Viel Ärger mit disk2vhd

Von Sysinternals wird das kleine Programm disk2vhd [1] zum Klonen von Betriebssystemen in .vhd-Dateien angeboten. Auf den ersten Blick ein geniales Tool, was aber hinter den Kulissen mächtig Ärger bereitet.


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Eigentlich sollte es ja nur ein kurzer Test für mein neues Windows 7-Buchprojekt werden. Schnell die aktuelle Version der Sysinternals Tools heruntergeladen, das Internetzonen-Bit des ZIP-Archivs über Eigenschaften und anklicken der Schaltfläche Zulassen gelöscht und dann alles entpackt. Danach disk2vhd gestartet und ein Abbild des parallel zum laufenden Windows 7 Ultimate (64 Bit) installierten Windows 7 Home Premium (32 Bit) in eine .vhd-Datei erstellen lassen.

Probleme mit der Version 1.6 unter 64 Bit Windows

Umso größer war mein Staunen, als sich nach einem Doppelklick auf disk2vhd nichts tat. Die Kontrolle im Taskmanager zeigte, dass da zwei Prozesse liefen. Aber es kam kein Bedienfenster zum Vorschein.

Also das Ganze in einer 32-Bit-Windows 7-Umgebung (in einer VM) gestartet, und siehe da: das Programmfenster wurde angezeigt. Schnell in meiner Download-Sammlung gewühlt und flugs eine frühere Ausgabe der Sysinternal-Tools ausgegraben. Ein Doppelklick auf die disk2vhd – schon war das Programmfenster vorhanden.

Offenbar hat die aktuelle Version 1.6 einen Bug, der die Anzeige der Programmversion unter einem 64-Bit-Windows 7 verhindert. Nachdem ich den Bug im Sysinternals-Forum eingetragen habe ([2]), meldete sich noch ein zweiter Anwender, der das Gleiche beobachtet. Ich selbst habe nach ein wenig Probieren noch einen einfachen Workaround für das Problem gefunden: Rechtsklick auf die disk2vhd.exe, im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften wählen und dann auf der Registerkarte Kompatibilität den Kompatibilitätsmodus auf “Windows Vista SP2” gesetzt – schon läuft disk2vhd wie erwartet.

Das garstig Ding clont die komplette Partitionsstruktur

Noch kritischer ist aber das generelle Verhalten von disk2vhd. Bisher hatte ich das Tool immer in einer virtuellen Maschine mit einem Laufwerk (enthielt nur eine Partition) getestet. Daher war mir die Feinheit in der Sysinternals-Beschreibung “Disk2vhd is a utility that creates VHD (Virtual Hard Disk – Microsoft’s Virtual Machine disk format) versions of physical disks for use in Microsoft Virtual PC or Microsoft Hyper-V virtual machines (VMs).” nicht so richtig aufgefallen. Nett, das Teil klont also keine logischen Datenträger (die ja die Windows-Installation enthalten), sondern die physikalische Festplatte.


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Nachdem ich nun auf einer realen Maschine disk2vhd einsetzen wollte kam daher die böse Überraschung. Das Tool ermöglicht im Bedienfenster das Abwählen der unerwünschten Partitionen und erstellt die .vhd-Datei. Als ich die Größe der .vhd-Datei überprüfte, sah auch alles gut aus – aus der 70 GByte Systempartition und der 100 MByte “System reserviert”-Partition war lediglich eine 15 GByte große .vhd-Datei geworden. Also alles im “grünen Bereich”?

Also ich diese .vhd-Datei einsetzen wollte, fingen die Probleme an. Der Versuch, die .vhd-Datei in der Datenträgerverwaltung ins Dateisystem einzuhängen, endete damit dass die virtuelle Disk nicht online genommen wurde. Eine Inspektion in der Datenträgerverwaltung zeigte dann die Ursache: disk2vhd überträgt zwar nur die markierten Partitionen über den VSS-Dienst, schreibt aber das Abbild der kompletten Partitionsstruktur in die .vhd-Datei. Dies wurde zwischenzeitlich unter [4] bestätigt.

vhd-disk1

Wird die .vhd-Datei auf der Maschine, unter der sie erstellt wurde, per Datenträgerverwaltung ins Dateisystem eingehängt, kommt es zu einem Signaturkonflikt mit der physikalischen Festplatte (beide Laufwerke besitzen die gleiche Signatur – den ClassID-Code der Art {xxxx-xxxx-xxxx-xxxx} – und Partitionsstruktur). Der eingehängte Datenträger wird nicht online genommen.

