Android 4 (ICS) nur marginal in Benutzung

Überfliegt man das Web bzw. diverse Zeitschriften, könnte man den Eindruck gewinnen, dass Ice Cream Sandwich der “major player” im Bereich der Android-Geräte ist. Offenbar täuscht dieser mediale Eindruck gewaltig.


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Es ist zwar schon ein paar Tage her, das Google die Nutzungsstatistik zu den diversen Android-Versionen veröffentlicht hat. Konkret wird nach meinen Informationen die Zahl der Zugriffe auf den Android Market verwendet. Die über 14 Tage geführte Verteilungsstatistik gibt für die am 3. Januar 2012 endende Periode interessante Einblicke.

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(Quelle: Google)

Den “größten Teil des Kuchens” machen die Android-Versionen 2.2 und 2.3.3 aus – was auch die Situation der bisher ausgelieferten Android-Smartphones und Tablet PCs gut widerspiegelt. Daran hat offenbar auch wenig geändert, dass an Weihnachten ziemlich viele Android-Geräte ihren Besitzer fanden und erstmals aktiviert wurden.

Für mich ganz erstaunlich: Das ganze Android Honeycomb-Gelumps (Android 3.x) erreicht nur 3,3 Prozent Nutzeranteil – und bei Ice Cream Sandwich sind die Nutzeranteile auf 0,6 % marginalisiert, wobei sich das Ganze sogar noch auf 4.0 und 4.0.3 aufteilt.

Die Nutzerstatistik zeigt mir zweierlei: Noch gibt es kaum ICS-Geräte – das Samsung Galaxy Nexus ist im Prinzip das einige ICS-Smartphone. Hinzu kommen noch ein paar Geräte, die von den Besitzern mit inoffiziellen ICS-ROMs ausgestattet wurden. Zudem könnten noch ein paar Android x86-Systeme mit Honeycomb und ICS da draußen am werkeln sein.

Das Ganze wird sich zwar bis Februar/März etwas ändern, da für diesen Zeitraum etliche ICS-Updates angekündigt sind. Aber die obigen Zahlen zeigen noch etwas anderes:

  • Momentan ist es für App-Entwickler noch nicht sonderlich lukrativ, für Honeycomb und Ice Cream Sandwich zu entwickeln. Und eine Entwicklung für MIPS-CPUs oder für Android-x86 hat, angesichts der Verbreitung, noch weniger Charme.
  • Angesichts der Marktanteile von Honeycomb werden nur wenige Hersteller noch Power investieren, um bereits verkaufte Geräte auf diese Version zu aktualisieren oder weitere Geräte herauszubringen. Android 3.x dürfte damit den Status eines “toten Pferds” erreicht haben.

Bleibt zu hoffen, dass Android 4.0.x genügend Marktverbreitung bekommt, so dass der Großteil der kommenden Geräte mit dieser Android-Version ausgestattet und anschließend mit Updates versorgt werden. Nur dann wird sich auch ein attraktives Eco-System an Apps und Angeboten rund um Ice Cream Sandwich etablieren.


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Das Thema Updates ist die große Schwachstelle bei Android: Als Benutzer wird man beim Kauf mit der “neuesten” Android-Version geködert, nur um kurz danach festzustellen, dass man mit “Zitronen gehandelt hat” und auf irgend einer Zwischenversion festhängt, weil der Gerätehersteller keine Entwicklerressourcen in die – gefühlten drei Käufer – investieren mag.

Links
1: Platform-Versions-Statistik bei Google
2: Artikel bei heise.de


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