Das Apple iPhone X

Gestern Abend hat Apple das iPhone X (das X steht für ‘Ten’) vorgestellt. Es kommt mit einem randlosen 5,8-Zoll-OLED-Display und führt so einige Neuerungen ein. Hier einige Informationen, was gestern bekannt wurde.


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Das X für Ten ist ein Hinweis, dass das ersten iPhone vor 10 Jahren von Apple vorgestellt wurde. Gleichzeitig löst Apple sich vom alten Design und wirft einige Sachen über Bord. So ist das iPhone X das erste Apple-Smartphone mit OLED-Display, welches für bessere Farben und einen geringeren Energieverbrauch sorgen soll.

iPhone X(Quelle: Apple)

Das randlose 5,8-Zoll-Display löst mit 2.436 × 1.125 Pixel auf und wird von Apple als Super Retina Display bezeichnet.

Neuerungen über Neuerungen

Neu ist, dass Apple auf den bei bisherigen Modellen verfügbaren Home-Button verzichtet. Die Funktionen werden entweder durch Seitentasten (z.B. Ein-/Ausschalter und Lautstärkewippe für Lauter) übernommen. Für einen Screenshot verwendet man nun die Ein-Taste mit der Lautstärketaste (wie dies bei Android seit langem der Fall ist). Oder man verwendet bestimmte Wischbewegungen unter iOS 11.

Statt eines Fingerabdrucksensors soll das iPhone X nun eine Gesichtserkennung zum Entsperren verwenden. Apple bezeichnet dies als Face ID, wobei eine neu entwickelte 7 Megapixel TrueDepth-Frontkamera zum Einsatz kommt. Das Ganz soll sich nicht durch Fotos von Personen täuschen lassen und bei Tag und Nacht funktionieren. Apple verspricht, dass die Chance, dass zwei Personen die gleichen ID-Daten haben, bei 1:1 Million liegen. Beim Fingerabdrucksensor liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:50.000. So richtig klappt das mit der Face ID-Funktion aber noch nicht, wie die obige, auf Twitter gezeigte, Sequenz aus der Apple-Präsentation erkennen lässt.

Das iPhone X verfügt auch über eine neu gestaltete Dual-12-Megapixel-Rückseitenkamera mit zweifacher optischer Bildstabilisierung. Im Weitwinkelmodus besitzt die Kamera eine Blende von f/1,8 während im Telemodus eine Blende von f/2,4 verfügbar ist. Ein neuer Farbfilter, mehr Pixeltief und ein neuer Bildprozessor von Apple sorgen für fortschrittliche Verarbeitung der Bilder mit weitreichenderer Farbdarstellung, schnellerem Autofokus bei schlechten Lichtverhältnissen und sollen zu besseren HDR-Fotos führen. Ein neuer Quad LED True Tone Flash bietet laut Apple eine bessere Ausleuchtung des Motivs.


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iPhone X-Daten

Im iPhone X werkelt ein von Apple entwickelter A11 Bionic Chip, der sechs Kerne aufweist und in der integrierten GPU 30 % mehr Leistung als die Vorgängerchips des iPhone 7 bringen soll. Beim iPhone X wird erstmals auch eine drahtlose Ladetechnik, Apple nennt sie AirPower (funktioniert auch bei der neuen Apple Watch und bei den neuen AirPods) verwendet. Das Akku des iPhone X soll laut Apple zwei Stunden länger als beim iPhone 7 halten.

AirPower

Fangt schon an zu sparen …

Das iPhone X kann ab dem 27. Oktober 2017 in mehr als 55 Ländern vorbestellbar sein. Der Verkauf in den Apple-Stores ist ab dem 3. November 2017 geplant. Das Gerät ist in verschiedenen Speicherausstattungen (mit 3 GB RAM) erhältlich.

Die 64-GByte-Version des iPhone X kostet 1.000 Dollar (in Deutschland ca. 1.150 Euro). Die 256-GByte-Variante wird bei 1.320 Euro liegen und ist nur in Silber oder Space-Grau erhältlich. Der folgende Tweet zeigt die Preisübersicht, die Apple präsentiert hat.

Ein paar Informationen sind hier bei Apple, bei The Verge, bei MacLife oder bei heise.de nachzulesen. Ein Hands-On ist z.B. bei The Verge abrufbar, und hier hat The Verge einen Vergleich des iPhone X mit den iPhone 7-Modellen und anderen High-End-Phones unternommen. Bei Mashable gibt es einen Artikel 8 things Apple didn’t tell us about the iPhone X und hier hat jemand Gründe gesammelt, warum das Galaxy Note 8 besser als das iPhone X ist.


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4 Kommentare zu Das Apple iPhone X

  1. Christian sagt:

    “Apple verspricht, dass die Chance, dass zwei Personen die gleichen ID-Daten
    haben, bei 1:1 Million liegen”.

    So ähnliches hat ja die Atomkraftwerk-Lobby vor Jahren auch gesagt betr.
    Möglichkeiten eines Supergaus. Und jetzt haben wir alle paar ein- bis zwei-
    stelligen Jahre Gaus mit KKWs, wobei die milderen noch einigermassen
    vertuscht werden (können).

    Ok, und wegen der Gesichtserkennung…hmm…also wenn ich mal ‘nen Pickel
    hab, dann komme ich nicht mehr in die Oberfäche ‘rein. Korrekt?

    Oder wenn meine Nase wegen Schnupfen oder zuviel saufen rot ist geht’s auch
    nimmer. Richtig?

    Aber mit einem gewölbten Foto von meinem Gesicht geht’s doch sicher noch.
    Oder?

    Wegen dem Altern mache ich mir allerdings keine sorgen, in einem Jahr kommt ja
    das noch bessere Gerät wieder heraus und liest dann mein Gebiss zum Einloggen!

    Also, dann rennt mal schön los und kauft das Ding gefälligst, sonst seid ihr in
    eurem Freundeskreis nicht mehr angesagt.

    Leute, wie ist das schön, wenn man kein Handy hat und trotzdem von den
    Freunden noch akzeptiert wird! 🙂

    Gruss, Christian

    • Ralph sagt:

      Nach dem, was in der Präsentation zu sehen war, springt das eifon einfach in den Code-Eingabe-Modus, wenn es Dein Gesicht nicht erkennt. Und ein gewölbtes Bild? Gute Idee, aber ob das dann 3d genug für die Erkennung ist?

      Schön ist in diesem Fall, dass ich keine Freunde habe. So besteht auch kein Grund, das Dingen zu kaufen.

  2. Uwe Albrecht sagt:

    Windows 10 und iPhone 10 (x) und alles wird gut?
    Hier ein ein kritischer Kommentar:

    http://www.wienerzeitung.at/meinungen/glossen/916665_Muede-Begleitmusik.html

  3. Tim sagt:

    Jaja… Gesichtserkennung zum Entsperren…

    Wenn dir das Ding dein eifersüchtiger Partner unter den Weihnachtsbaum legt, weckt dich diese Person wenigstens nicht mehr mitten in der Nacht, um in dem Gerät nach “verdächtigem” rumzuwühlen. Gesichtserkennung ist Kontaktlos, da war der Fingerabdrucksensor klar im Nachteil…

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