Tomtom Navi-Software für Android

Tomtom war ja mal als Navi-Anbieter unangefochten der Platzhirsch. Seit dem Siegeszug der Smartphones mit Google Maps oder Microsofts Bing Maps-Kartendienst bröckeln die Marktanteile. Nun sind neue Strategien gefragt – go mobile heißt die Devise.


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Auf iOS bzw. iPhone und iPad war Tomtom ja bereits seit längerem mit einer Navi App vertreten. Wie Golem hier schreibt, hat Tomtom die Navi-App für Android ja bereits seit Juni für “später in diesem Jahr” angekündigt. Jetzt scheint es konkreter zu werden: Im Oktober 2012 soll es so weit sein.

Der Funktionsumfang soll laut Hersteller dem der iOS-App entsprechen. Die App ist ab Android 2.2 verwendbar – ob nur ARM-Prozessoren oder auch Android-x86-Systeme unterstützt werden, ist aber unklar. Der Hinweis, dass Tomtom “bei Marktstart alle populären Android Smartphones unterstützen will” deutet aber in die Richtung von Kompatibilitätsproblemen.

Golem gibt noch ein paar weitere Informationen zum Funktionsumfang. Ich habe ja meine spezielle Meinung zu TomTom – aber diese Passage aus dem Golem-Artikel hat ja meine “worsest fears” bestätigt.

Für Zusatzdienste wie Tomtoms HD-Traffic wird dann aber eine Mobilfunkverbindung benötigt. Der Verkehrsinformationsdienst HD Traffic nutzt in Deutschland anonymisierte Handydaten aus dem Mobilfunknetz von Vodafone, um Staus frühzeitig erkennen zu können. Der Nutzer von HD Traffic wird dann entsprechend umgeleitet. Tomtom erklärte Golem.de, dass die Daten von HD Traffic nur wenige KByte groß seien, so dass die Roaming-Gebühren für die Nutzung des Dienstes im Ausland gering ausfallen sollten.

Jau, nicht nur, dass mir im Ausland oder im grenznahen Bereich mobilfunk-tarif-mäßig die Hose ausgezogen wird. Nein, auch meine “anonymisierten Handydaten” laufen bei Tomtom ein. Wer’s glaubt wird seelig – wer gibt mir denn die Gewähr, dass da nicht komplette Nutzerdaten mit übertragen werden? Fälle von Apple, Google etc. sind doch alle in letzter Zeit ruchbar geworden.

Man mag es auf Paranoia schieben – aber Tomtom war doch der Anbieter, der genau mit diesen “anonymisierten” Daten Kasse machen will (oder muss). Ich erinnere nur an die nachfolgend verlinkten Artikel in meinem Blog.

Man könnte es auch polemisch ausdrücken: Wer dann mit seinem Handy mal “wieder zu schnell unterwegs war”, bekommt dann vollautomatisch sein Ticket zugestellt – und die Bezahlung klappt dann auch per “In-App-Ticket-Kauf” aus der Google-Wallet. Mobiler Mensch, was willst Du mehr – Komfort at it’s best! Ist natürlich (momentan) noch nicht drin – aber Daten wecken Begehrlichkeiten. Unter diesen Umständen: Nein danke – mir reicht mein Garmin Nüvi 2595 – was mich daran erinnert, dass ich da immer mal wieder drüber bloggen wollte.

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