Windows 10: Mehrere Namen und am Bedarf vorbei entwickelt?

Zum Wochenstart noch zwei kurze Meldungen über Windows 10, die ein Licht darauf werfen, wie dieses Produkt entwickelt wird. Microsoft wird das kommende Herbst-Update von Windows 10, je nach Land, unterschiedlich benennen (müssen). Und es sieht so aus, dass Microsoft in Windows 10 fleißig Features dran strickt, und dabei am Bedarf vorbei entwickelt. Ergänzung: Bei den Namen bleibt es bei der alten Bezeichnung.


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Windows 10 Fall Creators Update oder wie?

Bisher konnte man davon ausgehen, dass Microsoft einen Namen für Windows 10 genannt und beibehalten hat. So gab es das sperrige Windows 10 V1511, um dann durch das Anniversary Update im Sommer 2016 abgelöst zu werden. Im März gab es das Creators Update, welches die Kreativen, die ja in jedem Anwender schlummern, anzusprechen.

Nur beim Namen Windows 10 Fall Creators Update hat es bei mir heftig gezuckt. Das Teil soll im Herbst kommen und bei Fall schießt mir unweigerlich ‘Fallobst’ oder fallen durch den Hinterkopf. Nun ist Christopher Covfefe aufgefallen, dass Microsoft in England das Ganze Windows 10 Authum Creators Update nennen will.

Windows Central hat es dann aufgegriffen. Mich erinnert es an ein englisches Automodell, welches ‘English Mist’ genannt wurde, welches in Deutschland nahezu unverkäuflich war.

Nun ja, bei Martin Geuß lese ich im Artikel Microsoft: Das Windows 10 Fall Creators Update hat nur einen Namen,  dass wohl jemand in England zu kreativ war mit der Namenfindung. Jetzt steht da wieder das Fall Creators Update. Die Geschichte lässt natürlich tief blicken – oder anders ausgedrückt: Freud’scher Fehler – da hat jemand unbewusst hingeschrieben, was im Rest der Welt als Name assoziiert worden wäre. Aber in Redmond ticken die Markteing-Uhren halt anders.

Nutzt wer die Creators-Features in Windows 10 V1703?

Und noch eine Frage treibt manche Leute um. Microsoft hat ja groß sein Windows 10 Creators Update für Frühjahr 2017 angekündigt und dann im März eingeführt. Da sind lauter Funktionen für die Creators unter uns drin – so 3D Paint und was weiß ich. Genau habe ich noch nicht geschaut, was die Features könnten – scheitert bei mir auch an der Hardware.

Im Herbst gibt es dann das Windows 10 Fall Creators Update, oder wie das Ding immer heißen mag. Noch mehr Creators-Features drin, da müssen sich die Leute doch die Finger nach diesen Funktionen ablecken – oder?


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Die Redaktion von MS Power User wollte es genau wissen und hat hier eine Umfrage gestartet. Die wollen wissen, ob die Leute irgend eine Funktion, die für die Creators gemacht wurde, benutzt. Das ernüchternde Fazit: Nur knapp jeder 5. Nutzer (19,48%) kann mit den Funktionen etwas anfangen. 61,13 % verwenden die Creators-Funktionen überhaupt nicht und 19,39% nur mal gelegentlich.

Gut, das ist keine repräsentative Umfrage, es haben sich nur ca. 1.200 Leute beteiligt. Trotzdem drängt sich mir der Verdacht auf, dass manches in diesem Windows 10 kräftig am Markt bzw. am Bedarf vorbei entwickelt wird – oder wie seht ihr das?

Bei MS Power User hinterfragt man übrigens häufiger den Windows 10-Ansatz von Microsoft. Vor einigen Tagen hat Michael Allison die Frage gestellt, ob Microsoft sich nicht mit dem Anspruch, jedes Jahr 2 Funktionsupdates für Windows 10 freizugeben, überhoben hat. Denn inzwischen hat sich das Spiel: Ich kündige Features an, ziehe diese kurz vor Freigabe zurück und verschiebe das Ganze auf die nächste Version. Bis dahin sind die Anwender mit Bug-Behebung beschäftigt.


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29 Kommentare zu Windows 10: Mehrere Namen und am Bedarf vorbei entwickelt?

