Microsoft Security Essentials schlägt im Praxistest AV-Hersteller

Überraschung: In einem Praxistest hat Microsoft eigene Antiviruslösung in Form der Microsoft Security Essentials die Sicherheitslösungen “renommierter” Anbieter geschlagen.


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Viele Anwender schwören ja auf Dritthersteller Security-Suites und Antivirus-Lösungen, weil die Microsoft-Lösungen ja in “Antivirus Tests”, durchgeführt von “Testlabors” regelmäßig “durchfallen”. Kein Tag, in dem Du nicht in sozialen Netzwerken oder Foren liest, wie schlecht die Microsoft Security Essentials oder der Windows Defender sind und dass Systeme sofort mit Viren und Trojanern befallen würden.

Dass ich kein Freund dieser “Antivirus Tests” bin und sehr zurückhaltend bezüglich Fremd-AV-Lösungen, speziell unter Windows 8 – 10 bin, ist ja kein Geheimnis. Ich habe die Hintergründe im Artikel Windows 10: Welche Antivirus-Lösung soll ich einsetzen? beschrieben. In meinen Augen gilt es immer eine Abwägung zwischen Chancen und Risiken zu treffen und Probleme durch AV-Lösungen zu minimieren.

Meine Argumentation ist. Durch den Windows as a Service-Ansatz von Windows 10 werden die Kollateralschäden beim Einsatz von Dritthersteller-AV-Lösungen zunehmen, ohne dass sich Sicherheitsgewinn ergibt. Denn nicht theoretische AV-Tests in Labors, sondern Real World-Erkennung sind für den Einsatz eines Produkts relevant. Wie ich gerade bei Dr. Windows lese, wurde gerade ein Test von Dennis Technology Labs veröffentlicht. Dort finden sich die Security Essentials im Mittelfeld bezüglich der Einstufung. Erkennungsrate 94%, Fehlalarme 0% – besser als Mc Afee Internet Security oder Avast! Free Antivirus, AVG oder Bullgard.

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12 Kommentare zu Microsoft Security Essentials schlägt im Praxistest AV-Hersteller

  1. Der kleine Nils sagt:

    Glaube immer dem Test, der das Ergebnis liefert, welches du hören willst 😉

  2. BananenHund sagt:

    Die dauernde Virus-Panikmache hat auch bei mir gewirkt. Und wirkt noch nach.

    Wobei das rein rational betrachtet ziemlicher Quatsch ist. Meinen Rechner habe ich mir 2009 gekauft, Windows XP Professional drauf gehabt, kein einziges Mal neu eingerichtet und keinen einzigen Virenbefall gehabt. Als AV-Lösung hatte ich zunächst die kostenpflichtige Variante von Avira, die musste aber irgendwann runter, weil Avira der Performance einen ziemlichen Dämpfer verpasst hat. Mit AVG lief die Kiste wieder wie eh und je.

    Jut. Neulich ist die Festplatte beinahe an Altersschwäche „gestorben“, die Systempartition wollte nicht mehr – via chkdsk /r konnte ich’s zwar richten – aber eine fast 7 Jahre alte Platte darf man schon mal austauschen. Bei der Gelegenheit hab ich in die Quarantäne geguckt: In über zwei Jahren hat AVG nur so 20 Dateien gesammelt. Und fast alle aus E-Mail-Anhängen, die ich eh nie geöffnet hätte.

    Nun ist Windows 10 Professional drauf – und ich bin bislang sehr zufrieden. Nachdem das Bios fertig ist, braucht das System nur so um die 9 Sekunden zum Hochfahren. Und das trotz AVG.

    Schon witzig. Wie gesagt – nur 20 verseuchte Mail-Anhänge. Und irgendwie traue ich mich noch immer nicht, AVG runter zu werfen.

    Beim Surfen hatte ich nur ein paar Warnungen, als ich mal einen gehackten Online-Shop reparieren musste. Da wurden sämtliche „index.php“s mit einem JavaScript beglückt, das … ich weiß auch nicht, was es getan hat, war verschlüsselt.

    Würden die Windows-Bordmittel denn bei so etwas auch anspringen?

    • Millenia Magiera sagt:

      Das bestätigt nur eins: Viren kommen meistens durch Mails und…. nicht alle AV-Lösungen bürsten die Mails gründlich ab/duch.
      Mach das die Security Essentials?
      Meine Internetseite war auch mal kompromitiert.
      Es passte gut zu der Einbruchwelle bei Fritz!Boxen. Ich habe die Festplattenaktivität gesehen.
      Leider speicherte ich den Passwort bei dem FTP-Client und das war ein Fehler.
      Aber mein Antivirus (der „schwache“ kostenlose Avast!) hat mir sofort „gesagt“ dass jemand einen Script in alle PHPs eingebaut hat. Erst danach kam Googel mit der Sperre.
      Gegen Routereinbrüche kommt KEINE AV-Lösung an.
      Wir sollen das bunutzen, was uns ruhig schlafen lässt.
      Wie gut, dass ich hier nichts von Stiftung Warentest lese. Die lassen sich die Tests bezahlen. Was ist mit den anderen?

      • Frank Bell sagt:

        Die Stiftung Warentest lässt sich die Tests vom Steuerzahler bezahlen!!!

