330.000 General Electric-Angestellte bekommen Macs

Die Firma General Electric will seinen über 330.000 Angestellten Mac-Computer zur Verfügung stellen bzw. anbieten. Gleichzeitig sollen iPhone und iPad als standardisierte Mobilgeräte-Plattform im Unternehmen eingesetzt werden.


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Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Apple und GE hervor. Hintergrund ist eine Partnerschaft zwischen Apple und GE. In deren Rahmen werden auch bestimmte Apps der GE-Predix-Plattform (für das industrielle Internet) für die iOS-Plattform entwickelt. Die Apps sind teilweise für die interne Nutzung durch GE bestimmt, andere Apps und Lösungen sollen über Apple öffentlich vertrieben werden.

Microsoft verliert Boden

Microsoft ist mit Windows nicht mehr unangefochten die erste Wahl. Gestern hatte ich darüber berichtet, dass die Fluggesellschaft Delta von Microsoft zu Apple wechselt (siehe Delta wechselt von Microsoft zu Apples iOS-Geräten). Und auch bei IBM setzt man auf Macs und Apple Geräte (insgesamt 90.000), wie ich vor einem Jahr im Artikel IBM: Macs sind über ihre Lebenszeit 543 $ günstiger als Windows-PCs berichtet habe.

Bei neowin.net schreibt man, dass für Apple die iOS-Mobilgeräte die Eintrittskarte in die Unternehmens-IT seien. Dass Microsoft die Mobilgerätegeschichte in den Sand gesetzt hat, kostet das Unternehmen jetzt Kunden. Die Site The Register hat das Thema hier aufgegriffen und titelt ‘GE goes with Apple: Not the Transformation you were looking for, Satya?’ Interessant fand ich den Punkt, den The Register im Artikel aufgreift:

When Windows became “a service” it became a perpetual beta, in which the end users are guinea pigs. Like clearing the minefield with livestock – it’s a messy way to do things.

Seit dem ‘Windows as a service’-Ansatz habe sich das Betriebssystem in eine Beta-Software verwandelt, in der Endanwender das Testervieh spielen sollen. Da sei eine chaotische Art, Dinge zu tun, ähnlich wie ein Minenfeld mit Vieh abzuräumen.

Im Artikel weist man darauf hin, dass sowohl in der Version 1703 als auch in 1709 nichts wirklich wichtiges für die Industrie in Windows 10 hinzu gekommen sei. Und was neu aufgenommen wurde, käme halbfertig zu den Kunden.

An dieser Stelle wird auch das Thema HP und das eingestellte Elite x3 Smartphone erwähnt. HP hat viel in dieses Produkt und den Continum-Ansatz investiert, wurde aber durch Microsoft ausgebremst bzw. im Regen stehen gelassen (siehe Staub aufgewirbelt: Verkaufsende für HP Elite x3). Die Microsoftler haben ja kürzlich mehr oder weniger den Tod von Windows 10 Mobile eingeläutet (siehe Microsofts Belfiore: Windows Phone-Hardware/Plattform ist tot). Alles, was bei betroffenen Unternehmen keine Freude macht – die Industrie will Kontinuität und Stabilität bei Produkten sowie Verlässlichkeit bei den Anbietern.


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14 Kommentare zu 330.000 General Electric-Angestellte bekommen Macs

  1. Al CiD sagt:

    MS grabt sich schon länger das eigene Grab… und das mit großem Erfolg.

  2. Tim sagt:

    ” Interessant fand ich den Punkt, den The Register im Artikel aufgreift:

    Seit dem ‘Windows as a service’-Ansatz habe sich das Betriebssystem in eine Beta-Software verwandelt, in der Endanwender das Testervieh spielen sollen.”

    Ach komm, Herr Born… Als wäre dieses Thema nicht von Anfang an heiß diskutiert worden. Aber da waren es ja immer nur kleine Spinner, wie ich einer bin… dann ists halt nicht interessant genug.

    Die Mehrheit klammert sich noch immer an 7 und hält die Klappe… wie gehabt.

