Android-Verteilung Januar 2017 – Entwickeln für die Tonne?

Android ist ja genial erfolgreich, hält um die 80 % der Mobilgerätemarktanteile und mutiert zwischenzeitlich zur Frickelbude für Developer, die für die Tonne produzieren. So kann man die neuesten Marktzahlen zur Android-Verteilung im Januar 2017 auf den Punkt bringen.


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Google hat die Woche die neuesten Zahlen in der Android-Versionsverteilung in seinem Entwicklerblog bekannt gegeben. Die Zahlen schaue ich mir immer genauer an, auch wenn ich kein Entwickler bin. Aber als Autor schreibe ich über und zu Android – und da sollte man schon wissen, welche Android-Versionen man thematisiert. Vor einem Jahr hatte ich mal beschlossen “Android 7 ist noch zu früh, da schreibste nix drüber” – und ich habe Recht behalten. Im Sommer 2016 habe ich mal beschlossen “Android 7 ist zwar da, aber bleibt ein Nischenthema, da schreibste nix drüber” – auch alte Android-Versionen vor Kitkat (Android 4.4.4) habe ich weg gelassen – und das war auch gut so.

Die Zahlen für Anfang Januar 2017

Kommen wir zu den aktuellen Zahlen vom 9. Januar 2017. Die folgende Tabelle belegt, dass Froyo aus der Statistik rausgefallen ist und Gingerbread mit 1,0% sowie Ice Cream Sandwich nur noch mit 1,1% vertreten sind. Jelly Bean kommt über allen Versionen auf 11,6%, während KitKat mit 22,6% noch auf fast jedem fünften Android-Gerät vorkommt.


(Quelle: Google)

Gut 33,4 % der Android-Geräte laufen mit dem nicht mehr von Google unterstützten Lollipop (Android 5.x), während das auch schon ältere Android 6.0 (Marshmallow) nun auf 29,6 % der Android-Geräte läuft. Weiterhin eine heftige Fragmentierung im Android-Lager, die nicht gut ist. Und Updates gibt es für die meisten Geräte auch nicht mehr.

Bei neowin.net hat man sich in diesem Artikel die Mühe gemacht und die Veränderungen zum Vormonat mit in eine Tabelle eingepflegt.

Android 7.x – entwickeln für die Tonne

Kommen wir zum “brandaktuellen” Nougat, welches schon auf die Version 7.0 und 7.1 mit einigen Unterversionen zurückblicken kann. Da werkeln viele Google-Entwickler daran und es ist verdammt viel zu Android 7.x geschrieben worden. Nicht hier im Blog – sondern in Zeitschriften und im Web. Meine Abstinenz hat einen einfachen Grund: Ich habe kein Gerät, was Android 7.x kann (CynganoMod hat sich gerade selbst zerlegt, so dass ich erst einmal Tests zurückgestellt habe). Und so geht es auch dem Rest der Welt – kaum jemand verfügt über Android 7-Geräte – Google hat es mal wieder verkackt. Denn Android 7.x kommt gerade einmal auf 0,7% der Android-Geräte vor.

Da wird also kräftig für die Tonne entwickelt – auch ein Lebensziel. Und im Mai werden wir Neues von der nächsten Android-Version hören. Ich lobe ja Apple selten – aber auf iPhone und iPad erreichen neue iOS-Versionen binnen weniger Wochen Anteile weit oberhalb der 50% Marke. Irgend etwas macht Apple wohl besser – auch wenn da viel Mist passiert.


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6 Kommentare zu Android-Verteilung Januar 2017 – Entwickeln für die Tonne?