  1. pappschachtel sagt:

    drängst sich mir / drängt sich mir (wir ziehen ein s ab und lösen auf…) 😉

    zum Thema,
    dass MS einigermaßen merkbefreit ist und agiert, ist jetzt keine so große Neuigkeit und Überraschung. Es ist immer mal wieder erstaunlich, das ja, aber sonst? Dieser Zustand hat sich halt mit win10 verdichtet. Obwohl 10, zieht man einige Überflüssigkeiten ab, ein eigentlich gutes bis sehr gutes Betriebssystem ist. So halt nur ein Betrübs…
    Auf der anderen Seite haben die aus Redmond seit Jahrzehnten so gut wie keine wirkliche Konkurrenz, schmoren nur im eigenen Saft. Linux kommt ebenfalls wegen oft unfassbarer Merkbefreitheit nicht aus den Puschen, ist keine wirkliche Alternative. Apple ein Sonderfall. Alles wie immer, .
    Man beachte nur den heise-thread “Kommentar: Linux scheitert an Egozentrik”
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Linux-scheitert-an-Egozentrik-3766433.html
    mit > 3000(!) Komments. Davon viele, die anscheinend einfach nichts (mehr) merken. Traurig. Dazu der podcast “#heiseshow: Wann kriegt Linux die Kurve und erobert den Desktop?”
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/heiseshow-Wann-kriegt-Linux-die-Kurve-und-erobert-den-Desktop-3770099.html
    hörenswert, zeigt aber auch deutlich, dass sich am oben beschriebenen Zustand wenig ändern wird. 🙁

  2. Janami25 sagt:

    Wenn man die Oberfläche stetig verändert, rechtfertigt das doch auch ganz sicher ein “Funktionsupdate”…so kann man jedes mal 3-4 Symbole ersetzen und 2-3 Menüs umstrukturieren.

    Wenn das nicht die “Erfolge” sind, auf die wir User gewartet haben, um immer wieder vor neue Probleme gestellt zu werden, weil etwas nicht läuft, was dann ?! 😉

    Es geht gar nicht um wirkliche Funktionen, wirklich wichtig ist, das der User auf diesen Update Wahnsinn anspringt, es quasi zur Sucht wird. Und das ist bei sehr vielen der Fall. Dann muss man nur noch von “Neuerung” sprechen (die kein Mensch braucht oder noch schlimmer, die es in den Vorgängern schon gab), und man steht wieder glänzend da.

    Das ist, als wenn Ich ein verrostetes Auto jede 6 Monate an anderer Stelle poliere…Hauptsache, es freut jemanden.

    Versprochene Funktionen werden dauernd verschoben – wenn diese denn überhaupt kommen – und damit sind wir da, wo wir vorher waren.

    Eine Schlagzahl in der Art der alten Service Packs hätte vollkommen gereicht, anstatt ständig Betas rauszuhauen. Aber man ist ja gerne “Testvieh” und bedankt sich auch noch dafür.

  3. Till sagt:

    Das ist doch aber kein Phänomen, welches Microsoft exklusiv für sich hat.

    Ist bei den verschiedenen ADOBE Produkten, beim Firefox und zig anderen Herstellern und Tools nicht anders. Die Hersteller versuchen krampfhaft immer neues zu präsentieren obwohl die Produkte eigentlich schon längst mehr oder weniger Feature Complete sind. Dann kommen eben oftmals mehr oder weniger sinnbefreite Dinge raus.

  4. Micha sagt:

    Bis Windows XP hatte Windows an sich ein recht überschaubares Zubehör. Das fand ich auch gut so. Man hat nur das dazu Installiert was man auch wirklich nutzen wollte.

    Weshalb möchte Microsoft eigentlich immer mit neuen Designs und Funktionen punkten?

    Eine echte Innovation wäre es den Windows Modules Installer Worker (TiWorker) mal Mehrkerntauglich zu machen. Auf PCs und Laptops mit vielen Kernen und geringer Effizienz je Kern dauert Windows Update und die Automatische Wartung von Windows sehr lange.

