VeraCrypt Version 1.21 freigegeben

AmazonDie Entwickler der Verschlüsselungssoftware VeraCrypt haben, nach einigen Irrungen und Wirrungen, die Stable Version 1.21 zum 9. Juli 2017 freigegeben. Diese soll die Version 1.91 von VeraCrypt ablösen – die Version 1.20 fällt wegen Bugs mehr oder weniger aus. Hier einige Informationen rund um VeraCrypt.


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VeraCrypt: Verschlüsselung für Arme

In Windows wird Verschlüsselung nur in den Pro- und Enterprise-Versionen angeboten. Mit TrueCrypt stand eine Verschlüsselungslösung für die Home-Versionen von Windows, aber auch für Linux und macOS zur Verfügung. Aber TrueCrypt wurde unter windigen Begleitumständen eingestellt und TrueCrypt 7.1a  ist die letzte verfügbare Version, die noch einsetzbar war.

VeraCrypt ist die auf TrueCrypt 7.1a basierende Verschlüsselungslösung für Windows, Linux und macOS, die die Nachfolge des eingestellten TrueCrypt gilt. Die Software ist Open Source wird von der französischen Firma IDRIX auf dieser Webseite kostenlos angeboten.

Mit dem kostenlosen Programm lassen sich ganze Festplatten oder USB-Medien verschlüsseln. Das Verschlüsseln klappt auch für eine Windows-Partition (man sollte aber die Partition, auf der Windows installiert ist, nicht verschlüsseln, da das Probleme bei Upgrades bereitet). Alternativ kann man Container in Form von Dateien im Dateisystem anlegen und deren Inhalt verschlüsseln. Speziell für die Windows-Home-Varianten stellt VeraCrypt eine Möglichkeit zur Verschlüsselung bereit.

Geburtswehen der Version 1.2x

Mit der Version 1.20 sollten Bug Fixes, Leistungsverbesserungen und neue Features bereitgestellt werden. Details lassen sich in den Release Notes nachlesen. Eigentlich war für Ende Juni 2017 die neue Version 1.20 geplant. Diese wurde auch am 29. Juni 2017 freigegeben. Allerdings gab es gravierende Bugs, so dass Nutzer nicht mehr an ihre verschlüsselten Daten herankamen. Deshalb wurde die 32-Bit-Version von VeraCrypt 1.20 unter Windows temporär zurückgezogen.

Die VeraCrypt-Entwickler haben dann Anfang Juli 2017 schnell die Version 1.21 nachgeschoben, die die Probleme beheben sollte. Ich hatte im Blog-Beitrag VeraCrypt 1.21 verfügbar (Windows) berichtet, dass die Version 1.21 verfügbar sei. Allerdings gab es auch dort wohl gravierendere Probleme mit UEFI-Systemen. In kurzer Folge wurden mehrere Release Candidates von VeraCrypt 1.21 (RC1 bis RC4) freigegeben. Man musste sich diese auf diversen Webseiten zusammen suchen – weshalb ich keine dieser Versionen getestet habe.

Version 1.21 als Stable Version verfügbar

Am 9. Juli 2017 haben die Entwickler von VeraCrypt dann die Stable Version 1.21 freigegeben (danke an Ralf Lindemann für den Kommentar hier). Dort wurde vor allem ein Fehler behoben, der zum Absturz von VeraCrypt führte, wenn die CPU zwar den SSE2-, nicht aber den SSE3-Befehlssatz unterstützete. Weiterhin gab es in der Version 1.20 und in diversen Version 1.21 Release Candidaten Probleme mit UEFI-Systemen unter Windows.

Diese Probleme scheinen nun behoben. Die Release-Notes sind für die neueste Version auf dieser Seite abrufbar. So ist eine Unterstützung für FreeBSD dazu gekommen. Gleichzeitig sind auch alle unterstützten Versionen von VeraCrypt auf dieser Webseite von IDRIX herunter ladbar (man geht von CodePlex weg, da diese Hosting-Möglichkeit von Microsoft ja bald eingestellt wird).


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Ein Kommentar zu VeraCrypt Version 1.21 freigegeben

  1. Wieso „Verschlüsselung für Arme“?

    Ich sehe VeraCrypt eher als nützlich Alternative gegen Spionierende Betriebssysteme und Software, meine Datenbank Backups verschlüssele ich auch immer.

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