HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test II

In Teil 1 hatte ich das Ascend Y 300 Einsteiger-Smartphone des chinesischen Hersteller Huawei kurz vorgestellt. In Teil 2 geht es um verschiedene Einzelheiten rund um das Android-Gerät, von den Innereien bis hin zu Funktionen der Benutzeroberfläche.


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Das Ascend Y 300 im Blick

Hier ist links die Rückseite des Ascend Y 300 mit den Öffnungen für die Kamera sowie den LED-Blitz zu sehen. Die Aussparung am unteren Deckelrand ermöglicht die Gehäuserückseite per Fingernagel ab zu clippen und den Deckel abzuheben. Rechts oben ist die, von der Frontseite gesehen, linke Seitenansicht dargestellt. Dort findet sich (auf Grund der EU-Selbstverpflichtung der Importeure zu einem universellen Handy-Ladegerät) eine micro-USB-Buchse, über die das Smartphone mittels des mitgelieferten USB-Kabels (micro-USB-Stecker zu USB-A-Stecker) an einen Rechner angeschlossen (und geladen) werden kann. Der USB-A-Stecker lässt sich zum schnellen Aufladen des Smartphones auch in die USB-Buchse des USB-Netzteils einstöpseln.

Im oben Bild erkennt man auch, wie der hintere Gehäusedeckel in den Gehäuserand eingelassen ist. Offenbar der Grund, warum der Deckel sitzt und nichts knarzt – klasse gemacht!

Auf dem rechten untern Foto sehen Sie die Lautstärkewippe, die an der rechten Gehäuseseite angebracht ist. Die Wippe reagiert präzise, und da keine weitere Taster oder Schalter an dieser Seite angebracht sind, lässt sie sich auch fix finden – es kann nichts verwechselt werden. Am oberen Gehäuserand finden sich noch der Ein-/Austaster sowie die 3,5 mm Audio-Klinkenbuchse.

Die Audiobuchse kann zum Anschluss eines Ohrhörer-Sets oder eines Kopfhörers verwendet werden. Ob ein Mikrofon mit 4 poligem Klinkenstecker für eine Freisprecheinrichtung funktioniert, konnte ich mangels entsprechendem Stecker nicht testen.

Insgesamt macht das Gehäuse samt der Anordnung der Bedienelemente einen sauberen und soliden Eindruck. Hier ist noch das Innenleben des Ascend Y 300 mit aufgeclipptem Deckel zu sehen.

Unten, mittig, ist der Einschub für die SIM-Karte. Zum Einlegen der SIM-Karte muss das Akku entfernt werden. Im unteren, linken Bildteil ist die eingelegte microSD-Karte im Leseslot zu erkennen.


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Ascend Y 300 – Display und Emotion UI 1.0

Nach dem Einschalten dauert es etwas, bis der Entsperrbildschirm erscheint. Das mit 800 x 600 Pixel auflösende 4 Zoll Touchdisplay zeigt eine klare Darstellung und ist auch seitlich noch tolerabel ablesbar. Im prallen Sonnenlicht ist das Display aber nicht zu gebrauchen (wurde bereits in Teil 1 berichtet). Für viele Benutzer dürften die 4 Zoll Displaygröße ausreichend sein – mir ist der Anzeigebereich aber eindeutig zu klein (zumal ich solche Geräte auch im Hinblick auf die Zielgruppe 50Plus betrachte). Auf dem Sperrbildschirm wartet HUAWEI mit einem besonderen Feature auf.

Man kann den Kreis zum Entsperren in vier verschiedene Richtungen ziehen, um spezielle Funktionen freizugeben.

nach links ziehen: entsperrt die Telefonfunktion
nach rechts ziehen: gibt lediglich die SMS-Funktion frei
nach oben oder unten ziehen: dann geht’s zum Home-Screen

Man muss also nicht immer, wie bei anderen Android-Smartphones, zum Home-Screen gehen, um Funktionen wie SMS oder Telefon oder Kamera.

Wie bei anderen Smartphones verwendet HUAWEI auch beim Ascend Y 300 eine eigene Benutzeroberfläche Emotion UI 1.0 mit speziell angepassten Symbolen. Man kann durch wischen nach links oder rechts zwischen fünf Homescreen-Seiten wechseln. Die vier unteren Symbole zum Zugriff auf die Telefonfunktion, SMS, Kontakte und den Browser sind in allen Seiten sichtbar. Im oberen Teil wechselt dagegen die Anzeige. Auf Seite 1 findet sich bei meinem Testgerät das Symbol für den Google Play Store, sowie das Feld zur Google (Sprach-)Suche.