    • Holger K. sagt:

      Ja, endlich jemand, der die wirklich notwendigen Dinge anspricht. Nicht noch mehr Bling-Bling hinzufügen, sondern die seit Vista nicht mehr verbesserten Funktionen, die unter der Haube werkeln, aufbohren oder endlich mal dafür sorgen, dass die alte Systemsteuerung und die neuen Einstellungen zusammengeführt werden. Aber dann müsste Microsoft ja Hausaufgaben machen, denn die neue Oberfläche kann ja kein UAC triggern.

      Aber solche Dinge sind ja im Marketing nicht kommunizierbar, da die meisten Anwender damit selten bis gar nicht in Berührung kommen. Also muss dann doch wieder der Fokus auf Bling-Bling her.

      Windows 10 ist für mich ein Schweizer Taschenmesser, dass längst viel zu viele Werkzeuge in sich vereint. Ansprüche von Consumern und Profis erfüllen, über mehrere Geräteklassen hinweg und dann auch noch eine Vielzahl von Serverprodukten unterstützen, das ist in meinen Augen einfach zu viel. Es ist kein Wunder, dass wegen der Komplexität die Fehlerrate immer weiter ansteigt.

      • Sherlock sagt:

        Die Desktop-Systemsteuerung wird ja mit jeder neuen Version immer weiter abgebaut und in die Metro-Systemsteuerung integriert. Dummerweise aber jedes Mal unter Verlust wichtiger Einstellmöglichkeiten, insofern ist man nicht wirklich scharf darauf, dass es schnell vonstatten geht. Dass die gesamte Systemsteuerung von heute auf morgen nach Metro verschwindet, kann man nicht ernsthaft erwarten.
        Und die Metro-Systemsteuerung kann auch UAC triggern. Und Werkzeuge, die man nicht braucht, kann man einfach nicht benutzen. Grundsätzlich umso besser, je mehr Fähigkeiten da sind.

        • Günter Born sagt:

          Kannst Du ein Beispiel bringen, wo die Einstellungen-App die Benutzerkontensteuerung aufruft? Aktuell ist es imho so, dass unter Standard-Benutzerkonten schlicht alle Optionen, die administrative Rechte benötigen, fehlen. Bin da oft genug reingefallen, dass ich eine Funktion gesucht habe und dann irgendwann auf den Trichter kam, dass ich gerade mal wieder als Standard-Benutzer unterwegs war.

  5. ego man sagt:

    meines Erachtens sollte MS sich zu aller erst um die Stabilität des BS kümmern (es hat nämlich den Anschein wenn man die Foren so überfliegt dass mit jedem Update immer neue Probleme dazu kommen bzw. die schon vorhandenen verstärkt werden und die Kisten wie in den vorherigen Versionen auch immer langsamer werden)

  6. Markus sagt:

    Ich warte seit der Einführung von Windows 10 auf das Enterprise Feature upgrade!
    Also eine stabile Arbeitsplattform ohne unnötigen Features die kein Mensch braucht und trotzdem einen breiten Hardwaresupport bietet.
    Sozusagen ein LTSB mit aktueller Hardwareunterstützung wäre für 90% der Unternehmen vermutlich genau das was gebraucht wird.

  7. Wenn wenigstens endlich dieser Snipping Tool Bug repariert werden würde, ich meine das liese sich bestimmt auch mit einem normalen Update beheben, nein da wird wieder alles neu gemacht, Einstellungen verschoben mit neuen anderen Icons versehen das man wieder alles neu suchen und auch finden kann, kommt mir schon fast wie ein kostenloses Wimmelbild vor.
    Die Tollen neuen Features wie 3D Paint usw. nutze ich gar nicht habe ich als erstes deinstalliert, ich benötige nur das Nackte Betriebssystem und keine neuen Features.

    • Potrimpo sagt:

      “Snipping Tool Bug” – Was ist das für einer? Mir ist bislang keiner aufgefallen. Kannst Du das mal genauer erläutern, damit ich das mal testen kann?

  8. Tim sagt:

    “am Bedarf vorbei entwickelt & ob Microsoft sich nicht mit dem Anspruch, jedes Jahr 2 Funktionsupdates für Windows 10 freizugeben, überhoben hat”

    Gehts nur mir so, oder reden und schreiben schon von Anfang schon ziemlich viele in Foren und Communities von diesen Feststellungen? Das Fach-Redakteure erst jetzt Anfangen das zu hinterfragen…

    Alles was neu und toll in WIndows 10 sein soll, bedient Nischen und diese dann noch nicht mal so richtig gut. Obs um Gaming gehen soll, oder um Creators… bei Microsoft irrt man in Schlangenlinien auf einem Holzweg umher.

