Symlink-Verbesserungen in Windows 10 Creators Update

Microsoft hat zum Wochenende eine weitere Information zum kommenden Windows 10 Creators Update veröffentlicht. Bei Symlinks soll es Verbesserungen geben.


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Symbolic Links (Symlinks) sind ein Feature von Windows, mit denen man auf NTFS-Dateisystemenebene einen symbolischen Link auf ein anderes Verzeichnis (dieses kann auch auf einem anderen Laufwerk liegen) erzeugen kann. Dazu gibt es den Befehl mklink (siehe). Windows selbst verwendet dies, um die aus Kompatibilitätsgründen ggf. benötigten (z.B. Documents and Settings, Dokumente und Einstellungen etc. – siehe mein Blog-Beitrag Ordner-Mysterien in Windows Vista zu NTFS-Links).

Im Blog-Beitrag Symlinks in Windows 10! vom 2. Dezember 2016 geht auf symbolische Links, die es seit Windows Vista gibt, ein. Zum Anlegen eines symbolischen Links benötigte man bisher administrative Berechtigungen (das Recht “create symbolic link”). Diese Beschränkung soll nun in Windows 10 Creators Update entfallen. Ab Windows 10 Insider Preview Build 14972 können symlinks auch unter normalen Benutzerkonten (auf die zugreifbaren Dateien und Ordner) mit dem Befehl mklink angelegt werden.

symlink anlegen
(Quelle: Microsoft)

Der Hintergrund für diese “Lockerung” der Anforderungen ist der, dass viele Tools (aus dem Unix/Linux-Bereich wie Paket-Manager oder Git zum Code-Management) solche symbolischen Links nutzen, dann aber unter Windows für normale Benutzer nicht mehr funktionieren. Der Anwender müsste solche Programme mit Administratorberechtigungen ausführen, was für Tools im Entwicklerbereich aber nicht wirklich erwünscht ist. Nachdem die Nutzung solcher Tools explodiert ist, geht man in Windows 10 den Schritt und gibt das Erzeugen von symlinks für normale Nutzerkonten frei. Details und Hintergründe lassen sich in diesem Microsoft Blog-Beitrag nachlesen.

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6 Kommentare zu Symlink-Verbesserungen in Windows 10 Creators Update

  1. Das klingt höchst interessant, hoffe nur das es auch so Funktioniert wie es Microsoft beschreibt und das es mit nachfolgenden Updates & Upgrades keine Schwierigkeiten gibt.

  2. Ralf sagt:

    Dafür muss dann aber, wie im verlinkten Artikel beschrieben, der Developer Mode aktiviert werden. Und hier werden u. a. jede Menge Rechte auf der Verzeichnisebene geändert. Als ich das mal gemacht habe, hatte ich den Eindruck, dass man dieses wirklich nur auf einer Entwicklermaschine tun sollte, nicht aber auf einen PC, der zur sonstigen täglichen Arbeit verwendet wird (und der sich ständig im Internet bewegt).

    Insoweit stellt sich mir die Frage, ob die Abschaffung der erforderlichen Adminrechte für die symlinks nicht einfach dadurch zustande kommt, dass insgesamt die Rechtevergabe wesentlich weniger restriktiv ist (und damit für den normalen Anwender auch unsicherer).

  3. Janami25 sagt:

    Eine „Neuerung“, die wohl wie viele brauchen ?! 😉 Genauso wie vieles andere in Windows 10. Anstatt bestehende Fehler oder programmierten (Bedien-)Unsinn endlich mal anzugehen, sitzt man dran, und macht neue Baustellen auf, die garantiert wieder Auswirkungen auf etwas anderes haben dürften…so geht das halt die ganze Zeit.

    Hauptsache Neuerung und Updates, egal wie blödsinning diese auch sind, man kann sich ja damit rühmen wieder eine Neuerung rausgehauen zu haben. Und die Update Süchtigen werden es dankbar annehmen und nach noch mehr schreien. 😉

    • Tim sagt:

      „Eine „Neuerung“, die wohl wie viele brauchen ?!“

      Geht wohl weniger darum, das alle es brauchen, sondern um die, die es brauchen können. Entwickler aus der Linux Welt, das klingt im Artikel ja schon an.

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  5. Al CiD sagt:

    Ich arbeite sehr viel mit Symlinks als auch mit Hardlinks.
    Um mir die Arbeit unter Windows damit zu vereinfachen benutze ich seit Jahren das hervorragende und kostenlose Tool „Link Shell Extension“ von Schinagl, u.a. mit Integration in den Explorer… es lohnt sich die Dokumentation zu lesen.

    http://schinagl.priv.at/nt/hardlinkshellext/linkshellextension.html

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