebook-Entwicklerblog so. Nach dem Motto “me too” wird Facebook auch ein “App Center” anbieten.


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Las sich zuerst vielversprechend: Ich brauche dann nicht mehr zu Google Play, sondern kann bei Facebook meine App auswählen. Diese wird mir dann über Google Play oder den Apple Store auf mein Mobilgerät geschickt. Und auf den ersten Blick besonders interessant: Es ist eine Flatrate für Apps im Facebook Store angedacht, so das kostenlose und kostenpflichtige Apps beziehen können sollte. Dann habe ich mich gefragt: Wie soll so was funktionieren? 5 bis 10 Euro Flatrate zahlen und mehrere Apps a 30 Euro herunterladen?

Nach dem Lesen der App Center Guidelines wurde das Ganze klarer – aber ich tue mich schwer, zu beurteilen, welche Art von Apps ich wirklich bekomme. Denn die Facebook-Leute schreiben in den App Center Guidelines, dass das App-Center die zentrale Anlaufstelle zum Auffinden von “great social apps” sei. Also die erste Einschränkung …

Liest man sich das Ganze aber weiter durch, bezieht sich wohl alles auf Apps, die irgend etwas mit Facebook zu tun haben. Denn für das App Center können sich Facebook.com-Apps, Mobil-Apps für Web sowie z. B. iOS- und Android-Apps, die eine Facebook-Anmeldung verwenden, qualifizieren. Bei theverge.com wird es in diesem Artikel noch etwas klarer:

The App Center includes both free and paid Facebook apps, as well as HTML5 apps that exist within the Facebook app itself. Android, iOS, and "desktop" apps will also be included as long as they integrate with Facebook.

Also irgend ein Tool, eine Office-App oder so dürfte dann nicht im Facebook App Center zu finden sein. theverge.com spekuliert in diesem Artikel zwar über neue Möglichkeiten, einen “Premium HTML5 App Store” aufzubauen. Aber so richtig überzeugt bin ich nicht. Man wird also abwarten müssen, was da wirklich bei rum kommt.

Unter dem Strich zeigt das Ganze aber mal wieder, wie hirnrissig der ganze Apps-Ansatz mit dem zentralen Vertrieb über Markets ist. Ich werde immer in einen Market gezwungen, um meine iOS-, Windows 8- oder Android-Apps zu erwerben. Aber mehr Sicherheit bekomme ich dafür nicht (wie zurückgezogene Apps immer wieder zeigen). Führt dazu, dass ich hier zwar eine Menge Kaufsoftware für Windows besitze, aber bisher keine einzige kostenpflichtige iOS- oder Android-App erworben habe (denn auch Sicherheitsgründen enthalten meine Konten bei diesen Anbietern keine Daten von Kreditkarten oder Bankverbindungen).


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Über Günter Born

IT-Autor, Blogger borncity.de
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