    Das Marketing ist super, versprechen und Ideen an sich klingen auch oft ganz gut, aber wehe man schaut genauer hin, hinterfragt mal was, oder erlebt was am Ende dabei rauskommt.
    Das letzte Mal hab ich mich angesäuert über Win10 im Vorfeld zum Gamemodus geäußert und das ganze als Nullnummer bezeichnet. Hab ich böse Kommentare für kassiert, weil ich ja nur ne böse Miesmuschel bin, und was dann gekommen ist, war noch weniger, als ich an möglichen Möglichkeiten nannte.
    Ich lag nur darin falsch, das man am Ende nicht mal darüber lachen konnte…
    Über dieses “Feature” haben wirklich ALLE berichtet und was ist es? Nichts außer Ballast und original Schlangenöl. Wenigstens keine Fälschung… mit dem nächsten großen Update kommt bestimmt der Paukenschlag und alles wird gut!

    Daneben dann noch immer diese Apps die am PC vollkommen überflüssig sind.
    Überall das gleiche Erlebnis zu bieten, hat halt seine Grenze an der jeweiligen Grenze der Geräteklasse und das kann man sich auch bei Microsoft nicht einfach wegwünschen. Ansonsten müsste Microsoft selbst mal mobile Geräte verkaufen, die die Gamingleistung eines PC besitzen. Ansonsten ists albern sich am schwächsten Tablet der Welt orientieren zu müssen, denn das wäre dann das Ergebnis.

    Sonst sollen sie neben Windows ein echtes mobiles System auf den Markt schmeißen, das es dann auch tatsächlich mit Googles Android aufnehmen kann und sich nicht vom kleineren Android die Butter vom Brot klauen lassen und dabei Windows an die Wand fahren. Nach der Windows RT pleite den Mist aber im “richtigen” Windows direkt für alle einzubauen, war die bekloppteste Idee die Microsoft jemals hatte!

    Mit 8 war man stolz bei MS Ballast entfernt zu haben und ja man hat es bemerkt, aber seit 10 haut MS mit einem Schaufelradbagger reinen Ballast oben rauf…
    Würde der ganze Müll über einen gut aufgebauten und nutzbaren Store freiwillig bezogen werden können, wäre das ja nicht mal ein Problem, aber selbst der Store ist ja scheiße…

    Wenn man schon den Bedarf nicht mehr berücksichtigt, sollte man wenigstens die Wahl lassen! Das würde Windows 10 und auch dem Store gut tun. Aber das predige ich auch schon von Beginn an. Baut den Shop aus, nehmt das gute aus Linux Paketverwaltungen und anderen Stores und schafft bei MS den Ballastzwang ab!
    Ein modulares Grund-Windows, das je nach Einsatzzweck angepasst werden kann… ein Traum… ohne App Müll und Cortana, ohne ein Infocenter das in Spielen oder beim Filmabend stört. Nen anderer kann sich dafür dann mit Apps eindecken, jeder wie er es mag halt! Wär ja möglich mit dem Store als Werkzeug…

    “One Store to rule them all, One Store to find them,
    One Store to bring them all and in the darkness bind them
    In the Land of Mordor where the Shadows lie.”

    …oder so.

    Spätestens wenn die Spielbranche noch weiter auf Linux und Apple und so richtige Universale Anwendungen umschwenkt, zum Teil mit Ablegern und nahen verwandten mobiler Spiele, gehts mit Windows richtig steil bergab, so lautet meine Prognose, denn dann wäre das kleinste Linux tatsächlich ein Windows Konkurrent. Ohne Spiele wäre Windows für mich heute nicht mehr wichtig und ich könnte es sofort ersetzen.
    Ich mag nur ein kleiner Depp sein, aber wie viele Deppen wären wir wohl am Ende?