    Ach ja… Hey MS, an einem popeligem reinem Gaming Rechner ohne großartige Extras oder Sonderkonfiguration versagt euer Update und hängt in einer RollUp Schleife fest… Ihr könnt mich mal!

    • Tim sagt:

      RollBack natürlich…

      • Was ist den das für ein popeliger Gaming PC der nicht mal ein M$ Upgrade überlebt.
        Ich habs gestern auf meiner Workstaion mit nicht mal 1 Stunde hinter mich gebracht, läuft besser den Jeh hab ich das Gefühl und ohne die geringsten Probleme.

        Hab alles so gelassen wie es war und nichts zuvor noch deinstalliert oder so!

        • Tim sagt:

          “Was ist den das für ein popeliger Gaming PC der nicht mal ein M$ Upgrade überlebt.”

          “Ich habs gestern auf meiner Workstaion mit nicht mal 1 Stunde hinter mich gebracht,”

          Das ist schon geil, das du stolz darauf bist das MS in nicht mal ganz einer Stunde schafft, was in Minuten erledigt sein sollte…
          Eine neuinstallation ist schneller als diese *piiiiiep* Updates, die zu einem reinen Glückspiel geworden sind. Eine “kleine Anzahl” erwischt es halt immer wieder…

          “Hab alles so gelassen wie es war und nichts zuvor noch deinstalliert oder so!”

          Super freut mich für dich… Meinste bei der Kiste hier war mehr als Windows, Grafikkartentreiber und eben Spiele drauf? Grad deshalb ist es ja schon wieder so traurig, denn dank einer bescheidenen Automatik die nicht funktioniert, musste halt direkt wieder manuell neu installieren und zwar NUR Windows… wie albern ist das?

  3. Sam sagt:

    Windows 10 = eine ewige Beta-Software. Genau so ist es!

  4. Mac-Shareware-Downloads mit signiertem Trojaner
    https://heise.de/-3867420
    bei Apple sieht auch nur alles nicht so Rosig aus kann ich da nur sagen.

  5. Dieter Schmitz sagt:

    Schreibe das bei heise/c’t, und die Diskussionsteilnehmer dort flippen aus, Dunkelrotfärbung inklusive:

    “When Windows became “a service” it became a perpetual beta, in which the end users are guinea pigs.”

    Die erzählen einem, dass Windows konstant VERBESSERT wird, ohne dass man bezahlen muss.

  6. Martin sagt:

    Vielleicht hat Microsoft gar nicht mehr wirklich Lust auf Windows, weil sich das App-Geschäft mit dem App-Store eventuell doch nicht so entwickelt, wie man sich das dachte. MS forciert womöglich nur noch das Cloud-Geschäft und Anwendungen (für verschiedene Plattformen). Jedenfalls finde ich diese Schlussfolgerung gar nicht so abwegig.

    Vielleicht macht MS das mit den halbjährlichen Upgrade-Orgien extra anfällig, damit es für Firmen einen Grund gibt, auf die teure Enterprise Version mit Langzeit-Support zu setzen. 😉

    Ich bleibe, solange es geht, auf Windows 7. Für meinen Duplexdrucker und meinen alten Scanner gibt es ohnehin keine Treiber und die Faxsoftware von AVM scheint auch nach jedem Windows 10 Upgrade neu hingepfrimelt werden zu müssen, was ich so gelesen habe. Auf das alles habe ich absolut keine Lust und bin froh, dass alles, was ich so nutze und automatisiert habe, läuft.

  7. Bensoras sagt:

    Nun das mit dem (ewigen) Beta – Status ist m. E. nicht von der Hand zu weisen, auch wenn ich den Eindruck habe, dass es seit den Anfängen nach meinem empirischen Empfinden insgesamt eine Fortschrittstendenz gibt.

    Allerdings ist das nur relativ zu sehen! Das Problem könnte vermutlich darin liegen, eine gewisse Zeit nach Produkteinführung wird u. U. durchaus enormer Zusatzaufwand toleriert, doch ohne überproportionale Besserung wird man sich vermutlich über ein überproportionales Sinken des Verständnisses nicht wundern müssen.