Anmerkung: An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich wohl besser vorab den unter [8] verlinkten Beitrag der Entwickler gelesen hätte. Mark Russinovich beschreibt ganz klar, dass die virtuellen Datenträger einer VM maximal 127 GByte groß sein dürfen. Das Clonen größerer Festplatten ist also nicht möglich – und das Einbinden des Datenträgers auf der Maschine, auf der die .vhd-Datei erstellt wurde, führt zu einem Signaturkonflikt. Der Clone lässt sich also auch nicht nativ booten – was ich auf die harte Tour gelernt habe.

Scheibenkleister – denn  der Datenträger lässt sich vordergründig nicht in der Datenträgerverwaltung bearbeiten. Ich habe dies oben in einer Bildmontage dargestellt. Glücklicherweise lässt sich das Einbinden des Datenträgers in das Dateisystem erzwingen. Man muss nur den Datenträger in der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste anklicken und den Kontextmenübefehl Online wählen. Je nach Partitionszustand kann es dann aber bereits eng mit den frei verfügbaren Laufwerksbuchstaben werden – was das nächste Problem aufwirft.

Virtualisierung? – Pustekuchen mit Hundekacke!

Auch der Versuch, eine solche .vhd-Datei in Windows Virtual PC einzubinden, endet mit einer Fehlermeldung. Windows Virtual PC meldete, dass eine so große Festplatte nicht per IDE-Schnittstelle eingebunden werden könne (siehe auch [9]). In der Tat zeigte die Datenträgerverwaltung die Größe der .vhd-Disk mit 931,51 GByte an – was genau der Größe der physikalischen Festplatte entsprach. Willkommen in der realen Welt!

Als ich dann die so erstellte .vhd-Datei im Bootmenü eintrug, um das geclonte Windows 7 nativ zu booten, kam es beim Neustart kurz nach der Anzeige des Windows 7-Bootlogos zu einem Blue Screen und der Rechner stürzte ab. Also ließ sich der Clone nicht aus der virtuellen Disk booten. Ursache ist vermutlich der identische Signatureintrag, wodurch der Windows-Bootmanager nicht weiß, welches Laufwerk zu verwenden ist. Einzig denkbares Szenario wäre dann, die vhd-Datei auf einem zweiten Rechner einzusetzen (was ich aber nie probiert habe – und was auch nicht meine Intension war).

Lediglich ein Versuch, die vhd-Disk mit der geclonten Windows 7-Version in VirtualBox einzubinden, brachte Erfolg. Ich konnte Windows 7 auf Anhieb in VirtualBox booten. Allerdings war die betreffende Windows 7-Variante grottenlangsam in der Bedienung. Sobald der Desktop erschien, wurden zig Treiber neu eingerichtet und es gab Warnungen, dass bestimmte Java-Module nicht aufrufbar wären. Dies deckt sich mit meinen Erfahrungen beim Clonen von diversen Windows XP-Systemen – die virtuellen Maschinen liefen äußerst zäh.

Ein Test im VMware Player endete damit, dass sich der Windows 7-Klon nicht aus der vhd-Datei booten ließ. Es wurde ein Disk-Zugriffsfehler gemeldet.

Mit Trick 17 in’s Knie geschossen?