  1. Steffen sagt:

    Ich sehe das Problem bei den (“großen”) Herstellern wie Samsung, HTC, LG, Huawei und co. – eben jene Hersteller die bei den Kunden “den Fuß in der Tür” haben.
    Die bringen ein Gerät auf den Markt, in der Regel unterm Jahr (von der Einführung auf diversen Messen spreche ich hier nicht) und Google haut wie jedes Frühjahr eine neue Version auf den Markt – für ihre Nexus- bzw. jetzt ja überteuerten Pixel-Geräte. Und keiner der Großen bringt Zeitnah auch nur ein Update für die bisherigen Geräte heraus. Warum auch? Die Kiste ist verkauft, das neue oder gar die nächsten beiden neuen Geräte stehen schon quasi in der Produktion. Keine Ressourcenverschwendung an Altgeräten.
    Und der gemeine Endkunde? Dem ist es doch letzten Endes völlig scheißegal, welches Android in welcher Version auch immer auf seiner Kiste läuft. Dem ist nur wichtig, dass Facebook und WhatsApp laufen, man Katzenvideos bei You*** anschauen, den neusten Shice bei Instagram teilen, Selfies in alter guter Duckface-Manier und Foodposts machen und online den aktuellen Kontostand checken und vielleicht sogar noch mit der BBF telefonieren kann.
    Alles andre ist doch total nebensächlich und irrelevant. Achja, und natürlich pfleglicher Umgang ist sowieso nicht gewünscht. Denn in allerspätestens zwei Jahren, wenn der maßlosüberteuerte Vertrag verlängert wird, gibts das nächste Device (dann auch wieder ohne Update auf die neueste Android-Version) usw. CM ist ein Fall für sich – wer zu viel will der bekommt am Ende garnichts.
    Und der gemeine User hat davon sowieso keinen blassen schimmer.
    Hat es Google wirklich verkackt? Ich behaupte NEIN.
    Würde ich mir jetzt aktuell ein Device kaufen welches nicht die aktuell(st)e Androidversion drauf hat / man weiß dass es das nicht bekommt? NEIN.

    Ich habe hier ein N5 (ja, das erste aus 10/2013) und ein N9.
    Beide laufen mit Android 7.1.1 – das Nexus 5 mit der letzten CM Nightly absolut zuverlässig, flüssig und stabil über 190 Stunden am Stück und das Nexus 9 mit der letzten Android-Version von Google, dem Januar-Update.
    Das N9 ist ein reiner Rohrkrepierer (schnellstes Tablet? von wegen! Drecksding ist das!) und das N5 ist und war einfach das geilste Gesamtpaket was es gab. Und es läuft und läuft und läuft… und wird erst gegen ein anderes getauscht wenns meinen(!) Ansprüchen nicht mehr genügt – und das wird (leider) dauern…

    • Nur mal angemerkt – Du erwähnst die Nexus-Geräte – das Nexus 5 ist (genau wie mein Nexus 4) längst aus dem Support rausgefallen. Eine saubere Implementierung hätte imho sicherstellen müssen, dass der Android-Kern und auch die Dienste weiter (ohne Herstelleraktionen) Updates bekommen. Bei Google-Apps aktualisiert man ja auch.

      Da dies nie passiert ist, und Google maximal auf 18 Monate Support für Android schielt, haben die es für mich vergeigt. Aber möglicherweise bin ich zu anspruchsvoll.

      • Tim sagt:

        Zumindest bei den Nexus Geräten ist es aber so, das diese technisch unterdimensioniert gewesen sind.

        Am Nexus 7 kann man heute schön nachvollziehen, das allein Google Updates von Tabellen, Dokumente und sowas das Gerät unbenutzbar machen, weil irgendweche API oder whatever zu anspruchsvoll für die Hardware geworden sind.
        Setzt man diese Anwendungen zurück, läuft das Gerät wieder super…

        Nur das Geschrei nach Updates ist nicht die Lösung. Die Geräte müssen auch in der Lage dazu sein, die Anwendungen nach Updates noch zu nutzen.
        Das ist bei nicht modularer Wegwerf Technik einfach nicht gegeben. Aufrüsten ist nicht drin.

        Wird man zu Dick, braucht man irgendwann eine neue Hose…

  2. JohnRipper sagt:

    Samsung plant den Rollout von Android 7.x für die S7 Reihe im Januar 2017 ggf. erhöht sich dann signifikant der Anteil.

  3. Schubi sagt:

    Steffen hat völlig recht. Ich schliesse mich mal an und behaupte auch, das die Android-Version den meisten Leuten total wurscht ist solange die Apps laufen, die sie haben wollen. Erst recht da viele ihr Smartphone sowieso alle zwei Jahre tauschen.
    Warum sollte Samsung da für seine zahlreichen (ich hab gerade mal 19 auf der Homepage gezählt) Modelle über Jahre hinweg Updates bringen?
    Der Vergleich mit Apple stimmt für mich so nicht, wenn könnte man nur Nexus/Pixel und Iphone vergleichen. Mir wäre jedenfalls entgangen, daß Apple jeder chinesischen Hinterhofbude die Nutzung von IOS auf ihren Geräten erlaubt ;p

  4. Torsten sagt:

    großes Problem ist die fehlenden Treiber für die Snapdragon-CPUs 800 und 801. Somit werden viele Geräte nie Android 7 bekommen: http://www.androidauthority.com/android-7-0-snapdragon-800-801-712930/

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