    Wie deutlich sollen die Nutzer denn noch zeigen, das Windows 7 und nicht 8-10 in x Build Ausführungen die Nase vorn hat? 8 und 8.1 hatten ja nur Ihre Macken und man musste sich daran gewöhnen, aber seit 10 geht mir Microsoft mehr und mehr gegen den Strich. Die Masse weiß ja noch gar nicht welcher Spaß ihnen entgeht…

    Aber wenn man ehrlich ist, es ist nicht nur Microsoft, sondern diese gesamte Techverliebte Generation, die mal kurzfristige Ideen in schneller Taktung feiert, nur mit dem Hintergedanken, das Erschaffene schnellstmöglich an größere Firmen zu verkaufen, oder sonstwie Gewinne zu machen.

    Ich seh auch im Tablet und Smartphone Markt langsam alle einschlafen, weil keiner mehr Ideen durchsetzt und wachsen lässt. Es gibt theoretisch x Ideen und nix passiert damit. Selbst ältere Ideen kommen nicht aus dem Arsch, weil Geldgeier sich darum drängeln und keiner dem anderen den Vortritt lassen will.
    Nehmen wir nur Kontaktloses bezahlen per Handy und wie gut das funktioniert, das thema kreist seit den 90 Jahren… Wieviele unterschiedliche Systeme gibt es da mittlerweile, die sich gegenseitig im Weg stehen?
    Micropayment? Für 99 Cent gibt die App oder ne Fahrkarte für den Bus per App, aber die Bank will für den “elektronischen Vorgang” 50 Cent oben drauf? Das endet doch alles so erfolgreich, wie der gute deutsche elektronische Personalausweis… Hauptsache die Leute glauben und kaufen brav weiter Geräte. So lange ist die Welt in Ordnung und irgendein paar Käufer und Liebhaber findet man halt für jeden Scheiß.

    Mir hat mal vor Jahren wer gesagt ich sei Spielsüchtig (dafür schu ich halt so überhaupt kein Fernsehen) und wenn ich diese Person heute beim gemeinsamen Kaffee mitleidig betrachte, wie sie Weltvergessen auf ihren kleinen Bildschirm starrt und sich die Finger wund wischt… muss ich lächeln.

    So ticken Miesmuscheln halt…

  9. Andres Müller sagt:

    Vermutlich werden viele User einige neue Features des Creators Update benutzen ohne zu bemerken das es ein Solches ist. Zum Beispiel finden wir jetzt für die App Entwickler einige interessante Möglichkeiten die es vorher nicht gab im Bereich Audio. Windows kann jetzt nämlich nicht nur Dolby Atmos für grosse Soundanlagen wiedergeben, sondern den viel nützlicheren Raumklang für Kopfhörer. Darüber hinaus kann Windows jetzt USB-Audio (auch über Drahtlos Bluetooth) und generell verfügt Windows jetzt eigene MIDI Routinen. Viele der neuen Möglichkeiten bei Audio werden erst mit der Zeit für die Normalos sicht- bzw. hörbar werden, wenn die entsprechende Hardware und Software beworben wird.

    Den Raumklang im Kopfhörer kann bereits jetzt unter “Lautsprecher” aktiviert werden, womit man dann zum Beispiel Filme mit 5.1/7.1 Surround Klang am Computer über Kopfhörer geniessen kann und in etwa einem Jahr bei vorhandener neuer Hardware Filme mit Dolby Atmos in HD auf hoch auflösenden Monitoren.

    Für Spieleentwickler bietet das Creators Update Features (neue Funktionen in den Multimedia Library’s) die es zuvor noch nicht gab, wobei dann bei Veröffentlichung eines solchen neuen Spiels die Anwender kaum eine Ahnung haben werden dass die Möglichkeiten erst mit Windows 10 Creators gekommen sind (es sei denn der Benutzer verwende auch noch Windows 8.1 oder Windows 7 worauf dann diese Spiele auf bestimmte Features verzichten müssen -was der Anwender dann bemerkt).

    • Tim sagt:

      “Den Raumklang im Kopfhörer kann bereits jetzt unter „Lautsprecher“ aktiviert werden, womit man dann zum Beispiel Filme mit 5.1/7.1 Surround Klang am Computer über Kopfhörer geniessen kann”

      …mit jedem Stereo Kopfhörer wohlgemerkt. Auch dieses Feature ist ein eher Fragwürdiges! Und wenn ich mich nicht ganz dolle Irre, kostet es nach einer Probezeit extra, weil ja Dolby und Co draufsteht.