Meine nächste Idee, die erstellte .vhd-Disk etwas aufzuhübchen, scheiterte ebenfalls kläglich. Zuerst wurde der Datenträger zwangsweise in der Datenträgerverwaltung online genommen. Dann konnte ich zumindest einen Teil der Partitionen, deren Inhalt beim Clonen nicht übernommen wurde, löschen. Die OEM-Partition ließ sich auf diesem Weg aber nicht entfernen. Hierzu habe ich die Eingabeaufforderung im administrativen Modus gestartet und dann diskpart aufgerufen. Mit der Befehlssequenz:

diskpart
select disk 5
select partition 6
delete partition override

gelang es mir, die geschützte Partition aus der .vhd-Disk zu entfernen. Anschließend habe ich das virtuelle Laufwerk entladen und mit dem Programm VHD Resizer ([7]) auf 100 GByte reduziert.

Das Ergebnis war allerdings ernüchternd: Zwar konnte ich die .vhd-Disk sofort in der Datenträgerverwaltung einhängen. Die Disk wurde direkt online gestellt und ich konnte über das Ordnerfenster Arbeitsplatz auf die betreffenden Ordner und Dateien zugreifen. Eine Datenträgerprüfung ergab keine Probleme.

Selbst das Einbinden der vorher in der Datenträgerverwaltung entladenen .vhd-Datei klappte nun. Leider ließ sich die so “bereinigte” .vhd-Datei weder in Windows Virtual PC, noch in VMware noch in VirtualBox booten. Es wurde sofort ein Zugriffsfehler auf den Datenträger gemeldet. Nachdem ich ein Windows PE gebootet und die Eingabeaufforderung geöffnet hatte, wurde eine Kurzanalyse durchgeführt. Der Befehl chkdsk meldete, dass der Datenträger beschädigt sei. Der Versuch einer Reperatur mit chkdsk C: /f führte zur Meldung, dass die Master-File-Table beschädigt sei und nicht repariert werden könne.

Da sich die gleiche .vhd-Disk in der Datenträgerverwaltung des Hosts einbinden lässt und das Laufwerk zugreifbar ist, kann der Zugriffsfehler nur auf das Einbinden in der VM zurückzuführen sein. Bereits die in der Datenträgerverwaltung um die nicht benötigten Partitionen bereinigte Fassung der .vhd-Datei war nicht mehr bootfähig. Ich habe die .vhd-Datei in VirtualBox sowohl als IDE-Festplatte, als SCSI-Disk als auch über einen SATA-Controller eingebunden – in allen Fällen wurde der Zugriffsfehler auf das Systemlaufwerk gemeldet. Ein nochmaliges Laden per Datenträgerverwaltung mit anschließender Fehlerprüfung zeigte aber, dass die Laufwerke intakt waren.

Aus die Maus – und die Moral von der Geschicht?

An dieser Stelle habe ich erst einmal abgebrochen, da mir der Ansatz zum Clonen doch etwas “steinig” erschien. Eigentlich erwarte ich von solchen Tools, dass möglichst das gewünschte Laufwerk in die .vhd-Datei kommt. Die Startdateien für Windows 7 kann man ja mit den Reparaturoptionen oder anderen Tricks restaurieren (oder man kopiert die Partition “System reserviert” gleich mit in die .vhd-Datei). Das Szenario, dass ein Rechner nur eine Festplatte mit 100 GByte und einer Windows 7-Partition enthält, die dann zum Clonen verwendet wird, scheint mir nicht so häufig in der realen Welt vorzukommen. Mein Fazit: disk2vhd ist alles andere als praxistauglich bzw. auf Szenarios begrenzt, die in meinem Umfeld nicht oder kaum vorkommen (ich baue keine 40 GByte Festplatte in einen alten Rechner ein, installiere dann Windows XP, Windows Vista oder Windows 7, nur um anschließend diese Installation mit allen Seiteneffekten in eine .vhd-Datei zu clonen). Da ist die direkte Installation in einer virtuellen Maschine zielführender!

