Windows 10: Redstone 2- und 3-Update sollen 2017 folgen …

Microsoft hat gerade Redstone 1 als Windows 10 Anniversary Update freigegeben, plant und entwickelt aber schon an den Nachfolgern:  Redstone 2 und 3. Zudem wird das Redstone 1-Update in 4 Monaten in den CBB eingestellt. Hier ein paar Informationen und Gerüchte.

Microsoft hat am 3. August 2016 das Anniversary Update (Redstone 1) freigegeben, wobei viele Nutzer wohl noch ein Weilchen arten müssen, bis das Update eintrifft (siehe Windows 10 Anniversary Update Rollout erklärt). Dieses Update bringt eine Reihe Verbesserungen auf der Benutzeroberfläche und in den Funktionen, sorgt aber auch für Ärger bei Nutzern. Ich habe über Neuerungen und Probleme im Blog berichtet (siehe z.B. Windows 10 Anniversary Update – FAQ und Tipps).

Nach dem Update ist vor dem Update – Ankündigung durch Microsoft

Microsoft plant und entwickelt aber schon an den Nachfolgern (mutmaßlich Redstone 2 und 3 genannt). Meist kommen die Ankündigungen ja erst spät. Aber es gibt nun eine offizielle Ankündigung. Die Info, dass die nächsten Major Upgrades für Windows 10, von Microsoft als Feature Updates bezeichnet, im nächsten Jahr zu erwarten sind, findet sich in einem Absatz im Microsoft Blog-Beitrag What’s new for IT pros in the Windows 10 Anniversary Update. Dort gibt es die Passage:

Today’s release of Windows 10, version 1607 is initially considered the Current Branch (CB) and will become Current Branch for Business (CBB) in about four months from today…

Windows 10, version 1607 is our third Windows 10 feature update released. Based on feedback from organizations moving to Windows 10, this will be our last feature update for 2016, with two additional feature updates expected in 2017.

Windows 10 Version 1607 wandert im Dezember 2016 in den CBB

In vier Monaten wird Windows 10 Version 1607 in den Current Branch for Business (CBB) eingestellt (dann läuft das Update für Windows 10 Pro ein, falls Feature Upgrades zurückgestellt wurden). Dies lässt sich dem obigen Zitat im ersten Absatz entnehmen.

Windows 10 Version 17xx (Redstone 2 und Redstone 3)

Interessant ist aber die zweite Passage. Die Version 1607 ist das letzte Feature Update für 2016. In 2017 sind aber zwei weitere Feature Updates geplant. Dabei handelt es sich mutmaßlich um Entwicklungszweige, die unter dem Codenamen Redstone 2 und 3 laufen (sofern keine Umbenennung erfolgt). Windows Insider können bereits im August 2016 mit neuen Builds im Redstone 2-Entwicklungszyklus rechnen.

Redstone 2 dürfte irgendwann im Frühjahr 2017 allgemein freigegeben werden, während man das Redstone 3-Release für Spätsommer/Herbst 2017 einplanen kann. Was nun da neues kommt, werden wir mit der Zeit feststellen. Zumindest dürfte das Thema Treiber-Signierung (siehe folgende Linkliste) dort durchgesetzt werden. (via)

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4 Kommentare zu Windows 10: Redstone 2- und 3-Update sollen 2017 folgen …

  1. deo sagt:

    Praktisch hat man bei Windows 10 ein halbes Jahr Support für eine Build Version und danach fängt es mit der nächsten von neuem an.
    Das nennt MS “Windows as a Service”.
    Waren die 5 Jahre Support bei den Vorgängerversionen bis Windows 8.1 kein Service?
    Firmenkunden und konservative Anwender haben das geschätzt und schätzen es noch solange, sie nicht in die “Windows as a Service” – Schiene gepresst werden
    Linux wurde von Windows Anwendern dafür gescholten, dass die Versionen keinen langen Support haben. Wenn das Hauptgrund war, es zu meiden, gibt es mit Windows 10 keinen Grund mehr dafür. Noch besser: Jeder darf die LTS-Versionen nutzen. Bei MS werden dafür nur Volumenlizenzen auserkoren und dort ist die Gängelei auch nicht wenig.
    Ich habe Windows 10 auf einem PC laufen, um es kennenzulernen und hoffte, es werde mal Erwachsen. Die Hoffnung kann ich wohl aufgeben und das Experiment abbrechen. Die Ressourcen sind in den Linux Einstieg wohl besser angelegt.

  2. Ralf sagt:

    Auf der Linux-Seite habe ich eine ARCH-basierte Rolling-Release-Distribution laufen. Da bekomme ich einmal die Woche die Paketupdates (ginge auch täglich, aber ich lasse die Distributions-Macher lieber ein wenig testen). Geht alles in zehn Minuten und gibt merkwürdigerweise keine Probleme. Keine erforderlichen Neustarts, keine cryptischen Fehlercodes, die gut für eine Quizsendung im Fernsehen wären (Wer weiß denn sowas :-)) ). Das ist für mich -as a Service-. So wie man seine Wohnung in Ordnung hält, Staub putzt, Staub saugt und das Geschirr abwäscht. Man hält sein Linux-System in Ordnung und auf dem Laufenden. Bei Windows ist das immer so, als ob man stattdessen jedes halbe Jahr umziehen muss.

  3. Thomas Bauer sagt:

    Die einzelnen Windows 10 Releases haben ja einen längeren Support Zeitraum über mehrere Jahre. Die Upgrades sind eher mit einer neuen Version vergleichbar. Jeder kann sich aussuchen ob er mitmachen will. Wie kommt ihr denn nur auf so eine Idee?

    • Ralf sagt:

      Aus welchen Quellen liest Du das heraus?

      Nach https://support.microsoft.com/de-de/lifecycle?C2=18165 gibt es nur für die Enterprise LTSB Version ein neues Lifecycle-Startdatum mit dem aktuellen Redstone 1 Update. Für alle anderen Editionen gilt weiterhin die bisherige Lifecycle Period und die Aussage: A device needs to install the latest update to remain supported. Die Pro Versionen können dabei die Redstone-Updates hinauszögern, aber grundsätzlich gilt für alle die Update-Pflicht. Der Privatkunde soll eben nicht mehr aussuchen können, ob er ein Update mitmacht oder nicht. Es gibt nur ein Windows 10 Home, Pro oder Education und nur bei der Enterprise ein Windows 10 Enterprise 2016 LTSB.

      Und dadurch sind die größeren Redstone-Updates eben Feature Updates, aber keine Upgrades im Sinne von neuen W10-Releases.

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