      Das jeder Stereokopfhörer in Verbindung mit dem menschlichen Geist und etwas Mischtechnik in der Lage ist “Raumklang” abzubilden beweist dieses Video!

      https://www.youtube.com/watch?v=nCawBLBG9QE

      • Surround Klang am Kopfhörer kann der Software Treiber auch ohne Microsoft falls du es im Treiber Aktivierst da brauche ich auch kein Windows 10 dazu.

        Dafür haben aber einige Leute das Phänomen das der Sound einfach am Headset oder Kopfhörer unter Windows 10 ausgeblendet wird sobald eine App darauf zugreift.

        • Andres Müller sagt:

          es gibt tatsächlich Soundkarten (und neueren Motherboards) die über deren Software ebenfalls Kopfhörer Surround ausgeben können, aber nicht alle und nicht “normiert” wie im Betriebssystem Windows 10.

          Der Unterschied ist unter Anderem, dass Produzenten von Multimedia Software und Hardware jetzt auf das Vorhandensein dieser Technologie bei jedem Benutzer von Windows 10 zählen können , wohingegen bisher viele konkurrierende Kopfhörer Surround -Formate existierten bzw. sie auf vielen Geräten gar nicht vorhanden sind. Zusätzlich können Spielehersteller durch Verwendung der Windows eigenen Technologie Produkte erzeugen die direkt auf die neue 3D Sound -Library von Windows zugreifen. Die Spieleprogrammierer stehen nicht mehr einer Vielzahl von individuellen technischen Lösungen gegenüber, was den Einsatz von 3D Sound in neuen Spielen leichter implementieren lässt. Das Produkt kann so auch getestet werden wie es beim User gehört wird wenn er Windows Sonic verwendet.

        • Tim sagt:

          Ins Blaue geraten liegt es dann möglicherweise am “exklusiven Modus” unter

          Sound -> Eigenschaften von Lautsprecher, oder eben dem Kopfhörer, mit rechter Maustaste -> Erweitert

          oder die Kombination von Windows Sound, Soundkarten Treiber und Kopfhörer Treiber, sofern es denn einen gibt, ergibt einen Haufen Mist.
          Ist seit 10 besonders schlimm geworden, wenn da nur einmal der Wurm drin steckte.

          Ich hoffe die jeweiligen Apps heißen nicht Skype und Co und Windows regelt den Ton gemäß Feature erkannte Kommunikation herunter?

          Sound -> Kommunikation

      • Andres Müller sagt:

        da kann ich nichts fragwürdiges an den zwei Optionen für Kopfhörer Raumklang erkennen. Ersteres ist Windows Sonic, welches einen binaural Stereo Downmix aus 7.1 und 5.1 Surround Quellen erzeugt. Das Dolby Atmos Format für Kopfhörer ist ein von Dolby lizensiertes Verfahren um die neuen in Dolby Atmos gefertigten Quellen in ein binaurales Stereo Format für Kopfhörer auszugeben. Der Edge Browser hat ebenfalls von Dolby lizensierte Technologie eingebaut um Online Videos in Atmos auf Kopfhörer auszugeben.
        Da es derzeit noch kaum Dolby Atmos Quellen gibt ist Windows Sonic ab den 5.1/7.1 Surround Quellen derzeit interessanter und kostet nichts. Die Dolby Atmos zu Kopfhörer Umrechnung kostet derzeit um die 16 Euros, aber Windows Sonic deckt zumindest bei mir sämtliche DVD/Blueray Surround Quellen ab, die neuen HD Formate sind zwar bereits im Handel angekommen, werden aber noch kaum von Normalos gekauft -weil sehr teuer. Eine Runtermischung von “Atmos”- Kinofilmen auf den Kopfhörer könnte dereinst am Computer aber trotz diesen 16 Euros die günstigste Lösung sein um solche Filme zu konsumieren -falls es irgendwann bezahlbare HD-DVD Laufwerke gibt mit denen man solche Quellen abspielen kann.