Nun grübele ich darüber, wieso disk2vhd in zahlreichen Blogs als “das Tool” zum Clonen von Windows-Installationen (oder zum Partitions-Backup) dargestellt wird. Eine mögliche Erklärung wäre, dass die betreffenden Leute nie mit dem Tool experimentiert haben. Erkenntnis: Traue niemals einer Aussage Dritter, die Du nicht selbst verifiziert hast. Der unter [10] verlinkte Artikel zeigt mir, dass zum Erstellen des Tutorials eine virtuelle Maschine verwendet wurde – denn niemand arbeitet heute mit einer 16 GByte großen Festplatte. Lediglich in [9] bin ich auf einen Beitrag gestoßen, wo der betreffende Autor die Probleme korrekt adressiert und angeblich mit Hyper-V auf Windows Server 2008 R2 gelöst hat (aber diesen Test habe ich mangels Masse nicht gefahren).

Fazit: Zwischenzeitlich bin ich daher dazu übergegangen, in den virtuellen Maschinen eine virtuelle Disk im Format der betreffenden Virtualisierungslösung (z. B. VirtualBox .vdi oder VMware .vmdk) anzulegen und dann eine Neuinstallation des Betriebssystems vorzunehmen. Diese Lösungen laufen zufriedenstellend. Zum Klonen von Betriebssystemen setze ich auf andere Lösungen wie den VMware Konverter oder die unter [5] genannte Lösung. Auch der Paragon Virtualisierungs Manager, der mir in einer Vorabversion zur Verfügung steht, erledigte das Clonen von Festplatten. Ein vielversprechender Ansatz findet sich bei VMLite, die das Tool MyOldPC für diese Zwecke entwickeln [6]. Ich werde MyOldPC demnächst testen und die Ergebnisse berichten.

Weiterführende Links:

[1] www.sysinternals.com (Downloadseite für das Tool)

[2] Forenbeitrag bei Sysinternals von mir

[3] Forenbeitrag mit Problemen

[4] Forenbeitrag mit weiteren Problemen

[5] Diskcloning für virtuelle Maschinen

[6] www.vmlite.com

[7] http://vmtoolkit.com/

[8] Beitrag zu disk2vhd von Mark Russinovich

[9] Problembeschreibung mit Lösung in Hyper-V

[10] Tutorial zum Clonen bei How to Geek


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26 Kommentare zu Viel Ärger mit disk2vhd

  1. Phil sagt:

    Vielen Dank für Deinen Artikel!
    Ich habe das selbe Problem und bin auf der Suche nach einer Lösung auf diesen Blog gestoßen.
    Leider hast Du auch keine Lösung für das disk2vhd Problem, jedoch weiß ich jetzt, dass ich nicht alleine bin.

  2. Pingback: Windows-Cloning mit MyOldPC « Borns IT- und Windows-Blog

  3. Klaus sagt:

    Nachtrag: In meinem Blogbeitrag Diskcloning mit MyOldPC habe ich ein Tool beschrieben, welches das Ganze wesentlich effizienter löst.

  4. Stefan sagt:

    Hallo,

    du hast hier leider nur die Variante mit VirtualPC/Server beschrieben, wie sieht es aus mit disk2vhd und Hyper-V? Funktioniert das problemlos?

    Gruss

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  6. Günter Born sagt:

    @Stefan: Danke für die Anfrage. Beschrieben ist das Einbinden unter Windows 7 (ist ein Client und kein Server) unter Windows Virtual PC. Ist formal etwas anderes als die von dir genannte Kombination “Server/Virtual PC”. Du interessierst dich für das Einbinden eines mit Disk2vhd erstellten Clones in eine Hyper-V-Maschine. Unter [9] ist angeblich eine Lösung beschrieben (ich hab’s nicht verifiziert).

    Da Hyper-V nur unter Windows Server läuft – müsste ich die hier in einer .vhd-Datei vorhandene Testversion von Windows Server 2008 R2 ins Bootmenü einhängen und das Ganze testen. Dazu fehlen mir momentan Zeit und Nerv – zumal ich hier mit dem Paragon Virtualization Manager (sowie anderen Tools) funktionierende Alternativen habe. Wenn ich mal Langeweile habe, werde ich das vielleicht mal antesten (aber vermutlich gibt es andere Topics, die ich als “more challenging” sehe ;-).