    Mein Empfinden derzeitiger Praxis:
    Innerhalb eines halben Jahres werden viele Fehler korrigiert.
    Ein etwaiger Rest wird mit einem neuen Funktions- Update überschrieben oder wieder übernommen und neue Fehler kommen hinzu. Die nächste Halbjahreskorrekturperiode ist eingeläutet u.s.w. Das ist schlicht weg zu viel Unruhe ohne ein Lichtblick am Horizont!
    Damit werden insoweit aber zunächst nur technische und Aspekte von Effizienz angesprochen.

    Bei der Gelegenheit sei angemerkt, mir fällt immer mal wieder im www die Thematisierung der Problematik der Veränderung von Einstellungen auf.
    Alles schön und gut. Die Angelegenheit hat halt nur zwei Seiten.
    Ohne z. T. derartiger Änderungen würden derzeit teils auch keine Fehler korrigiert werden z. B. durch ein Funktionsupdate oder ein Inplace – Upgrade, die aktuell in letzter Instanz oft noch einfachen Varianten für Korrekturen bei (schwerwiegenden) Fehlern.
    Da wird es wohl besser sein, ein paar Klicks im Nachhinein (das kleinere Übel) in Kauf zu nehmen, als noch mehr Ungestüm (ein größeres Übel) zu erzeugen.

  8. Uwe Albrecht sagt:

    Es gibt ja eine Reihe von Meldungen und Kommentaren zu diesem Thema. Günther Born hat sicher immer den kritischen Blick und die ausreichende Distanz zur Microsoft-Marketing-Sprache, aber wenn selbst auf Seiten, die sich mehr oder weniger offen als Sprachrohr für Microsoft-Produkte verstehen, diese Kommentare kommen, zeigt sich, wie gefährlich die Situation für Microsoft wird. Auch ehemals treue MS-Fans trauen es der Firma nicht mehr zu, mit der jetzigen Produktpolitik IT-relevant zu bleiben.

    https://www.drwindows.de/news/firmenkunden-wechseln-zu-ios-schreckensmeldung-oder-business-as-usual#scVBConnectorComments

    • Potrimpo sagt:

      Den Artikel hast Du aber auch gelesen, nicht nur die Kommentare?

      Zumal Günter diesmal tatsächlich eine – falsche – Überschrift gewählt hat. Mitnichten bekommen 330.000 Mitarbeiter Macs. In der Presseerklärung steht jedenfalls nichts davon:
      “GE will standardize on iPhone and iPad for mobile devices and also promote Mac as a choice for its global workforce of more than 330,000 employees.”

      Eine Wahlmöglichkeit zu promoten heißt nicht, alle damit auszustatten. Im Text sagt Günter dann ja auch “anbieten”.

      Inwieweit das tatsächlich zu Konsequenzen führt, wird die Zukunft zeigen.

      • Al CiD sagt:

        Allein solch eine Meldung seitens GE und anderer “global player” dürfte nicht unbedingt Vertrauen in die MS-Produkte bzw. Produktpolitik einflößen… da werden wohl viele andere nach ziehen.

        Positive Werbung für MS sieht anders aus, oder?

        • Potrimpo sagt:

          Dass Apple Werbung für MSFT machen würde, wäre allerdings auch ungewöhnlich. Und eine Mitteilung über den Einsatz von Produkten, die MSFT schlichtweg nicht mehr anbietet – leider -… Die Überschrift ist dennoch falsch. Mobile wird jetzt Apple eingesetzt – also statt Android (MSFT ist da ja außen vor), Mac werden “promoted”. Daraus ein “alle werden mit Macs ausgestattet” – ist ein wenig, mindestens vorschnell.

          Das war übrigens keine Meldung von GE, sondern von Apple. Und auch kein Werbespot von MSFT.

          GE setzt übrigens auch noch Siemens ein. Müssen wir uns jetzt darüber auch noch Gedanken machen, weil die Info von Apple keine Siemens-Werbung ist?

          Dennoch hätte sich MSFT als “Global Player” natürlich besser positionieren dürfen. Muss MSFT selber für sich entscheiden.

          Für mich heißt die Schlagzeile aber eigentlich: GE entscheidet sich für iOS statt Android bzw. Apple statt Google.

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