Windows 10: Upgrade-Fehler 0x8007001F

Wirft Windows 10 beim Feature-Update auf das Anniversary Update den Fehler 0x8007001F? Oder tritt der Fehlercode beim Upgrade auf Windows 10 auf? Hier einige Hinweise auf diesen Fehlercode.


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Der Fehler wird von Windows Update gemeldet

Ich selbst habe den Fehler noch nicht gehabt. Bei Recherchen ergab sich aber, dass der Error 0x8007001F von Windows Update beim Versuch, Windows 10 als Upgrade zu installieren, ausgeworfen wird.

Error 0x8007001F

Der Fehler kann aber auch beim Feature-Update auf eine neue Windows 10-Build (z.B. Anniversary Update) auftreten.

Den Fehler entschlüsseln

Der HRESULT-Fehlercode 0x8007001F wirdin diesem Dokument leider nicht aufgelistet. Man kann den Fehlercode aber gemäß meinem Artikel Windows Fehler entschlüsseln als Windows-RAW-Fehler mit dem Fehlercode 001F decodieren. Geht man in diese Webseite, wird der Fehlercode 1F als ERROR_GEN_FAILURE (genereller Fehler) und dem Fehlertext A device attached to the system is not functioning angegeben. Also: Ein am System angeschlossenes Gerät funktioniert nicht.

Fremdvirenscanner und Tools blockieren

Geht man in diesem Thread, wird die gleiche Fehlerursache genannt. In einigen Fällen wurden installierte Fremdtools wie Virenscanner etc. als Ursache ausgemacht. Deren Treiber blockieren den Gerätezugriff.

Fremder Bootlader (Acronis, Linux)

In diesem MS-Answers-Forenthread (und her in deutsch) berichtet jemand, dass eine parallele Linux-Installation mit dem GRUB-Boot-Loader das Problem verursacht habe. Er hat dann den MBR in der Wiederherstellungsumgebung (Windows PE) mit dem Befehl:

bootrec /FixMbr

in der Eingabeaufforderung durch den Windows-Bootlader ersetzen lassen. Danach war der Fehler weg. Falls das nicht klappt, finden sich im Thread weitere Hinweise, um GRUB rauszuwerfen.

Das bringt mich auch auf den Gedanken: Falls ihr Acronis True Image eingesetzt habt, könnte deren Manipulation des Bootladers ebenfalls eine Ursache sein – einfach diesem Verdacht nachgehen.

Problem des SATA-Controllers

Im MS-Answers-Forenthread berichtet ein weiterer Nutzer, dass er das Problem nur lösen konnte, indem er die Festplatte vom SATA-Anschluss abgezogen und an einen anderen SATA-Anschluss angesteckt habe. Das deutet auf einen nicht kompatiblen Treiber für den SATA-Controller (möglicherweise wegen der Chipsatz-Treiber, die nicht kompatibel sind) hin.

In diesem Forenthread hat ein Nutzer das Update gemeistert, indem er von den SATA-Ports sowie von den USB-Ports alle anderen (nicht benötigten) Geräte abgezogen hat.

Verschobene Benutzerordner/Profilordner

Ich hatte im Blog-Beitrag Windows-Falle verschobene Benutzerordner drauf hingewiesen, dass auf andere logische Laufwerke verschobene Benutzerprofile ein Upgrade-Killer seien. In diesem Forenthread gibt es ebenfalls den Hinweis, dass auf andere Laufwerke verschobene Benutzerordner am Problem beteiligt waren. Wer also seine Registrierung geändert und die Profilordner auf andere Partitionen umgeleitet hat, sollte das rückgängig machen.

Lösung: Clean Install

Kommt man mit den obigen Lösungen nicht weiter, empfiehlt es sich, ein Windows 10-ISO-Installationsabbild herunterzuladen (z.B. per Media Creation Tool, siehe Linkliste) und dann einen Installationsdatenträger (DVD, USB-Stick) zu erstellen. Dann das System vom Datenträger booten und Windows 10 neu installieren.


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Ein Kommentar zu Windows 10: Upgrade-Fehler 0x8007001F

  1. Ralf sagt:

    Beim W10-Upgrade und den Feature-Updates würde ich in jedem Fall vorher (eine Systemsicherung machen !!!!!, ) einen installierten Drittanbieter-Virenscanner deinstallieren und im Falle eines Dual-Boot-Systems per Reparaturdatenträger den Original-MBR mit bootrec /fixmbr wiederherstellen.

    Nach dem Upgrade/Update kann man dann den Virenscanner wieder installieren und per Linux-Live-CD das Dual-Boot wieder einrichten. Das übt auch gleich, immer einen W10-Reparaturdatenträger und eine aktuelle Linux-CD zur Verfügung zu haben. Und aus eigenen Erfahrungen ist es auch deutlich besser, für beides eine DVD/CD zu verwenden (falls man noch einen DVD-Brenner im PC hat) und hier auf USB-Sticks zu verzichten (Achtung: DVD/CD beim Erstellen verifizieren lassen). Die Sticks machen genau im entscheidenden Moment gerne mal die (technische) Biege. (Denn wer kauft schon für solche Zwecke einen zuverlässigen und damit teuereren USB-Stick.)

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