Momentan läuft ja die WorldWide Developers Conference (WWDC) von Apple in San Franzisko, auf der Neuerungen vorgestellt werden. Hat im Vorfeld ja einige Spekulationen gegeben, was man erwarten kann. Hier ein paar Infosplitter aus San Franzisko.
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Wird spannend, nachdem Apple am späten Abend den Apple-Store bereits offline genommen hat. Auch diese Site bringt momentan einen Maintenance-Screen “We’ll back soon”. Und hier strömen sie in’s Congress Center … (Quatsch: die strömen morgens um 6.00 Uhr in die Schlange der Anstehenden, um rein zu kommen).
(Quelle: heise.de)
… nachdem sie 1.600 $ Eintritt abgedrückt haben. Ja, Apple-Fan-Boy sein, ist halt kein Zuckerschlecken und Geld mit Apple verdienen, wird richtig teuer. Aber die Tickets zur 23. WWDC seien (laut Tim Cook) in 1 Stunde 43 Minuten ausverkauft gewesen.
Millionen Apps und Milliarden Downloads
Tim Cook teilt mit, dass im App Store 400 Millionen Kreditkarten-Konten registriert sind (ein Schlaraffenland für unsere chinesischen Freunde). Es gibt im App-Store 640.000 Apps – ganz ordentlich, wenn auch viel Bullshit drunter ist – wobei 225.000 auf’s iPad abgestimmt sind (meine Gratulation). Und Apple hat 30 Milliarden Downloads erreicht. Bei etwas über 7 Milliarden Menschen auf der Erde hat sich jeder im Schnitt über 4 Apps reingezerrt. An die Entwickler der Apps sind über 5 Milliarden Dollar ausgezahlt worden – was Apple nach meiner Rechnung ca. 2,1 Milliarden $ Umsatzbeteiligung beschert hat. Da bereits in 2.2011 der Umsatz mit 2 Milliarden $ angegeben wurde, scheinen da aber die Bäume nicht mehr in den Himmel zu wachsen.
Mountain Lion, iOS 6 und ein paar neue Notebooks?
Die Themen werden Macbook, sowie neue Versionen von OS X und iOS sein. Hier eine Folie (Foto von engadget.com).
(Quelle: engadget.com).
Marketing-Chef Phil Schneider stellt dann eine überholte Produktpalette vor, die nun auf Intels neue Ivy Bridge-Prozessoren aufbaut und schnellere USB 3.0-Schnittstellen bieten soll. Zudem kommen hochauflösende Retina-Displays dazu. Neu ist ein Macbook Pro – the next generation MacBook Pro.
Spiegel Online hat hier bereits einen Artikel online: das neue Macbook Pro kommt mit 15,4 Zoll Bildschirmdiagonale und 2880 x 1800 Pixel Auflösung. Als Grafikkarte kommt eine Geforce von Nvidia zum Einsatz. Das Gehäuse ist 1,8 cm dick und es sind ein QuadCore Intel Core i7 sowie bis zu 768 GByte SSD verbaut. Das Akku soll 7 Stunden halten. Die USB-Schnittstellen können sowohl USB 2.0 als auch USB 3.0. Das Modell mit 2,3 GHz i7, 8 GByte RAM und 500 GByte SSD samt 1440 x900 Pixel Display kostet 1799 US-Dollar. Die Variante mit 2,6 GHz ist für budgetfreundliche 2199 US-$ zu haben, wobei dann die Grafikkarte 1 GByte Speicher und die SSD fasst 750 GByte umfasst.
Die überholten 13 Zoll MacBook Air-Modelle sind (laut heise.de) enttäuschend, da nicht mit Retina-Display ausgestattet (Auflösung 1400 x 900 Pixel) – so was aber auch. Noch ein paar Daten: Preis zwischen 1.200 und 1.500 Dollar, 7 Std Akku-Laufzeit, 1,8 GHZ Dual-Core i5 Ive Bridge-Prozessor.
Mann, da rattern nur so die Zahlen runter. Ein 13 Zoll Teil mit 1280 x 800 Pixel und 2,5 GHz DualCore i5, 4 GB Ram = 1199 US $, 2,9 GHz = 1499 US $. Und ein 11-Zoll-Modell kommt mit 1,7 GHz CPU, gleicher Grafik und 64 GByte Flash. Bei etwas reduzierter Akkulaufzeit von 5 Stunden ist das Teil zum Schnäppchenpreis von 999 bis 1099 US-Dollar zu haben.
Software …
Apps: iMovie, iPhoto, Final Cut Pro werden offenbar mit dem neuen Retina Display gezeigt.
