
Alles ziemlich verwirrend! Momentan kündigt Microsoft Chef Steve Ballmer das neue Office an. Wobei zwei Varianten: Office 365 und Office 2013 in’s Rennen gehen sollen. Das heißt, Microsoft bedient sowohl das Segment “Software as a Service”, als auch ein lokal installierbares Office-Paket.
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Office 365 und Office 2013: wo sind die Unterschiede?
Office 2013 ist die Desktop-Variante des neuen Office-Pakets, die sich unter Windows 7 und Windows 8 auf Desktop-PCs, Tablet PCs und Notebooks installieren lassen wird.
Bei Office 365 handelt es sich um eine Cloud-Lösung, bei dem die Funktionen per Internet zum Client gestreamt werden. Diese Office-Lösung muss gegen eine Jahresgebühr angemietet werden und enthält auch die Office 2013-Programme sowie einige Online-Dienste wie Online-Speicher, Synchronisierung und Bereitstellen von Office-Dokumenten. Office 365 wird in verschiedenen Versionen für Geschäftskunden, Privatkunden, Bildungseinrichtungen und Behörden angeboten.
Lässt sich Office 2013 separat installieren?
Ja, Endkunden werden verschiedene Office 2013-Editionen kaufen und lokal installieren können. Der Abschluss eines jährlich zu erneuernden Lizenzvertrags ist nicht notwendig. Office 2013 kann mit einem Live ID-Konto kombiniert werden. Dann lassen sich Dokumente online speichern und gemeinsam nutzen.
Voraussetzung für die Installation von Office 2013 sind Windows 7 oder Windows 8 oder Windows Server 2008 R2 (bzw. spätere Versionen) sowie 3.5 GB freier Festplattenspeicher.
Wo kommt man an die Preview heran?
Office 365 wird von Microsoft als Customer Preview Edition (öffentliche Beta) auf den Microsoft Webseiten:
http://www.microsoft.com/office/preview/en
http://www.microsoft.com/office/preview/en/try-office-preview
angeboten. Man muss sich auf der Webseite anmelden und kann dann Office auf bis zu 5 PCs einsetzen. Auf der Seite finden sich dann die Download-Links für individuelle Apps sowie für den Installer von Office 2013. TechNet Plus oder MSDN-Abonnementen finden den Download auch in diesen Angeboten.
Nach der Anmeldung am Microsoft Online Portal lässt sich ein Click-to-Run-Installer (in Englisch oder Spanisch) herunterladen, der dann die Installation des Office-Pakets übernimmt.
Laut Winfuture.de wird die Office 365 Preview ausschließlich in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Schwedisch, Russisch und Japanisch, nicht jedoch als deutschsprachige Ausgabe, angeboten.
Momentan ist das alles noch verwirrender als bei Windows 8. Ich habe den Installer mal kurz angetestet, grottenlahm – ich war nur am warten. Und dann wurde ich mit einem englischsprachigen “Zeichentrickfilm” begrüßt, in dem mir zum Schluss “let’s get startet” entgegen gequäckt wurde – um dann mal wieder “Keine Rückmeldung” in der Titelzeile des Fensters anzuzeigen. Nach einer Gedenkminute wurde ich erneut mit einer Sign in-Meldung begrüßt. Ich hab das Ganze nach einer viertel Stunde genervt abgebrochen.
Achtung: Es ist beschissen! Heute habe ich das System gebootet und wollte mit der Bearbeitung eines Manuskripts in Word 2000 fortfahren. Ein Doppelklick auf die .doc-Datei (die schon ein komisches Symbol aufwies) öffnete dann das Ganze in einer Word 2013 Preview. Beim Setup war keine Abfrage, ob man da ein altes Office behalten wollte. Da wurde die Preview für die Webdienste einfach drüber genagelt. Ein Umbiegen der .doc-Registrierung auf Word 2000 über Öffnen mit oder die Standardprogramme war nicht möglich. Ich habe dann über die Systemsteuerung die Office 365-Preview deinstalliert und konnte wieder mit Word 2000 arbeiten. Also: Finger weg – oder alles in einer VM testen.
Was soll das? Wenn Microsoft nun meint, dass alle Anwender auf irgendwelche Cloud-Office-Lösungen im Heimbereich setzen, fahren die das nächste Projekt an die Wand.
Ich nehme mir jetzt mal eine Mütze Schlaf und sortiere morgen mal in Ruhe, was die Amis nun genau wollen. Aber irgendwie werde ich da das Gefühl nicht los, dass entweder Microsoft oder meine Wenigkeit die Skalierung verloren hat.
Update: Bei heise.de haben wohl Redakteure es geschafft die Präsentation zu verfolgen. Hier findet sich eine Zusammenfassung der Präsentation. Ganz nett zu lesen. Mein gestriger Eindruck war aber richtig: heise.de schreibt zwar, dass die Vorstellung “Neugier auf die fertige Version von Office 2013 geweckt habe”. Es gibt vorerst aber nur die (Englische Preview) der Office-365-Variante. Aus diesem Blickwinkel ist das neue Office aus meiner momentanen Sicht für mich so attraktiv wie ein Furunkel am Hintern.
Na ja, nach einer Mütze Schlaf und 1 Stunde Nordic Walking bin ich wieder friedlich – und habe mir vor 2 Tagen sogar Word 2000 unter Windows 8 installiert – ich werde also meine Manuskripte noch eine ganze Weile mit diesem Teil schreiben können.
Interessant: Auch bei mobiflip.de gibt es einen kleinen Artikel mit einer Bilderstrecke. Der Artikel endet “Ich persönlich werde mir das nicht antun, denn auch wenn ich die neue Optik von Office 2013 ganz schick finde, bin ich froh, dass ich Office nicht benötige …” – oh ha. Und hier findet sich noch ein kritischer Artikel von experts-exchange.com zum Ganzen. PC Welt gibt hier einen kurzen Überblick über die Features des neuen Office.
Link: Microsoft Office-Presseseite
Microsoft Office 2010-Titel
(c) by Günter Born www.borncity.de
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