VMLite 4.x Beta erschienen

[English version]Heute morgen habe ich von den VMLite-Entwicklern eine E-Mail-Benachrichtigung erhalten, dass eine öffentliche Beta von VMLite 4.x zum Download bereitsteht. VMLite ist eine Virtualisierungslösung für Windows, die auf Virtualbox basiert, aber mit netten Erweiterungen aufweisen kann.


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Der Download der Beta von Version 4.x ist unter [2] nach einer Registrierung möglich. Die gut 130 MByte umfassende Download-Datei lässt sich direkt unter Windows installieren.

Achtung: Es sollte aber keine Virtualbox-Installation auf der betreffenden Maschine vorhanden sein (da sonst deren Konfigurationsinformationen überschrieben werden). Zudem sollte VMLite 4.x Beta nicht auf einem Windows 7 Host installiert werden, die in einer per VBoot gestarteten VHD-Disk läuft und einen Snapshot aufweist.

Windows XP-Mode integrieren …

Das besondere an VMLite besteht darin, dass die Entwickler die Virtualbox-Funktionen so erweitert haben, dass sich ein Windows XP-Mode nahtlos in die VM integrieren lässt. Bereits während des Installationsprozesses startet ein Assistent, der die Integration des Windows XP-Modes vorschlägt.

Ist die betreffende .vhd-Datei auf dem Rechner vorhanden, kann diese in VMLite eingebunden werden. Ich habe das unter Windows 7 Home Premium ausprobiert, die Windows XP Professional-Version bootete einwandfrei.

[Update: Ich vergaß eine Kleinigkeit zu erwähnen. Beim Booten taucht bei mir drei Mal ein Fehlerdialog auf, das gemeinsam genutzte Ordner nicht eingerichtet werden konnten (siehe folgendes Bild). Hintergrund ist, dass die Integrationsfeatures, die VMLite anwendet, versuchen, Laufwerke des Hosts zu mappen, für diese aber wohl Laufwerkwerksbuchstaben vorsehen, die bei mir durch Wechseldatenträgerlaufwerke belegt sind. Das lässt sich über das Menü Geräte/Gemeinsame Ordner zwar umkonfigurieren. Ich habe diesen Bug an die Entwickler gemeldet.

Zudem sollten die unter [3] verlinkten Guest Additions verwendet werden. Die mit VMLite 4.2.a Beta ausgelieferte Version besitzt einen Fehler, der bei der Installation zu einem ähnlichen Fehler führt, wie dieser bei Virtualbox unter Windows 8 bekannt ist.]


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Neues Schmankerl: Virtualisierung des Hosts

Und in der Beta ist noch ein zweites Schmankerl enthalten: VMLite kann automatisch das Host-Betriebssystem virtualisieren. Hier die Ankündigung im Entwicklerforum.

The most significant feature is a special kind of vm, as we call it “VMLite”, to run the current running host OS inside a virtual machine, so all apps (including drivers) can be executed inside a sandbox. It only takes a few mins to have such vm running. it’s “exact clone” of the host os.
Others are cpu improvement, Aero support, better USB support, etc.

To test the new feature, go to menu Machine > New VMLite … to create a sandbox to virtualize host os.

Also im Menü Maschine den Eintrag New VMLite wählen, um den Einrichtungsassistenten aufzurufen.

Im Einrichtungsassistenten braucht dann nur noch der Name ggf. abgeändert und der Speicher vorgegeben zu werden.

Nach dem Klick auf die Weiter-Schaltfläche sollte ein Virtualisierungsassistent das Hostbetriebssystem in eine .vdi-Disk überführen, die notwendige Treiberinjektion  vornehmen und so alles virtualisieren. Damit werden Produkte wie das von mir kürzlich vorgestellte Paragon Go Virtual zumindest bei ausschließlicher Verwendung von VMLite überflüssig. Allerdings funktionierte dieser Vorgang in meiner Testumgebung nicht. Ich tippe aber darauf, dass es daran liegt, dass auf dem Host-Laufwerk nur noch sehr wenig Speicher vorhanden war, der zum Erzeugen der .vdi-Disk nicht mehr ausreichte.

Weitere Features der neuen Version

Interessant ist ein weiteres Statement eines Entwicklers aus dem VMLite-Forum:

And we are working towards this direction: to make the same virtual disk to become bootable as a vm, also via vboot to boot a physical pcs. VMLite will be unique in this area, the only solution that can use same disk files physically and virtually.

Hat man also ein Betriebssystem in einer virtuellen Disk virtualisiert, soll diese Disk sich sowohl in VMLite als auch mittels VBoot nativ auf der Hardware booten lassen. Wenn das klappt, ist VMLite wirklich mit einzigartigen Features ausgestattet. Mal abwarten – bisher waren die Entwickler bei VMLite immer für einige Überraschungen gut – wenn man auch Geduld mitbringen muss – die Entwicklungsschritte dauern gelegentlich schon recht lange (die Leute habe zwar Ideen und Know How, aber die Ressourcen sind begrenzt – da fehlt ein großer Investor mit Finanzpolster im Rücken). Jedenfalls drücke ich dem Team um Dr. Huihong die Daumen, dass es mit VMLite 4.x was wird. Wäre eine Bereicherung in der Virtualisierungslandschaft.

Links:
1: Forendiskussion zu VMLite 4.x Beta
2: Download-Seite (VMLite 4.2.A)
3: VMLite Guest Additions (modifiziert)


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