Windows Server Version 1709 verfügbar

Auf der Ignite 2017-Konferenz hat Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit von Windows Server Version 1709 bekannt gegeben. Das ist der Nachfolger von Windows Server 2016 und die erste Variante, die im Semi-Annual Channel mit halbjährlicher Aktualisierung, freigegeben wurde.


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Die Ankündigung erfolgt gestern im Microsoft Windows Server Blog. Microsoft schreibt: Mit halbjährlich erscheinenden Releases ist der Semi-Annual Channel darauf ausgelegt, Kunden, die die Vorteile neuer Betriebssystemfunktionen schneller nutzen möchten, kontinuierliche Innovationen zu bieten.

Anwendungsinnovation mit Containern und Micro-Services

Die neue Server-Version bietet ein aktualisiertes Server Core Container-Abbild (Image), das für Lift-and-Shift-Szenarien optimiert wurde. Bei diesem Szenario können vorhandene Codebasen oder Anwendungen mit minimalen Änderungen in Container migriert werden – und das Ergebnis ist 60% kleiner. Windows Server 1709 bietet auch ein aktualisiertes Nano Server Container-Image, das fast 80% kleiner als beim Vorgänger ist – perfekt für neue Cloud-Anwendungen oder Microservices.

Flexibilität ist, nach Ansicht von Microsoft, ein weiterer wichtiger Aspekt für Kunden, die Container betreiben. Laut Microsoft fordern Kunden eine Auswahl der verwendbaren Frameworks und Plattformen. Wie auf der DockerCon im April angekündigt, bringt Microsoft die Unterstützung für Linux-Container nativ in Windows Server 1709. Die Arbeiten an Docker sind in der Version 1709 auch fast abgeschlossen. Diese neue Flexibilität ermöglicht es, die Windows- und Linux-Container auf demselben Windows-Host nebeneinander und mit dem Linux-Kernel der Wahl zu betreiben. Die Lösungen werden von den großen Linux-Anbietern bereitgestellt.

Da Microsoft immer mehr Linux-Anwendungen auf Windows Server einbindet, will das Unternehmen auch sicherstellen, dass die aktuellen Tools und Skripte, die Nutzer verwenden, funktionieren. Das Windows-Subsystem für Linux (auch bekannt als Bash on Windows) ermöglicht Entwicklern und Betriebsteams, ihre vorhandenen Skripte in die Windows Server-Umgebung zu bringen.

Ein neues Managementerlebnis für Windows Server

Am 14. September hat Microsoft zudem das Projekt „Honolulu“ angekündigt – eine neue flexible, lokal einsetzbare, browserbasierte Verwaltungsplattform für die Verwaltung von Windows Server. Dank der Unterstützung sowohl für hybride als auch für herkömmliche, getrennte Serverumgebungen bietet das Projekt „Honolulu“, laut Microsoft, eine schnelle und einfache Lösung für gängige IT-Administrationsaufgaben mit einer schlanken Bereitstellung zur Fernverwaltung nicht nur von Windows Server, Version 1709, sondern auch von Windows Server 2016,2012 R2 und 2012.

Windows Server Version 1709 startet im Oktober 2017 auf Azure. Kunden mit Software Assurance-Vertrag für ihre Windows Server-Lizenzen oder mit MSDN-Lizenzen können die Software dann über das Volume Licensing Service Center (VLSC) ab Mitte Oktober 2017 herunterladen. Weitere Informationen und ein Video lassen sich im Microsoft Blog-Beitrag abrufen. (via)

PS: Ich bin öfters von Blog-Lesern gefragt worden, ob man Windows Server 2016 direkt auf Windows Server 1709 aktualisieren kann. Aktuell habe ich dazu keine belastbaren Aussagen. Falls jemand von Euch eine Aussage treffen kann oder eine Fundstelle kennt, kann er ja einen Kommentar hinterlassen.


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5 Kommentare zu Windows Server Version 1709 verfügbar

  1. Torsten sagt:

    wer eine SA für den Server hat und die non-GUI-Version installiert hat, kann auf 1709 upgraden. Allerdings ist man dann im SAAS gefangen mit maximal 18 Monaten Support und alle 6 Monate eine neue Version.
    Den klassischen Server wird es nur alle 2-3 Jahre geben mit 10 Jahren Support https://docs.microsoft.com/de-de/windows-server/get-started/semi-annual-channel-overview

    Schön ist auch der Kommentar mit der Namensregel für die Frühjahr 2020 Version: Server 2003. https://blogs.technet.microsoft.com/windowsserver/2017/08/24/sneak-peek-1-windows-server-version-1709/

    • Robert Richter sagt:

      Ernsthaft? Den 2016er (mit GUI) kann ich nicht upgraden? …d.h. alles neu machen?

      • Karl (al Qamar) sagt:

        inplace upgrade, wie bei Clients, nicht neu installieren

        Günter einigen wir uns auf Server 2016 1709 statt Server 2017?

        • Günter Born sagt:

          Zum Server 2017 – habe es beim Schreiben des englischsprachigen Blog-Beitrags bemerkt, aber wohl eine Textstelle übersehen (war schon etwas später in der Nacht).

          Ich glaube, ich muss den Job hier an den Nagel hängen. Wenn wir 2020 bei Windows Server 2003 angekommen sind, wie Thorsten anmerkt, kriege ich das sicherlich nicht mehr gebacken 😉

      • Torsten sagt:

        Inplace-Upgrade geht natürlich weiterhin:
        mit GUI (10 Jahre Support): 2008 –> 2008R2 –> 2012 –> 2012R2 –> 2016 –> 2019?(aka Server 1907 oder so)
        ohne GUI LTSC (10 Jahre Support): 2008 –> 2008R2 –> 2012 –> 2012R2 –> 2016 –> 2019?(aka Server 1907 oder so)
        ohne GUI SAC (18 Monate Support ab 1709): 2008 –> 2008R2 –> 2012 –> 2012R2 –> 2016 –> 1709 –> 1803 –> 1809 –> 1907

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