    Unter dem Strich setze ich hier keine geclonten Systeme ein, da diese i. d. R. extrem zäh in den Virtualisierern laufen (egal was da von Dritt-Seite immer behauptet wird). Es gibt so zwei drei Clone, wo ich Altsysteme in eine VM gesichert habe und gelegentlich mal was nachschaue. Aber produktiv damit arbeiten macht keinen wirklichen Spass.

    Im übrigen: In der Zeit, wo ich ein System geclont, dann gebootet und so hingefriemelt habe, dass es halbwegs läuft, habe ich zweimal ein frisches Windows installiert.

    Mag aber in anderen Scenarios bei Kunden anders sein – trifft aber für mich nicht zu.

  7. Bernd sagt:

    Auf der Suche nach einer Problemlösung mit o. g. Programm sowie der überall gelobten Möglichkeiten ein laufendes System zu Virtualisieren bin ich hier fündig geworden. Der Beitrag ist mir so richtig aus dem Herzen geschrieben.

    Mein Ziel bestand darin, dass ich die VHD bootfähig mit bcdedit in das System einbinden wollte und damit die vollen Ressourcen hätte. Der Verlust bei den Schreib-/Lesezugriffen wäre für meinen Fall zu vernachlässigen.

    Ich komme so weit, dass die VHD gebootet wird, das Win-Logo erscheint und nach einem kurzen Moment wird im Bluescreen mitgeteilt, dass sich die VHD-Datei nicht vergrößern lässt. Dabei habe ich festgestellt, dass genau wie oben beschrieben die gesamte Festplattenstruktur übernommen wird. Logisch, dass dies zu Problemen führt, da das Ausgangssystem auf einer 80er Partition einer 640er HDD war und nun als VHD auf einer 500er laufen sollte.

    Den “Trick17 …” werde ich heute mal probieren. ICh könnte mir vorstellen, dass es vielleicht geht.

    Was ich mit dieser Methode hinbekommen habe ist ein Start einer virtualiserten Umgebung Windows 7 Pro 64 unter VirtualBox. Das System verfügt aber logischerweise nicht über die Hardwareressourcen und ist zum Einschlafen langsam. Bestimmte Programme funktionieren dann eben doch nicht. Bsp. SQL-Server Express 2008. Komischerweise lässt sich der 2005er starten und funktioniert.

    • Günter Born sagt:

      @Bernd: Bestätigen kann ich, dass als geclonten Systeme ätzend langsam sind. Ich gehe daher dazu über, ein Clean Install in einer VM vorzunehmen, um halbwegs Performance zu haben (brauche die VMs zum Testen).
      Mit SQL-Server Express wirst Du imho nicht glücklich werden. Ich habe dieses Teil immer als Spassbremse in einem Systemen erlebt (spätestens nach Installation von Visual Studio oder den VB/C# Express Editions waren auch die Hosts ätzend langsam). Mittlerweile fahre ich die Entwicklungsumgebungen auch nur noch in frisch aufgesetzten virtuellen Maschinen. Für meine Testzwecke reicht die Geschwindigkeit aus – aber so richtig prickelnd ist das alles nicht. MS ist imho da mit seinem ganzen Entwicklerzeugs-Geraffel ziemlich auf dem Holzweg. Vielleicht merken die es irgendwann mal.

  8. Bernd sagt:

    Hi, habe “Trick 17…” ausprobiert. Vorweg, es hat (beinahe) geklappt. Problem ist mein “neues” Hostsystem. Ist lediglich ein Windows 7 Home Premium – sinngemäße Fehlermeldung: Lizenzfehler – Dieses System ist für einen Start von einer VHD-Datei nicht vorgesehen. Bis zur Anmeldung bin ich aber gekommen.

    Da ist aber noch was rauszufinden, denn ich habe erfolgreich unter selbiger Umgebung ein Win 7 Pro x64 direkt in eine VHD installiert. Dabei hat das System nicht gemeckert und läuft tadellos. Ich muss also die richtige Schraube finden. Habt Ihr vielleicht eine Idee?

    Beim Virtualisieren hatte ich bei laufender Original-Version die System-Reservierte und die Windows-Festplatte ausgewählt. Anschließend in der Datenträgerverwaltung meine Datenpartition gelöscht und wieder getrennt. Danach mit DiskResizer auf passende Größe gebracht. Bis zu diesem ominösen LIZENZFEHLER lief alles.