        Deswegen gibt es im Test-Heft keine Anzeigen.

        Eine normale Zeitschrift (c’t, Chip, Computerbild) steckt voller Anzeigen. Da ist es normal, dass man den inserierenden Firmen nicht auf die Füsse tritt.

  3. Frank Bell sagt:

    Hallo,

    „UNS“ ist das mit Windows Defender etc. schon klar. Aber mein Arbeitgeber z.B. besteht auf einer Fremdlösung.

    Auch kenne ich zahlreiche Windows-Nutzer, die einem nicht glauben und auf diverse Zeitschriften verweisen. Da kommt dann die Frage, ob man den Autoren dieser Beiträge pauschal unterstellen wolle, dass es Lügner seien.

    Tja, so ist der Standard-Windows-User strukturiert…

    • Ralf Lindemann sagt:

      Nicht ganz zu Unrecht besteht dein Arbeitgeber im Buisness-Bereich auf eine vermutlich kostenpflichtige Fremdlösung. Auch der von Günter vorgestellte Praxistest kommt zu dem Ergebnis: „In terms of protection, the top five products were from Kaspersky Lab, Symantec (Norton), ESET, Trend Micro and McAfee. All require a license that costs money.“ (Quelle: Dennis Technology Labs: Home Anti-Virus Protection, JULY – SEPT 2015, S.2)

  4. schae sagt:

    Ich habe gestern von AVIRA Pro wieder auf Windows Defender zurück gewechselt. Ich hatte laufend Hinweise auf blockierte Seiten, während ich z.B. auf der Dr.Windows-Seite etwas gelesen hatte. Ebenfalls ist bei mir der Edge Browser immer wieder mal abgestürzt. Ob es mit AVIRA im Zusammenhang war, weiss ich natürlich nicht.

  5. Alexander sagt:

    Im Privatbereich ist meine Empfehlung schlicht „Windows Security Essentials“ bzw. den Defender zu verwenden. Ich habe einfach zu viele Systeme gesehen, wo Antivirus Suiten mehr kaputt konfiguriert haben als sie wirklich geschützt haben. Denn oft werden Funktionen verkauft, die für den 0815-Anwender nicht verständlich sind und daher unkonfiguriert bleiben.
    Da die meisten Sicherheitsprobleme auf Unwissen des Anwenders zurückzuführen sind, ist eine Antivirus-Lösung, die unauffällig im Hintergrund arbeitet und keine komplizierten Fragen stellt, besser. Der Anwender kann schlicht weniger Scheunentore offen lassen.

    Im Firmen-Umfeld ist eine zentrale Verwaltung Pflicht. Bei MSE kenne ich eine solche Möglichkeit nicht, daher spielt für mich MSE bei Firmen auch keine Rolle. Bei uns ist TrendMicro aktiv und hat schon so einiges gefunden. Oft sind es Dateien auf USB-Sticks und -Festplatten, aber auch Admin-Tools, auf deren Funktionen sich teilweise auch Schadsoftware verlassen und daher nicht ganz grundlos einen Alarm produzieren. Die Symantec-Lösung vorher war nicht so schlagkräftig, aber das kann auch an ganz einfachen Gründen liegen wie z.B. das bei einer Neuanschaffung die Software komplett neukonfiguriert wird und so keine Altlasten mitgenommen werden.

  6. Dekre sagt:

    Liebe Alle,
    kurz mein Erfahrungsbericht für Win 7 prof.- (nb – hatte auch schon vorher mal berichtet). Mit professionellen Virusscanner von McAfee habe ich mir eine BKA-Trojaner eingehandelt. Die Beseitigung war für damals (2013) für mich schwierig, da ich damals etwas gutgläubig war.
    Deshalb ERSTE Regel: Moral und Gutgläubigkeit gibt es nicht im Internet. Es muss alles hinterfragt werden, alles!
    Ich konnte den BKA-Trojaner beseitigen und habe dann auf McAfee verzichtet. und Norton Antivirus mit allen „drum und dran“ installiert. Witziges Programm, da kann man so viel einstellen und machen und man kann auch jemand anrufen. Das habe ich gemacht. Resultat – Es ist zum Vergessen. So viel geistigen Schwachsinn habe ich noch nie gehört. Irgendwie habe ich die dann mal auf meinem PC gelassen. Das Resultat – „alles ist ok“. Ich bereue das jetzt noch. Die Tipps von denen und die Tools sind, um es einfach zu sagen, nicht verwendbar. Diese finden nichts, obwohl was ist.
    leider lage Rede – tiefer Sinn:
    Ergebnis – Norton gekündigt und MSE verwendet. Dann von Malwarebytes ALLES BEIDE

    • Dekre sagt:

      habe zu viel nachgedacht – Korrektur folgt und das was ich sagen wollte.

    • Dekre sagt:

      @nun was will ich sagen =
      MSE reicht völlig aus. ABER man braucht dingend Malwarescanner. Ich habe von Malwarebytes beides in der Kaufversion. Resultat – Es lohnt sich. UND auch Adblocker – natürlich hier jetzt ausgeschaltet, denn ich gehe über einen anderen Browser.
      So ist kurz mein kurzer Kommentar kürzer.
      Grüße

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