Windows 10: Ende des Lizenzkeys und der Systemsteuerung?

Noch ist es über einen Monat, bis wir Windows 10 als Final zur Installation bekommen. Aber ein paar Infos rund um Windows 10 werden von Tag zu Tag bekannt. So taucht die Frage auf, ob der Lizenzschlüssel in Windows 10 ausgedient hat? Und so mancher wird die Frage nach der guten alten Systemsteuerung stellen – fliegt die raus? Weiterer Infosplitter: Bekommen OEMs unterschiedliche Preise für Windows 10-Lizenzen?


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Untote leben länger: Systemsteuerung bleibt

Die Systemsteuerung ist in den Preview-Builds von Windows 10 zwar schon recht stark beschnitten worden – vieles wird über die Einstellungen-App geregelt. Aber wie es so ausschaut, wird eine “Rumpf-Systemsteuerung” auch weiterhin in Windows 10 (GA) verfügbar sein. Wie das in den kommenden Monaten und Jahren weiter geht? Im Idealfall fliegt die Systemsteuerung raus (wie Gabe Aul hier twittert). Mal schauen, wie lange die Gnadenfrist für diesen Untoten noch ist. Ein paar Infos findet ihr auch noch bei Martin Geuß auf Dr. Windows.

Benötigt Windows 10 noch Lizenzkeys zur Aktivierung?

Die viel spannender Frage, die sich mir stellt: Bekommen Nutzer in Windows 10 noch Lizenzschlüssel in die Finger, um das Betriebssystem zu aktivieren? Die Signale sind unterschiedlich. In den Previews gibt Microsoft zwar Lizenzschlüssel aus – aber ich brauchte (nach meiner Erinnerung) noch keinen Key zur Aktivierung.

Andererseits wird es für die Windows 7/Windows 8.1-Upgrader wohl keinen Lizenzschlüssel zur Aktivierung mehr geben, wie ich in der Windows 10 FAQ (Wiki bei Microsoft Answers) ausgeführt habe. Die Infos zur Lizenzierung werden auf dem Aktivierungsserver gespeichert. Bereits vor einigen Wochen hatte mein MVP-Kollege Martin Geuß in diesem Artikel vermutet, dass die Registrierung über den Windows Store erfolgen wird (ich tippe eher, dass ein Hash aus den Maschinenparametern auf den Aktivierungsservern abgelegt wird).

Jetzt gibt es neue Spekulationen über den Wegfall des Lizenzkeys von der russischen Site OneTile. Dort hat man zwei neue Apps für Windows 10 Core und Windows 10 Pro im Windows Store (Beta) entdeckt. Die Apps lassen sich aber nicht herunterladen.

Bei windowscentral.com hat man den OneTile-Artikel in englisch aufbereitet. Es wird spekuliert, dass diese Apps möglicherweise für den Download der Upgrades und deren Aktivierung verantwortlich seien und dass dadurch eine Bindung der Maschine an das Microsoft Konto erfolgt. Microsoft hat dies aber in einem kürzlich veröffentlichten Blog-Beitrag dementiert (es wird keinen Zwang für eine Microsoft-Kontenbindung für Upgrader geben – siehe auch Windows 10-News zum Wochenende (20.6.)).

Einige Sites spekulieren nun, dass der Produktkey bald wegfallen könnte (siehe hier). Ein paar Gedanken hat sich Martin Geuß hier zum Thema gemacht. Unter’m Strich gilt: “Nix genaues weiß man nicht” – wir werden abwarten müssen, bis Microsoft sich erklärt.

Nachtrag: Zwischenzeitlich ist klar – es gibt beim Upgrade auf Windows 10 die digitale Machine-ID, über die Windows aktiviert wird. Damit ist die Lizenz an diese Maschine gebunden und kann nicht übertragen werden. Nur wer eine Windows 10-Lizenz kauft, bekommt noch einen Lizenz-Key, der eine Übertragung von Windows 10 auf einen neuen Rechner ermöglicht.

OEM-Lizenzen: Aufpreis für teure Notebooks?

Es ist ein kurzer Artikel im taiwanesischen Branchenblatt Digitimes, der bei OEMs für Aufruhr sorgt. Nach der Gratis-Lizenz für Windows 10 with Bing für Low-End-Geräte denkt Microsoft wohl über einen Aufschlag für OEM-Lizenzen von Windows 10 für High-End-Notebooks nach. (via)

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3 Kommentare zu Windows 10: Ende des Lizenzkeys und der Systemsteuerung?

  1. riedenthied sagt:

    Meine Güte, dass die Systemsteuerung sterben wird, ist eine extrem schlechte Nachricht. Es ist mir bisher nie aufgefallen, dass das ein Thema ist. Ich hatte eher gehofft, dieses App-Dingsbums fliegt wieder raus, wo man sich doch nun eigentlich etwas besonnen hat und die PC-Nutzer wieder bedienen will. Ich benutze für fast alles die Schnellbefehle a la „appwiz.cpl“ und ich würde es hassen, wenn ich mich nun stundenlang durch irgendwelche Menüs klicken muss. Für die Hausfrau, die einmal im Jahr irgendwas einstellen muss, mag das toll sein. Bei mir ist es aber der Job, der erfordert, täglich in der Systemsteuerung herumzufuhrwerken. Da muss es effizient sein und nicht bunt und mit tollen Menüs.

    • Irgendwer der sich mit der Materie auskennt sagt:

      Naja die Systemsteuerung ist ja nicht gestorben. Sie gibt es ja weiterhin.
      Und mich würde ja Interessieren welcher Job es es erfordert jeden Tag in der Systemsteuerung herzufuhrwerken. Selbst ich als Systembetreuer bin so selten in der Systemsteuerung unterwegs.

  2. Paule21 sagt:

    Ich sehe auch überhaupt keinen Vorteil in den neuen PC-Einstellungen gegenüber der Systemsteuerung. Am Ende ist es doch das gleiche in grün, nur das die App anders aussieht und besser mit den Wurstfingern bedient werden kann.

    Aber vielleicht übersehen ich den genialen Vorteil der PC-Einstellungen ja auch? Helft mir mal!

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