    • Günter Born sagt:

      Wenn die o. g. Fehlermeldung in der Willkommen-Seite kommt, bedeutet dies, dass Du ein Windows 7 Home Premium in der .VHD installiert hast und nativ über die .vhd booten willst. Daher kann ich eigentlich auch nicht glauben, dass Du das mit der Windows 7 Professional geschafft haben willst. Microsoft gibt das Booten von .vhd nur für Ultimate und Enterprise frei.

      Du kannst aber mal einen Blick in [1] werfen. VBoot wurde genau für den Zweck entwickelt, um solche Einschränkungen zum umgehen. Allerdings ist die neue Version zwischenzeitlich kostenpflichtig und läuft nur für einen Testzeitraum. Aber einen Blick ist es trotzdem wert.

      1: https://www.borncity.com/blog/2010/12/23/genial-vhd-boot-fr-windows-xp-vista-und-windows-7/

  9. Bernd sagt:

    @Günter, ich war auch überrascht, dass es mir möglich war unter der laufenden Home Premium, die normal auf der HDD installiert ist, die VHD-Installation durchzuführen.

    Ich habe die “Win 7 Enterprise 64” vom USB-Stick normal angestartet, mit der Sprachauswahl in die CMD und dort mit Diskpart die VHD erstellt und darin installiert. Mit dem Neustart war im Startmenü alles eingetragen und läuft.

    Das VBOOT hatte ich schon entdeckt. Die zeitliche Einschränkung ist genau mein Problem. Was, wenn ich später auf den Kram nicht mehr zugreifen kann? Ich kann mich auch nicht laufend darum kümmern. Kann sein es liegt ‘n paar Tage und dann ist Essig. Da hab ich mir die ganze Arbeit gemacht und möglicherweise umsonst. Die Preise, sind auch nicht ganz so Klasse.

    Ich hatte so ein klein wenig Hoffnung, zumindest für Windows 7-Systeme, das zu umschiffen, was mir ja schon beinahe gelungen ist.

    Vielen Dank jedenfalls für den Hinweis.

    • Günter Born sagt:

      @Bernd: Die Installation kannst Du mit jedem Windows 7 durchführen – ich hab’s mal vor langer Zeit für Win 7 HP, Pro und Ultimate (Enterprise ist identisch) durchgetestet. Nur beim Booten über die .vhd kommt beim Versuch einer Benutzeranmeldung der Hinweis, dass die Lizenz den Betrieb in der .vhd nicht zulässt und der Benutzer wird abgemeldet. Lediglich bei der Ultimate/Enterprise erkennt Windows 7 das und ermöglicht das Login. Ich kann es daher nur so erklären, dass Du die Enterprise (die dir wohl vorliegt) in der .vhd installiert hast – oder wir haben uns missverstanden.

      Zum Preis von VBoot – naja die 99 US $ sind nicht so wie Welt (persönlich habe ich mich schon gefragt, wie das Team um Dr. Huihong das alles finanziert – denn rein vom Obfuscator und den RemoteSoft .NET-Produkten werde die die Entwicklung nicht bezahlen können.

  10. Michael sagt:

    Naja, “viel Ärger” hatte ich jedenfalls nicht, trotzdem ich die 127GB-Schallmauer durchbrechen musste:

    Mein erster Ansatz war, die Windows-Partition auf eine 80er-HD zu clonen, und diese dann zu virtualisieren.

    Besser und am Ende effizienter fand ich die Lösung, mit Acronis True Image (30-Tage-Testversion auf der Homepage) ein Image zu erstellen, das mit selbem Programm anschließend in eine VHD konvertiert wird.

    Evtl. noch bei einem Mehrkernsystem die hal.dll gegen die halacpi.dll von der Windows-CD tauschen und fertig (dazu ganz einfach die VHD in der Datenträgerverwaltung einbinden).

    Läuft prima und ich habe mein altes XP-System jederzeit im Zugriff in der neuen 7-Installation!

