CIA sponsort Social Media und Data-Mining-Unternehmen

Dass der US-Geheimdienst Daten sammelt, wo er nur kann, ist längst bekannt. Dabei bedienen sich die Schlapphüte auch Informationen aus sozialen Netzwerken. Die Geschichte geht so weit, dass das CIA gezielt in Firmen investiert, die im Bereich Social Media und Data-Mining aktiv sind.


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Die Informationen gehen aus diesem Dokument hervor, welches der Enthüllungssite The Intercept zugespielt wurde. Dieser Artikel von The Intercept bereitet die Informationen etwas auf. Demnach investiert der Venture Capital-Geber In-Q-Tel in die betreffenden Firmen wie Dataminr, Geofeedia, PATHAR oder TransVoyant. Hinter dem Venture Capital-Geber In-Q-Tel steht aber die CIA.

Die Liste der Firmen, die in früheren Jahren bereits gesponsort wurden, ist lang. Dieser Artikel aus 2013 listet Co-Investoren wie Intel, Polaris (Bio-Systeme), Samsung, Accel (Tenable Network Security) oder Google Venture auf. Dort ist auch eine lange Liste an Startups zu finden, die Geld von In-Q-Tel erhalten haben.

Im aktuellen The Intercept-Artikel finden sich in der Liste “Unpublicized In-Q-Tel Portfolio Companies” so illustre Namen wie Docker (Plattform für Docker-Container) oder Lookout (Cloud-basierende Mobilgeräte-Sicherheit, auch hier im Blog häufiger erwähnt). Weitere Infos finden sich im The Intercept-Artikel oder hier.


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4 Kommentare zu CIA sponsort Social Media und Data-Mining-Unternehmen

  1. Wundert mich nicht wirklich, gerade in den Sozialen Netzwerken lassen sich Trends besser feststellen als in Börsenkursen.
    Im übrigen schnüffelt der BND ja auch in den Sozialen Netzwerken, der Sponsert zwar keine Firmen die dann für sie die Daten abschöpfen aber es gibt auch andere Möglichkeiten Daten aus den Sozialen Netzwerken produktiv zu verarbeiten.

    Könnte mir durchaus gut vorstellen wenn man die Schnittstellen von Facebook kennt, lassen sich dort sehr gut Trends und Personen Verknüpfungen ganz prima Abschöpfen und dabei braucht man nicht mal gezielte Personen sondern einfach die Masse an Metadaten.

    Zum Glück beteilige ich mich nicht mehr an und in Sozialen Netzwerken!

    Wobei ich mir gut vorstellen könnte das es relativ einfach sein müsste solche Trends zu unterwandern und gezielt in andere Richtungen zu steuern.

  2. christian sagt:

    Das wundert nicht, dass Geheimdienste und Co. das tun was sie eben tun. Was mich hingegen schockiert, ist die Tatsache, dass die Bevölkerung alles hinnimmt. Ob Abhören, Foltern, false-flag-Aktionen, Regierungsumstürze und und und… oder wie in Deutschland die Geheimdienste als Sponsor von V-Männer.
    Aber solange DSDS und GZSZ gesendet wird, ist alles im Lot… und schließlich haben wir doch nichts zu verheimlichen. Wenn ich Anzahl der Demonstranten bei Demos gegen Überwachung anschaue dann, wundert es nicht, dass man die kleinen Grüppchen dann als Verschwörungstheoretiker abtun kann seitens der Medien. Und man wird auch gleich gebrandmarkt. Die Polizei hält einen fest, nimmt Personalien auf, filmt ununterbrochen und macht Fotos. Damit haben sie auch gleich die passende Datenbank voller Querulanten für den Fall der Fälle…

  3. Ja das ist Schockierend das wir uns das überhaupt gefallen lassen, und das dies wohl scheinbar den meisten Bürgern nicht nur bei uns in Deutschland im Namen Antiterror Gesetze einfach so hinnehmen.
    Wenn man schon nicht auf Demos gehen möchte sollte man auf jeden Fall diese Sozialen Medien wie die Pest meiden, es geht wirklich auch ohne.

    Im Übrigen finde ich es auch nicht gut Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Sozialen Medien zu zensieren, das zeigt nur das außer löschen unsere Regierungen nichts dagegen zustande bringen und völlig hilflos dagegen sind. Besser wäre es jeden einzelnen zu Brandmarken und entschlossen dagegen vorzugehen, aber dafür sind unsere Parteien zu uneins und wollen sich lieber von der Fremdenfeindlichkeit vor den Wahlen eine Scheibe abschneiden (siehe Seehofer und CSU oder AfD).

    • christian sagt:

      Soziale Medien? Dafür hatte ich nie ein Bedürfnis. Einzige Datenkrake: ein Googlekonto für Android. Aber auch da habe lauten die Benutzerangaben X und Y und die E-Mailadresse führt zu einem anonymen Postfach welches wiederum durch Wegwerfadressen gespeist wird. Wenn ich Kontakt zu Freunden halten will dann immer noch oldschool per Telefon oder noch besser: persönlich treffen.

      Solange die Politik Gesetze für die obere Minderheit macht wird die untere Mehrheit weiterhin das Nachsehen haben. Ich für meinen Teil halte die Mistgabel [1] [2] bereit.

      [1] The Pitchforks Are Coming…
      [2] Ich sehe Mistgabeln

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