Neue Office Web-Apps freigeschaltet


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In einem Office Blog-Beitrag hat Microsoft-Mitarbeiterin Amanda Lefebvre gestern die sofortige Freigabe der neuen Office Web-Apps (2013) bekannt gegeben. Die Office Web-Apps laufen ja in einem Browser und stellen Funktionen von Word, Excel, OneNote und PowerPoint bereit – und ersetzen das “kostenlose” Microsoft Office Starter 2010.

In meinem Beitrag MS Office für’s iPad und Windows 8 bin ich ja schon vor einiger Zeit auf die Funktionen der Office Web-Apps eingegangen. Seit der Veröffentlichung der ersten Version von Office Web Apps 2013 hat Microsoft nochmals etwas an den Feinheiten geschraubt. In der finalen Version sollen die Microsoft Office Web Apps nun im Internet Explorer 10, unter Windows 8 und unter iOS 6 laufen. Zudem hat Microsoft die Funktionalität der Office Web Apps in den Dienste SkyDrive und Outlook.com eingebaut, so dass man dort entsprechende Dokumente neu anlegen und öffnen kann. Die Vorgehensweise hatte ich bereits unter MS Office für’s iPad und Windows 8 beschrieben.

Microsoft beschreibt im Blog-Beitrag noch einige Funktionen der Web-Apps. In der Word Web App kann man Text und Grafik im Layout gestalten. Neu ist die Unterstützung zur Anzeige und zum Hinzufügen von Kommentaren. Zum Entwerfen und Formatieren eines Dokuments stehen im Browser die üblichen Word-Funktionen zur Verfügung.

Ich hatte allerdings ein Erlebnis der Art “unangenehmer Überraschung”. Mit der Beta hatte ich einige Dokumente über das iPad erstellt und in meinem SkyDrive-Laufwerk angelegt. Einige ließen sich im Internet Explorer 9 unter Windows 7 überhaupt nicht öffnen – bei anderen kam die Nachricht, dass leider nicht gespeichert würde, und ich die Version in der lokalen Word-Kopie öffnen möge. So stelle ich mir das “mobile Arbeiten” nicht wirklich vor.

In der Excel Web App stehen einige zusätzliche Tabellenkalkulationsfunktionen wie Zusammenführen von Zellen, Kontextmenüs, Autoanpassung von Spaltenbreiten, Formelassistenten, Autoausfüllen und die Auto-Summenfunktion zur Verfügung. Daten lassen sich als Grafiken (Charts incl. 3D-Varianten) visualisieren. Nett ist auch die Druckfunktion direkt aus dem Browser oder die Möglichkeit, Kalkulationsblätter umzubenennen oder neu hinzuzufügen.

In der PowerPoint Web App lassen sich Präsentationen wie in der Desktop-Variante von PowerPoint gestalten. Es können Folien hinzugefügt, Folienübergänge oder Animationen definiert, Bilder eingefügt und Kommentare eingefügt werden. Zudem werden Themen sowie die Audio- und Videowiedergabe auf Tablet PCs und Smartphones unterstützt. Microsoft hebt die Möglichkeit zum Co-Authoring einer Präsentation hervor.

Die OneNote Web App ermöglicht das leichte Anfertigen von Notizen. Neu ist der Modus “ink viewing”, in dem Informationen aus dem Internet zugreifbar sind. Man braucht nur an eine Stelle der Notizseite zu klicken oder zu tippen und kann ein Handschriftanmerkung, einen Text, ein Bild, einen Webseitenauszug und mehr einfügen. Notizen lassen sich über deren URL teilen und auf Smartphones, PC oder Tablet PCs im Browser angezeigt werden.


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Microsoft-Mitarbeiter Mike Morton (Office Web Apps Principal Program Manager) hat die Features im Blog adressiert.

Pferdefüße?

Bei Dr. Windows hat Martin Geuß noch ein paar Gedanken geäußert [1]. Eigentlich finde ich, ist das Ganze eine recht nette Idee. Wehmutstropfen, die mir da so einfallen: Das Zeugs ist hier grottenlangsam in der Handhabung (trotz DSL). Unter Android geht nix – und Tablet PC-Bedienung hakelt auch. Zudem habe ich noch gestern über das hier gebloggt. Nicht unbedingt eine Bank, auf der ich wichtige Dokumente erstellen oder ablegen würde.

So ganz scheint Microsoft seinem eigenen Braten auch nicht zu trauen – denn nicht umsonst wird Windows RT ja mit einer lokal installierten Kopie von Office Home and Student 2013 RT ausgeliefert. Aber wer nur mal alle Jubeljahre einen Brief zusammennagelt, für den lohnt der Kauf einer Office-Version nicht. Da können die Office Web Apps eine Alternative sein.

Artikel:
1: Office 2013 Web Apps mit neuen Funktionen … Dr. Windows


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