    Gruß,
    Micha aus L.E.

  11. Alexander Staff sagt:

    Ahoi,
    deckt auch meine Erfahrungen. Nach den Lobhudeleien über Disk2VHD habe ich es 2-mal (jeweils unterschiedlich natürlich) auf einen Win2003 Server losgelassen und bei beiden Versuchen musste ich bei dem Server hinterher einen hard-reset durchführen, also Knöpfchen drücken, weil nichts mehr ging.
    Danke MS.
    Ciao
    Alexander

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  16. Marcus Wolf sagt:

    Hallo,

    habe mir von einer physikalischen Win7 Installation (64bit, drei Partitionen, von einem Laptop) eine VHD mit dsik2vhd gezogen. Dies ging ohne Probleme. Dann ein kurzes rezising. In s Windows 7 Boot Menu eingebaut und schwubst…. Pustekuchen… erst noch S-ATA Treiber in der Registry der vhd killen (wirklich löschen) und nun endlich… schwubs alles super. Läuft genial schnell und stabil!

    Gruß Marcus

  17. Robert E. sagt:

    Auch ich habe im Laufe der Zeit so meine Erfahrungen mit disk2vhd gemacht. Mittlerweile habe ich folgende Vorgangsweise entwickelt, die sich bisher ziemlich gut bewährt hat:

    1. Harddisk virtualisieren
    Harddisk mit disk2vhd virtualisieren.

    2. Mit Virtual PC eine neue Virtuelle Maschine erstellen
    Mit der eben erstellten .VHD im Virtual PC eine Virtuelle Maschine konfigurieren – aber nicht starten.

    Damit gibt es jetzt neben der .VHD-Datei auch eine .VMC, welche die Konfiguration der Virtuellen Maschine enthält.

    3. Virtuelle Maschine konvertieren
    Per VMware vCenter Converter Standalone die Virtuelle Maschine zu einer VMware VM konvertieren.

    4. VMware Workstation
    Nach dem Starten der Virtuellen Maschine beginnt die Erkennung der neuen Hardware. Diese automatischen Installationen abbrechen und stattdessen gleich die VMware Tools installieren.

    Herzlichen Gruß,

    Robert

  18. Richard Maurer sagt:

    rem Mbrscript %1 (=Datenträger der Datenträgerverwaltung)
    MbrFix /drive %1 driveinfo (=Information über Laufwerk)
    pause
    MbrFix /drive %1 generatesignature (= erstellt neue Signatur!)
    pause
    rem Ich bevorzuge die Befehle manuell einzugeben, da dies sicherer ist.

  19. Hilmar Steinhauer sagt:

    Die aktuelle Version hat das Problem mit der 127GB-Grenze nicht mehr, wohl aber das mit der Partitionsstruktur – ich würde mir da einen Schalter für wünschen. Auch hätte ich gerne die Option via Kommandozeile alle Partitionen einer Platte kopieren zu können. Partitionen ohne Laufwerksbuchstaben sind von dort aus nämlich nicht erreichbar.

    Aufpassen muss man auch mit dem standardmäßig ausgewählten VHDX-Format: plant man den Einsatz unter Hyper-V < 8/2012, anderen Virtualisierern oder VHD2Disk, sollte man VHDX meiden – alle außer VBox können damit noch nichts anfangen. Immerhin: falls das Kind schon in der VHDX liegt, kann man sie mit Virtualbox in VHD konvertieren.

  20. andi sagt:

    Das hier ist mir alles ein bisschen zu anstrengend auszuprobieren, aber ich habe es auch noch nicht geschafft eine WIN7 Home Premium zu virtualisieren und dann in Virtual PC einzubinden. Drei vier Versionen habe ich brutzeln lassen .vhd .vhdx mit ohne Schattencopy… die meisten spuckt er gleich aus, die eine blieb hängen.
    Was mich am meisten wundert: ich sehe weder auf einem Win7 noch auf einem WIN8.1 System diesen Button “for virtual pc…” – ist einfach nicht da und ich habe keinen blassen Schimmer warum.

    gruss andi

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