Seite 2 (hier oben links sichtbar) enthält die hier gezeigten Symbole zum Zugriff auf den Ordner mit den Telefoneinstellungen (App Einstellungen, Hilfecenter, Designs, Profile, System-UI) sowie die Symbole zum Aufrufen von Google Maps und der Kamera. Im oberen Bereich sind einige Widgets zur Anzeige der Uhrzeit, des Wetters und zum Abspielen von Musik angeordnet. Ganz witzig: Wischt man nach links oder rechts, “faltet” sich der Widget-Bereich horizontal und mal gelangt zur nächsten Seite. Die 3D-Darstellung des Ideos X3 hat man also aufgegeben.

Auf Seite 3 (hier oben rechts sichtbar) finden sie weitere Symbole (E-Mails, Kalender) sowie die Ordner Tools, Medien, App-Verwaltung und Google-Apps. Unter Tools finden sich Apps wie Taschenlampe, UKW-Radio, Rechner, Wetter, Uhr etc. (nachfolgend oben links gezeigt). Unten rechts finden sich die Symbole der vorinstallierten Google Apps.


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In der obigen Foto-Galerie sehen Sie unten die Inhalte der Ordner Medien und App-Verwaltung. Auf dem fünften Homescreen finden sich neben den Google-Einstellungen die Symbole der aus dem Google Play Store zusätzlich installierten Apps. Seiten mit Apps, wie sie sich bei anderen Android-Geräten finden, gibt es bei der Huawei Emotion UI nicht. Und das ist auch mein Problem mit dem ganzen Ansatz. Es mag Menschen geben, die solche speziell angepassten Oberflächen cool finden. Wer ausschließlich mit dem Ascend Y 300 arbeitet, kommt schnell mit der GUI zurecht – zumal einiges gut durchdacht ist. Ich persönlich bin aber ziemlich genervt von solchen Ansätzen. Die Entwickler investieren Zeit in Features, die mir überhaupt nix bringen – im Gegenteil: bei HUAWEI-Geräten bin ich immer am Suchen, hinter welchem Symbol die gewünschte App sich nun verbirgt. Beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Android-Geräten ist das einfach kontraproduktiv.

Und ärgerlich wird es, wenn sich durch solchen Schnickschnack Android-Updates auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verzögern. Hier wäre HUAWEI, dessen Entwickler übrigens bei Android einen guten Job gemacht haben, in meinen Augen besser beraten, Android so nah als möglich an Googles Design zu belassen und sich zur Differenzierung auf andere Gerätefeatures (Hardware oder Apps) zu fokussieren.

Ich habe nun ein paar Stunden mit dem Touchdisplay gearbeitet. Bezüglich der Display-Auflösung kann man nicht meckern. Das Display reagiert auch wie erwartet. Ruckeln und stocken konnte ich nicht wirklich feststellen. Allerdings bleibt die Frage, wie das Ganze nach einigen Tagen Dauerbetrieb und Installation verschiedener Apps ausschaut. Ich habe da unterschiedliche Hinweise gelesen, dass es dann Probleme geben könnte.

In Teil 3 gehe ich noch etwas auf die App-Funktionen der vorinstallierten Apps im Hinblick auf Browser, Medienwiedergabe, Kamera etc. ein. Ein kurzer Testbericht in Form eines Youtube-Videos findet sich hier.

Artikelreihe:
i: HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test I
ii: HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test II
iii: HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test III

iv: Huawei Ascend Y 300: USB-Anbindung an einen Rechner
v: Huawei Ascend Y 300: Screenshots anfertigen

Links:
1: Huawei-Produktseite
2: Download-Seite mit Handbuch
3: Technische Daten bei inside-handy.de
4: Huawei Ascend Y300 im Test – ComputerBase
5: Huawei Ascend Y300 im Test – connect
6: Günstiges Android-Smartphone mit langer Akkulaufzeit (golem.de)
7: Ascend Y 300 Daten (Huawei)
8: Ascend Y 300 Testbericht mit Youtube-Video
9: Huawei Ascend Y300-Forum bei android-hilfe.de

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h: simvalley SP-60: Speicher als Wechseldatenträger
i: MyPhoneExplorer: Zugriff auf Android-Geräte


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Ein Kommentar zu HUAWEI Ascend Y 300–Einsteiger-Smartphone im Test II

  1. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Ich hatte es irgendwo im Hinterkopf, dass es einen netten Vergleich der Huawei Emotion UI mit der Benutzeroberfläche (User Interface = UI) eines Stock Android gibt. Hier der entsprechende Artikel Huawei EmotionUI und Stock-Android: Herstelleraufsätze im Vergleich bei AndroidPit.de.

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