Intel CPU mit AMD-GPU kommt 2018

Faustdicke Überraschung: Intel kündigt für Anfang 2018 einen Core-Prozessor der achten Generation samt GPU von Konkurrenten AMD und HBM2-Speicher an.


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Ich komme irgendwie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor zwei Tagen lese ich bei heise.de, dass Intel aus Auftragsfertiger ARM-Prozessoren ab 2018 herstellen will. Bisher waren ARM und Intel doch arge Feinde. Auch zwischen Intel und AMD konnte in der Vergangenheit nicht von Freundschaft gesprochen werden, waren die Firmen doch Mitbewerber.

In diesem Dokument kündigt Intel nun eine faustdicke Überraschung an. Ein Anfang 2018 erscheinender Chips soll eine Intel Core-CPU der achten Generation enthalten, der zusätzlich über eine AMD-Radeon-Grafikeinheit und HBM2-Videospeicher verfügt.


(Quelle: YouTube)

Dieses Paket soll ein kompaktes Produkt mit 50 % weniger Materialverbrauch als bei herkömmlichen Designs ermöglichen. Sowohl bei Golem als auch bei heise.de finden sich Artikel mit ergänzenden Informationen.


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5 Kommentare zu Intel CPU mit AMD-GPU kommt 2018

  1. g mandsen sagt:

    “als Auftragsfertiger”
    ?

  2. Al CiD sagt:

    Ich bin mal gespannt, ob AMD damit verlieren oder gewinnen wird.

    AMD bekommt wohl Lizenzen bezahlt.
    Besonders im Notebooksektor wurden sie ja immer stiefmütterlich behandelt, auf der anderen Seite ist der große Vorteil im gleichen Sektor gegenüber Intel dann wohl weg: eine viel bessere GPU bei (mittlerweile) vergleichbarer CPU (Zen).

    Bin mal gespannt, ob das klug war.

  3. Holger sagt:

    Tja, Intel hat in den Jahren, in denen sie im Desktop und Serverbereich keine nennenswerte Konkurrenz hatten, seine Hausaufgaben nicht gemacht. Im Mobilbereich haben sie immer noch nicht wirklich etwas zu bieten, denn die Atom-CPUs sind immer noch keine Konkurrenz gegenüber den verschiedenen ARM-SOCs und werden es wohl auch nie sein. Dazu besteht eine Atom-CPU einfach aus zu vielen Transistorfunktionen mit viel zu viel Ballast. Das ARM-Design ist der Beweis, dass das RISC-Prozessorkonzept was die Stromaufnahme anbelangt, durch nichts zu schlagen ist.

    Jetzt hat AMD nach Jahren des selbstverschuldeten Hinterherhinkens durch das nicht konkurrenzfähige Bulldozer-Design endlich eine Prozessorgeneration auf den Markt gebracht, die in einigen Bereichen nicht nur mit Intel auf Augenhöhe sich befindet, sondern sogar durch den Einsatz von mehr Kernen auf einem Die an Intel vorbeizieht. Intel kann AMDs Threadripper immer noch keine lieferbaren Prozessoren entgegenstellen. Intels integrierte Grafik kann leistungsmäßig immer noch nicht mit der von AMD mithalten.

    Da verwundert es mich nicht, dass man bei Intel plötzlich Kooperationen mit Konkurrenten beginnt. Dies ist das Eingeständnis, dass man in einer Reihe von Unternehmenssegmenten über viele Jahre hin anscheinend mehr oder weniger geschlafen hat oder sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat. Intel hat den Mobilprozessormarkt ja nicht erst seit Beginn dieser Dekade verschlafen. Ich habe Anno 2004 mir einen Palm Tungsten T3 Handheld gekauft. Dieser hatte einen Intel XScale Prozessor, das Grunddesign stammte von ARM, weil Intel schon damals nicht in der Lage war, einen Mobilprozessor mit einer so geringen Stromaufnahme zu designen, dass dieser in einer solchen Gerätekategorie eingesetzt werden konnte. Das einzige wirklich hervorragende RISC-Prozessordesign von Intel war der Intel i960. Leider hatte man das nicht weiterentwickelt.

    Der PC-Markt schrumpft von Jahr zu Jahr und es sieht derzeit nicht danach aus, als ob dieser Trend gebrochen werden könnte. Für viele, überwiegend jüngere Privatpersonen ist der PC einfach ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Da kauft man sich lieber eine Spielekonsole. Da ist dann aber meistens keine Intel-Hardware verbaut. Zusätzlich steigt die Leistungsfähigkeit der CPUs bei gleicher Anzahl von Kernen von Generation zu Generation nur noch minimal an. Das ist für viele Privatnutzer der Grund, sich auch nicht mehr alle drei Jahre einen neuen PC anzuschaffen, wenn sie denn überhaupt noch einen benötigen. Das wirkt sich bei Intel auf die Umsätze aus.

    Der einzige Bereich, in dem Intel nach wie vor führt, ist der Bereich Fertigungsprozesse. Es stellt sich aber die Frage, wie lange das noch anhält. Es ist immer aufwändiger, eine neue Generation eines Fertigungsprozesses mit noch kleineren Strukturgrößen zur Serienreife zu bringen. Das hat man seit 2014 gemerkt, als dann eine Verkleinerung der Strukturgrößen erst alle drei Jahre stattfand statt wie bis vorher alle zwei Jahre. Die nächste Änderung der Strukturgröße wird voraussichtlich erst 2018 erfolgen und damit dann vier Jahre nach der letzten. Ob der Vorsprung gegenüber TSMC, Globalfoundries, Samsung und anderen erhalten bleibt, wird sich zeigen.

  4. Finde ich gut, wenn ich auch auf AMD verzichten könnte, mir wäre eine APU mit Nvidia lieber es gab ja auch schon mal den Intel Atom mit Ion GPU der hat mir damals sehr gefallen.
    Ich hab mir meine Letzte ATI Radeon Grafikkarte 2002 Gekauft und mir danach geschworen das mir nie wieder ATI oder eine Grafikkarte von AMD ins Haus kommt.

    • Ralph sagt:

      Das einzige Mal, dass ich eine Grfaikkarte von Ati hatte, war zu der Zeit, als die Dinger 32 Megabyte oder so an Speicher hatten. Seitdem kam mir niemals mehr was anderes als Nvidia ins Gehäuse. Mit denen hatte ich bis heute keinerlei Probleme, egal, unter welchem Betriebssystem.

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