Dann wird etwas zu Mountain Lion erzält: iCloud ist in dieser OS X-Version eingebaut. Zahlreiche Apps unterstützen das Synchronisieren per Documents mit der iCloud. Mountain Lion wurde sehr schnell durch die Benutzer adaptiert – wesentlich schneller als Windows 7.
Es wird demonstriert, wie Dokumentbearbeitung in the cloud funktionieren könnte: Ein Dokument am Mac beginnen und auf dem iPad fertig stellen – alles über Apps. Spracheingabe am Mac mittels Dictation könnte das Tippen ablösen. Gezeigt werden auch die Sharing-Funktionen von Mountain Lion (Flickr, Twitter etc – aber kein Facebook zu sehen – ist aber in iOS 6 integriert).
Safari kommt mit Detailverbesserungen wie Visual Tabs, in der offene Seiten als Live-Vorschau betrachtet werden können. Per Gestensteuerung ist eine Zoomfunktion nutzbar. Macs werden über eine neue Funktion “Power Nap” im Ruhezustand Mails, Kalenderupdate und Photo Streams abholen oder Backups sowie Updates vornahmen.
Gezeigt wird auch AirPlayr Mirroring, wo Inhalte auf andere Geräte (Apple TV, iPad etc.) gespiegelt werden können. OS X Mountain Lion wird im Juli 2012 zum Preis von knapp 20 US $ zum Download im Mac App Store bereitstehen. Ein Upgrade von Snow Leopard ist vorgesehen, eine OS X-Kopie ermöglicht alle Macs zu aktualisieren – sprich: Wer einen Rechner kauft, erhält Mountain Lion gratis.
Und dann kommt iOS 6 als Thema. Viele Zahlen, die da präsentiert werden. iOS 6 kommt mit über 200 neuen Funktionen. Siri befindet sich seit 8 Monaten in der Lernphase und wird vorgeführt. Da werden Sportnachrichten oder Restaurant-Bewertungen abgerufen.
Danach wird das Feature FaceTime erwähnt, was nun auch per UTMS laufen soll (sofern die Provider mitspielen). Safari iCloud Tabs ermöglichen geöffnete Tabs im Browser (auch vom Mac aus) abzugleichen. Safari beherrscht “Smart App Banners”, eine neue Werbeform, in der Werbung für Drogerien, Restaurants, Bars etc. in Seiten eingeblendet werden kann,
Eine Photo Stream-Funktion soll das Teilen von Bildern ermöglichen. Fotos können auf Apple TV und im Web dargestellt und durch Freunde kommentiert werden. In Mail sind kennwortgeschützte Office-Dokumente lesbar und eine neue App Passbook ermöglicht Tickets (Bahnfahrkarten etc.) über QR-Codes zu sammeln und zu verwaltet. Passbook ist damit quasi die Briefmappe für digitale Tickets.
By, by Google Maps
Es wurde lange spekuliert, ob Google bei Apple rausfliegt. Jetzt steht es fest: Google Maps wird fallen gelassen – Apple kommt mit eigener Kartenanwendung. Anschließend stellt man die Feinheiten vor – Verkehrslage in den Karten, wobei Apple sich (angeblich anonymer) Crowdsourcing-Profile bedient – Tomtom hat das auch mal gemacht und diese Daten an die Polizei vertickt, die dann die besten Positionen für Radarfallen aus den Daten berechnete.
Neu ist die Navigationsfunktion mit Turn-byTurn-Navigation, die eine Neuberechnung bei Verkehrsstörungen vornimmt – kann mein Navi schon längern. Man kann der App unterwegs Fragen (z. B. nach Tankstellen etc.) stellen. Mit Flyover lassen sich 3D-Modelle von größeren Ortschaften anzeigen. Die Karten sind vektorbasiert – interessant ist ein Übersichtmodus, der die Gesamtfahrstrecke darstellt. Damit lehnen sich die Navi-Funktionen stark an das an, was heute von Tomtom, Garmin und Co. geboten werden.
Dann werden noch Feinheiten von iOS erläutert (Privacy-Einstellungen, oder Lost Mode für verlorene Handys). Die Beta von iOS geht ab heute an die Entwickler. Tja, und ich werde iOS 6 nicht mehr mitmachen, da das Update ab dem iPad 2 und dem iPhone 3GS angeboten wird. Bei iPod Touch wird das Update ab dem Modell 4G funktionieren.
… kein “one more thing” – Schluss, Ende, Finito. Details lassen sich hier bei Mac & i im Live-Ticker oder bei engadget.com in diesen Beiträgen hier, hier, hier und hier nachlesen. Update: Hier noch ein heise-Artikel.
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