Test der Printer Pro-App für’s iPad

Unter [1] bin ich auf die Windows-/Mac-Anwendung Printer Pro Desktop eingegangen, mit dem sich vom iPad mittels geeigneter Apps drucken lässt. Dabei lassen sich beliebige Druckern, die unter Windows bzw. Mac OS X installiert sind, zur Ausgabe verwenden. Nun haben mir die Entwickler die App Printer Pro zur Verfügung gestellt und ich habe diese auf dem iPad getestet.


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Die benötigte Desktop-Software lässt sich kostenlos unter [2] herunterladen, während die App [3] kostenpflichtig im iTunes-Store angeboten wird. Die Schritte zum Einrichten sind unter [1] skizziert.

Printer Pro im Überblick

Startet man die App Printer Pro auf dem iPad, meldet sich diese mit dem hier gezeigten Fenster. In der linken Spalte können mittels verschiedener Registerreiter unterschiedliche Dokumentkategorien abgerufen werden.

Printer Pro-App-Fenster

Tippen Sie auf einen Registerreiter, um den Inhalt der Zwischenablage, Kontakte oder Fotos auszuwählen und zu drucken. Die Einträge Mail, Web Pages bis iWorks zeigen dagegen eine Hilfeseite, die erklärt, wie man diese Dokumentkategorien drucken kann.

Drucken von Webseiten im Safari

Printer Pro klinkt sich nicht in die Druckfunktionen des iPad ein, sondern agiert als eigene Anwendung. Wegen der von Apple gewählten Implementierung des Dateisystems, bei denen Apps nur eigene Dateien sehen, kann Printer Pro auch nicht auf beliebige Dokumente anderer Apps zugreifen. Daher sind u. U. einige Klimmzüge für Druckausgaben erforderlich.

Der Anwender kann den Inhalt eines Dokuments in die iOS-Zwischenablage kopieren und dann in Printer Pro über die Rubrik Clipboard drucken.

Bei einigen Anwendungen unterstützt der Entwickler Readdle dies aber durch trickreiche Ansätze, die in der Hilfe erklärt werden. Um eine Webseite im Safari zu drucken, ist diese im Browser aufzurufen. Danach gilt es auf das Adressfeld zu tippen, zu warten bis Lupe und Tastatur eingeblendet werden. Anschließend verschiebt man die Textmarke auf den Anfang der URL und setzt den Buchstaben “p” vor die Protokollangabe http:// – anschließend ist auf der Tastatur die Öffnen-Taste zu drücken.

Safari-Webseite drucken


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Dann wird die Seite in die Zwischenablage kopiert und das Printer Pro-App-Fenster erscheint im Vordergrund. Gleichzeitig ist die Rubrik “Clipboard” mit der zu druckenden Seite bereits vorhanden. Es reicht dann, die Schaltfläche Print in der oberen rechten Ecke der Titelleiste anzutippen, den Drucker auszuwählen und auf den Ausdruck zu warten.

Auswahl des Druckers

Wie sich der Drucker ggf. über seine IP-Adresse einrichten lässt, ist unter [1] erklärt.

Licht und Schatten

Ich habe lediglich ein paar Tests mit der App Printer Pro unternommen, um zu prüfen, inwieweit sich diese gegenüber dem unter [1] skizzierten (kostenlosen) Testszenario geriert. Einerseits haben die Entwickler einen netten Ansatz gewählt, der den inoffiziellen AirPrint-Hack unnötig werden lässt. Die App ist auch in der Lage, Dokumente auszudrucken.

Legt man diese Dokumente in Apples MobileMe-Webstore ab, kann man in der kostenlosen App iDisk per Menü auf Printer Pro zugreifen. Bei anderen Speicherorten kann der Druck-Befehl der App nicht auf Printer Pro zugreifen

Anmerkung: Ich kann nicht beurteilen, ob es technisch unmöglich ist, dass sich Printer Pro in die iOS-API-Aufrufe zum Drucken einklinken kann. Nur dann wäre ein Ausdruck aus beliebigen Anwendungen mittels des Print-Befehls samt Auswahl des Printer Pro Desktop-Druckers möglich. In meiner Testumgebung wurde jedenfalls kein Drucker angezeigt – während beim AirPrint-Hack [4] die Verwendung beliebiger Drucker im Dialogfeld möglich war.

Unabhängig von dieser Frage müssen bzw. sollten die Entwickler noch an einigen Stellen nachdenken. So empfand ich subjektiv die Zeit zum Aufbereiten eines Druckvorgangs als zu lang (wird wohl der schwachen iPad-CPU sowie den mageren 256 MByte RAM geschuldet).

Und was die Entwickler unbedingt nachbesser müssten: Es gibt keine Möglichkeit, bei einer längeren Webseite nur die erste oder zweite Druckseite auszugeben. Printer Pro nagelt das gesamte Dokument auf den Drucker, auch wenn man nur die erste Seite möchte.

Genial finde ich dagegen die Möglichkeit, neben ggf. vorhandenen AirPrint-Geräten und den von Printer Pro Desktop bereitgestellten Druckern auch einen PDF-Printer anzuwählen. So kann man sich Dokumente lokal in das PDF-Format überführen und in einem PDF-Reader öffnen.

Ups, noch ein Fehler

Beim Testen bin ich dann noch auf ein Problem gestoßen, welches mir unter [1] mit den vorbereiteten Testdokumenten nicht aufgefallen war. Der Ausdruck von Fotos lief problemlos, beim Drucken einer Webseite erhielt ich jedoch einen Fehlerdialog, dass keine Verbindung möglich sei. Ein Blick auf den Windows 7-Desktop zeigte mir das hier sichtbare Dialogfeld.

Printer Pro erzeugt offenbar einen PDF-Auszug des Druckabbilds und schickt dies an Printer Pro Desktop zum Ausdruck. Dieser Ausdruck wird aber nur klappen, wenn unter dem Administratorkonto (unter dem Printer Pro Desktop läuft) auch ein PDF-Reader installiert ist. Dies war bei meinem Testsystem nicht der Fall – und die Ausgabe scheiterte.

Mal schauen, ich werde den Entwicklern bei Readdle diese Infos zukommen lassen. Vielleicht wird dies in künftigen Versionen berücksichtigt.

Links:
1: Drucken mit dem iPad, die Zweite
2: Printer Pro-Desktop Download-Seite
3: Printer Pro Download-Seite der App
4: Drucken mit dem iPad: Parcours mit Schikanen


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3 Antworten zu Test der Printer Pro-App für’s iPad

  1. Pingback: App-Flash » Test der Printer Pro-App für's iPad « Borns IT- und Windows-Blog

  2. Konstantin sagt:

    Habe schon mal was von der App gehört, war mir etwas zu kompliziert… Ich mache es weiterhin von meiner PC-Station aus. Gruß

  3. Pingback: Drucken mit dem iPad: MobileToolz « Borns IT- und Windows-Blog

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