        • Tim sagt:

          Weil Raumklanggeschichten zwar bei Standlautsprechern in Räumen sinnvoll sind, jedoch bei Kopfhörern eben nicht…

          Das versuchen einige mit derartigen Demonstrationen wie im Video Leuten wie dir und mir näherzubringen.
          Das fragwürdige ist halt, ob man eine “extra” Funktion Raumklang wirklich benötigt um den Effekt zu erleben…
          Derartige Videos belegen mir, das es eben nicht so ist und der Grund ist schlicht und einfach, wie unser Gehör und unser Gehirn zusammenspielen, wenn die Tonquellen direkt auf den Ohren aufliegen und quasi gar kein Raum existiert…

    • Micha sagt:

      Das konnte schon meine alte “Sound Blaster X-Fi Xtreme Gamer” Soundkarte unter Windows XP.
      Surroundklang im Kopfhörer ist keine neue Erfindung.
      Man brauchte früher halt nur die passende Hardware und einen aktuellen Treiber.

  10. AReiland sagt:

    @Günter Born
    Im Sommer 2016 kam mit der Version 1607 das Anniversary Update raus – kein Creators Update, das die Versionsnummer 1703 trägt und im April 2017 erschien.

  11. ThBock sagt:

    Hmm!
    Wie nennen die das eigentlich auf der Südhalbkugel?
    Da ist doch dann Frühling…

    • Günter Born sagt:

      Das ist so wie die Frage: Warum fressen Eisbären keine Pinguine …

      Auf der Südhalbkugel leben keine (Nord-)Amerikaner. Und die Südhalbkubelbewohner entwickeln kein Windows – ergo kommen die in diesem Redmondschen Kosmos nicht vor ;-).

    • Tim sagt:

      Vielleicht vertritt Microsoft die flache Erde Theorie? Ist doch wieder modern geworden, selbst wenn es sogar vollkommen Banane wäre, wenn die Erde eine Bananenform hätte… ;D

      • hugsla sagt:

        MS “vertritt” überhaupt nix, die ‘leben’, wie bereits oben steht, in ihrer eigenen Suppe. Sind ziemlich merkbefreit, seit Jahren. Wie auch anders, echte Konkurrenz ist ein Fremdwort, die Produkte werden, auch wenn schlecht, am Ende trotz viel Mecker gekauft. Und das liegt in erster Linie an uns Verbrauchern.
        Was sagt das MS? Alles richtig so, wozu bewegen…

        • Tim sagt:

          “die Produkte werden, auch wenn schlecht, am Ende trotz viel Mecker gekauft. ”

          Das ist ja das Verrückte bei Windows.
          Die letzte gekaufte Version bei mir Privat war Windows 8 im 50 Euro Upgrade Angebot Zeitraum. Seit dem verschenken die Microsofties ja nur noch das, was ich vielleicht nicht kaufen würde und worüber ich trotzdem meckern kann, wobei Microsoft eben auch nicht darauf hören muss, weil verschenkt und trotzdem mit vertraglichen Regeln gespickt und eigentlich ists sogar egal ob ichs Neue nun nutze, oder zurück zu 7 wechseln würde.
          Außer der Oberfläche ändert sich doch nix vom Nutzen her betrachtet und selbst alle meine Anwendungen und Geräte laufen hier wie dort…

          Ich wäre ja froh mal wieder ein fertiges Microsoft Produkt zu kaufen, von dem ich weiß das es funktioniert, oder das ich denen zurückgeben, oder an den Kopf werfen kann, wenns mir nicht gefällt.
          Nur ist das bei Windows ja nicht mehr so, oder noch nicht wieder, oder… ich weiß auch nicht…

  12. Karl sagt:

    Eine echte Innovation wäre es den Windows Modules Installer Worker (TiWorker) mal Mehrkerntauglich zu machen..

    @Micha im Feedback Hub posten und Günter / Deskmodder bloggen den link dahin. upvotes garantiert. Wir sollten die neuen Einflußmöglichkeiten nutzen statt zu jammern.

    Ich profitiere von einigen neuen Features* des Creators Update man sollte das auf irgendwelche Apps reduzieren.

    *z. b.
    mbr2gpt, welches ich mir 2015 gewünscht habe, oder die weitere Zusammenfassung und Optimierungen der neuen Systemsteuerung bei dem ebenfalls eingereichte Änderungen wahr wurden.

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