Androiden, Tablets und mehr

So zum Jahresende möchte ich noch einen kurzen Blick auf die Aussichten in Punkto Android und Tablet PCs werfen. Gar so häufig galt ja in 2011 “rein in die Kartoffeln – raus aus den Kartoffeln” – einige Hersteller haben sogar den Ausstieg aus dem Tablet PC Markt angekündigt.


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Raus aus den Kartoffeln – rein in die Kartoffeln

Tja, dies scheint für den taiwanesischen Hersteller Acer (oder zumindest für den Gründer Stan Shi) die Devise zu sein. Wurde noch vor kurzem den Rückzug von Acer aus dem Tablet PC-Markt verkündet (die Geschäftszahlen waren nicht so gut), heißt es jetzt “April, April”, obwohl wir erst Dezember haben. Stan Shi stellt jetzt im Branchenblatt Digitimes.com klar, dass sich die Firma nicht aus dem Tablet PC-Markt zurückziehen will.

Tablet PCs werden den Markt der Touch-Geräte in 2012 dominieren

Das prognostiziert jedenfalls die taiwanesische Digitimes hier und prognostiziert für 2012 einen Absatz von 100 Millionen Tablet PCs. Insbesondere Android 4.0 und Windows 8 sollen den Markt der Touch-Geräte in 2012 befeuern.

Beeinflusst ein Google-Tablet die Verkäufe von ICS-Geräten?

Ich hatte es hier berichtet: Google plant ein eigenes Nexus-Tablet innerhalb der nächsten 6 Monate an den Markt zu bringen. Wäre nichts ungewöhnliches. Aber in diesem Artikel spekuliert die taiwanesische Digitimes.com, dass das Google Nexus Tablet mit Android 4.1 kommen wird. Alle Tablet PC-Hersteller, die in den kommenden Wochen Geräte mit Android 4.0.x Ice Cream Sandwich ausliefern, haben damit ein Problem: Kaufen die Benutzer diese Android-Version, oder warten sie lieber auf Android 4.1? Die Digitimes sorgt sich, dass sich Googles Tablet PC-Pläne vermutlich (negativ) auf die Android 4.0.1-Tablets auswirkt.

Android-Updates: Das reinste Chaos, so wird das nix!


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Und damit wären wir bei einem sehr wunden Punkt von Android: Der Update-Politik. Während Apple sich hier mustergültig verhält und die aktuellen iOS-Versionen, so lange es geht, für ältere Geräte anbietet, sieht es für Android zappenduster aus.

Hier im Blog hatte ich ja immer wieder berichtet, dass Hersteller Updates an- und wieder abkündigen. Auch diese Meldung bei heise.de über Android-Updates bei LG signalisiert, dass da nicht jedes Gerät aktualisierbar ist.

Die letzten Mai von Google auf der I/O-Entwicklerkonferenz angekündigte 18 monatige Update-Garantie scheint zu verpuffen. Jedenfalls dürften sich Käufer so mancher Android-Geräte ziemlich angepisst fühlen. Da ist die Lektüre dieses ZDNet.com-Artikels ganz aufschlussreich. Irgendwie erscheint mir da ein Kern Wahrheit dran zu sein. Nur wenn Google die Fäden zusammenzurrt und die Kernkomponenten des Betriebssystems per Over the Air Update (OAU) einspielt, wird der Benutzer nicht ständig im Regen stehen.

Allerdings ist dieses Ansinnen nicht ganz trivial, würfeln die Android-Entwickler doch unterschiedliche Linux-Kernel mit unterschiedlichen Frameworks zu den diversen Android-Versionen zusammen. Und dann wird es schwierig, müssten doch die Kernel-Module zur Unterstützung der Hardware (zumindest nach meinem Verständnis) mit eincompiliert werden. Aber für diese Aufgabe wären eigentlich die Gerätelieferanten zuständig. Bin da ja mal gespannt, wie man das Thema lösen will – OAU wird nach meinen Dafürhalten wohl nur innerhalb einer Android-Version (z. B. 3.2, 4.0.x) funktionieren.

So richtig kritisch dürfte das Thema werden, wenn es um den Business-Einsatz von Android-Geräten geht. Denn Firmen, die vielleicht einige Tausend Exemplare eines Mobilgeräts ausrollen, wollen mit Sicherheit Updates zur Verfügung haben (alleine, um Sicherheitslücken schließen zu können). 2012 könnte auf jeden Fall das Jahr werden, wo man verstärkt um Business-Kunden wirbt (siehe auch Roadmap zu Windows Phone). Jedenfalls macht sich die PC Welt hier schon mal Gedanken zur Business-Tauglichkeit von Android, iOS und Windows Phone 7.

Und was macht Intel?

Der Prozessorhersteller will sich ja 2012 ein großes Stück vom Markt der Mobilgeräte abschneiden (nachdem schon mal das Ende von WinTel verkündet wurde). Neben Windows 8 kann Intel auch mit Android x86 punkten und plant seine Prozessoren auch in Smartphones zu platzieren. Engadget.com ist an geleakte Spezifikationen und Benchmarks zum 32 nm Medfield SoC-Chip herangekommen. Leistungsmäßig stellt die Medfield Atom-CPU die DualCore ARM-CPUs des Mitbewerbs in den Schatten. Nur beim Energieverbrauch sind die Intel SoCs noch einen Ticken schlechter als die ARM-Konkurrenz. Eine nette Übersicht über Intel-CPUs samt Infos zum Energieverbrauch, enthält dieser Artikel bei heise.de.

Interessant auch zwei weitere Meldungen. Hier berichtet die Digitimes, dass Intel sich wegen der schwachen Nachfrage nach Atom-CPUs im Netbook-Bereich auf Atom CPUs für mobile Geräte konzentrieren will und seine Strategie entsprechend anpasst. Und nach taiwanesischen Branchinsidern soll der Intel Prozessor Ivy Bridge, der mit 22 nm Fertigungsstrukturen gefertigt wird, am 8 April 2012 verfügbar sein. heise.de hat diese Info in einem eigenen Artikel zusammengefasst und ein paar zusätzliche Infos zusammen getragen.

Und was gibt’s von Apple neues?

Die Spekulationen um ein iPad 3 reißen ja seit Wochen nicht ab. Mal soll es ein 7 Zoll iPad geben – mal spekulieren Analysten, dass das eher unwahrscheinlich sei. Dann wird über ein 10 Zoll iPad 3 spekuliert, um kurz darauf ein iPad 2S zu vermuten. Die letzten Gerüchte zum iPad 3 lassen sich momentan bei heise.de hier nachlesen. Ob das Teil iPad 2S oder iPad 3 getauft wird, können die Kollegen bei heise.de aber auch nicht sagen. Gut, befragen wir doch weiter das chinesische Orakel zum Jahreswechsel – vielleicht erfährt man dann mehr.


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