Windows 10 Creators Update: App-Zwang aktivierbar …

Mit Windows 10 Creators Update kommt eine kleine, bisher wenig beachtete Funktion, mit der sich die Verwendung von Apps aus dem Store erzwingen lässt. Hier ein paar Informationen.


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In den letzten Builds für Windows 10 Creators Update experimentiert Microsoft mit einer neuen Option, die die Installation von Software aus verschiedenen Quellen steuert. Aufgefallen ist dies MSPowerUser, die den Artikel Microsoft just added the best way of preventing installation of bloatware in Windows 10 veröffentlicht haben. 

Worum geht es?

Ich habe mir die Geschichte mal angeschaut. Geht man in die Einstellungen-App kann man unter Apps in der Kategorie Apps & Features die Option ‘Wählen Sie, aus welchen Quellen Apps installiert werden können’ anpassen.

App-Quelle

In Windows 10 Build 15031 werden nur die beiden obigen Optionen angezeigt: Man kann nur Apps aus dem Store oder Apps aus beliebigen Quellen zulassen. Ab Windows 10 Build 15044 sieht die Auswahl wie nachfolgend gezeigt aus.

App-Quelle

Man soll also die Installation von Anwendungen auf Apps aus dem Store begrenzen oder diese Apps bevorzugen können. Ich habe mal “Nur Apps aus dem Store zulassen” probiert – es war verdammt hart, zwanzig getestete Programme wollten sich problemlos installieren – auch zwei Neustarts änderten nichts an dieser Tatsache. Ich wollte schon aufgeben, aber die bloggenden Kollegen von deskmodder.de haben in diesem Artikel das Ganze als “schützt vor ungewollten Programminstallationen” thematisiert. Auch Martin Geuß zeigte in diesem Artikel, dass da was blockt. Erst mit dem bei deskmodder.de im Beispiel genannten Firefox wurde mir nachfolgendes Fenster beim Ausführen des Installationsprogramms angezeigt.

Keine Ahnung, welche Voodoo-Routinen hinter den Kulissen werkeln – der Skype-Installer konnte jedenfalls munter starten. Und bereits installierte Win32-Anwendungen scheinen auch zu laufen. Ob den Ansatz eine Vereinheitlichung im Hinblick auf Windows 10 Cloud ist, kann ich nicht sagen. Bleibt die Frage, wie sinnvoll das Ganze am Ende des Tages ist?

Ergänzung: Die Entwickler hatten diese Option bereits

Tim hat in einem Kommentar auf die Entwickleroptionen hingewiesen. Ich habe also mal nachgeschaut – in der Tat gibt es bei Windows 10 schon länger (ich habe die Version 1607, Anniversary Update für den Screenshot verwendet). Hier die betreffenden Optionen.

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8 Kommentare zu Windows 10 Creators Update: App-Zwang aktivierbar …

  1. Ralf sagt:

    Bin gerade unter Linux, kann da nicht nachschauen. Aber hat man da nicht einfach die Auswahl, die es in der Win10 Pro Version schon lange gibt, einfach in die Home-Version übernommen (bzw. nur etwas erweitert)?

    Letztlich geht es doch wohl eher um die Möglichkeit, wie Apple oder Google zukünftig endlich bei jedem Software-Kauf kräftig mitzuverdienen. Und endlich einen verhassten Konkurrenten wie Steam aus dem Markt zu kegeln. (Denn dort gekaufte Spiele lassen sich dann ja auch nicht mehr installieren.)

    Und Kauf/Installation über einen Store mit Sicherheit gleichzusetzen? Na ja, weder Apple noch Google schaffen es, ihre Stores sauber zu halten. Und die Sicherheit der Powershell ist unter Windows auch schon lange ausgehebelt. Da lässt sich dann auch diese Begrenzung umgehen.

  2. Tim sagt:

    Ist das nicht nur die Funktion die schon lange auch unter „Für Entwickler“ zu finden ist?
    Wenns hier nun auch um 32-Bit Anwendungen gehen soll, hat Microsoft wirklich den Schuss nicht mehr gehört und wieder eine Funktion erfunden, die in der Masse direkt abgeschaltet werden wird. Wer braucht diesen Scheiß…?

    Langsam wirds Zeit, sich etwas zu suchen, das einen vor dollen Microsoft Features schützt! Eine neue Stufe in der Evolution der Benutzerkontensteuerung, die dann, wie unter Vista, irgendwann wieder entschärft werden muss… Kennen wir schon.

    Gibts wirklich jemanden so Bedauernswerten, der nur von Apps aus dem Store leben möchte?

  3. Thomas Bauer sagt:

    Ach Leute es gibt Firmen die ihr eigenes Ökosystem betreiben und nur Apps für ihre Firmenhardware zulassen. Die betreiben quasi einen eigen Store und dafür, genau dafür ist auch diese Funktion. Das MS auch ein wenig davon profitieren möchte und den Store versucht voran zu treiben sehe ich nicht als verwerflich an.

    • Tim sagt:

      „Das MS auch ein wenig davon profitieren möchte und den Store versucht voran zu treiben“

      …jupp… erfolgreich seit Windows 8, wie jeder weiß…

      Von diesen angeblichen Ökosystemen in Firmen hab ich auch schon gehört.
      Nur Beispiele in denen das tatsächlich auch vollständig funktioniert, kenne ich nicht, weil dann wirklich sämtliche Geräte im Unternehmen auch auf Windows 10 sein müssten und das ist eben nicht der Fall, außer in den feuchten Träumen von Microsoft selbst.

      Noch recht experimentell der ganze Spaß…

    • Ralf sagt:

      Firmen mit professioneller IT verwenden eine Software für die Programmverteilung und Gruppenrichtlinien zur Steuerung, was ein Nutzer am Gerät darf.

      Hier geht es schon um den Privatnutzer und letztlich darum, um ihn auf lange Sicht in die gewûnschte monetäre Richtung zu lenken.

      Und hinsichtlich der Sicherheit von Anwendungssoftware passiert nach meiner Erfahrung genau das Gegenteil. Dadurch, dass Updates immer durch den Prûfprozess des Stores mūssen, kommen wichtige Updates verzögert und nach einer Ermüdungsphase des jeweiligen Herstellers auch seltener. Unwichtige Updates aber öfter, um an der Spitze des Store-Rankings zu bleiben.

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  5. Der ganze Schrott lässt sich Problemlos deaktivieren, falls man sich mit der Powershell etwas näher beschäftigt hat, im übrigen lässt sich der Windows Store auch komplett abschalten und deinstallieren, falls sich in der Windows 10 Creators Update wieder was ändert, natürlich ändert sich da eine ganze menge zum guten aus auch zum schlechten, dann dauert das ein paar Tage und alle können es überall nachlesen was man dagegen machen kann das Windows nicht alle Naselang blöde Spiele wie Candy Crush nach installiert.

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