Nexus 4: Nicht das gelbe vom Ei?

Einerseits scheint das Nexus 4 Android Smartphone von Google ja heiß begehrt – zumindest war das Teil ja immer ausverkauft. Aber so langsam hat das Bild dieses Smartphones, zumindest für mich, nicht nur im übertragenen Sinne des Wortes, deutliche Risse bekommen.


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Vorweg: Ich habe kein Nexus 4 und werde auch wohl keines kaufen. Knapp bemessener Speicher, kein microSD-Kartenslot und der Akku ist auch fest verbaut. Absolute No Gos für mich – irgendwo hatte ich mal gelesen, das LG keine Handys bauen könne – die Regel wurde bestätigt.

Gut, mit dem “Akkuwechsel” scheint sich zu entspannen. Bei Handy-faq.de gibt es z.B. hier einen kurzen Hinweis – und auch AndroidPit.de hat’s hier von Anandtech aufgegriffen. Hilft aber nur Tech-Junkies – und zeigt, dass der Hersteller seine Kunden nicht ernst nimmt.

Nexus 4 Glasrückseite einfach zersprungen

Nun mehren sich wohl die Stimmen von Leuten, die Probleme mit der Glasrückseite eines Nexus 4 haben. Fällt das Teil mal härter auf, hat man’s in der Hosentasche oder ähnlich, knackt die Glasrückseite des Smarpthones und ist kaputt. Eine Suche ist da ganz aufschlussreich.

Na ja, wer ist so bescheuert und steckt sein Smartphone auch in die Hosentasche. Und die Anbieter von screen und “body protectoren” scheinen auch gute Kasse zu machen. Bis vor kurzem wusste ich überhaupt nicht, dass es so etwas gibt und warum man das braucht.

Als normal tickender Mensch könnte man sich ja auch mal fragen, wer auf die hirnrissige Idee zu einer Glasrückseite kommt. Fragt der gemeine Nexus 4-Nutzer nicht, sondern behandelt sein neues Schätzchen wie ein rohes Ei.

Hilft aber trotzdem nicht, wie dieser Foreneintrag bei AndroidPit.de nahelegt. Gut, könnte natürlich gelogen sein und das Teil ist doch runtergefallen. Aber wenn Leute schon darüber philosophieren (siehe auch hier), dass Temperaturunterschiede zwischen Fliesenboden, Hosentasche und Tisch ein Grund für zerspringende Rückseitenschalen sind – und die Reparatur 90 Ocken kostet – ja, dann läuft in meinen Augen kräftig was falsch.

Oder wie seht ihr das? Ich bin jedenfalls ganz froh, dass ich noch ein Uralt Motorola VT2288 im Einsatz habe – und die von Pearl hier in diversen Teststellungen rumfliegenden simvalley Smartphones (z.B. SPX-12, SP-140) haben diese Probleme auch nicht.


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5 Antworten zu Nexus 4: Nicht das gelbe vom Ei?


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  2. Udo G. sagt:

    Also Herr Born, ich weß nicht, ob Sie sich in den letzten Jahren überhaupt andere Handys angesehen haben, als ihr VT2288 oder jetzt neuerdings das simvalley. Auch das IPhone 4/4s hat eine Glasrückseite – so hirnrissig ist die Idee also gar nicht und stammt obendrein nicht von Google bzw. LG.Wenn man ein Handy für den Baustelleneinsatz braucht oder für Weitwurfwettbewerbe, ist das Nexus wahrscheinlich nicht die geeignete Wahl. Und wenn man ein IPhone 5 auf den Boden fallen lässt, ist das Alu-Gehäuse auch hinüber – und mit 90 Euronen ist man da sicher nicht dabei.
    Die Sache mit dem fest verbauten Akku sehe ich genaus so wie Sie, aber das scheint langsam in Mode zu kommen. Wobei ich bisher noch nie einen Akku tauschen musste. Wenn man den Akku (fast) immer komplett entleert, bevor man das Teil wieder auflädt, halten die Dinger sehr lange – so verfahre ich jedenfalls. In meinem Besitz ist z.B. ein mehr als 4 Jahre altes HTC Touch Diamond 2 und der Akku ist immer noch ok. Zur Zeit habe ich übrigens ein Nexus 4 und kann nicht klagen. Das Teil ist (bis jetzt jedenfalls) sein Geld wert!

  3. Günter Born sagt:

    @Udo: halten wir es beim im Internet gebräuchlichen Du? Es ist richtig, sooo viele Smartphones sehe ich mir pro Jahr nicht im Detail an (als absoluter Noob, der pro Jahr so auf 1 bis 2 Tage Handy-Netto-Betriebszeit kommt, ist das nicht so dringend). Aber immerhin komme ich – auch über meine Frickelei mit Android – über die beiden von dir genannten Produktlinien hinaus ;-). Daher stelle hier ich fest, dass andere Hersteller da durchaus zu Lösungen abseits von Glasrückseite kommen. Wäre auch alles keine Rede wert, wenn die Glasrückseite halten würde.

    Zum Akku – da habe ich in diesem Blog an verschiedenen Stellen was geschrieben – u.a. hier. Bin da aber vor der EU im ersten Streich abgemeiert worden. Aber seit vorgestern – Koinzidenz – liegt mir ein Brief der europäischen Kommission vor. Ich werde darüber informiert, dass die Kommissionsdienststellen das von mir in der formalen EU-Beschwerde adressierte Problem der nicht wechselbaren Akkus gegenüber den Behörden der Mitgliedsstaaten und Industrievertretern angesprochen haben und den Sachverhalt weiter prüfen. Im Zeitraum dieser Prüfung sind bestimmte Punkte einer FAQ zur Batterieverordnung von den EU-Internetseiten entfernt worden. Und ich bin aufgefordert, eventuelle weitere Anmerkungen einzureichen. Könnte zwar am Ende des Tages wie das Hornberger Schießen ausgehen. Aber immerhin sind ein paar Leute durch meine EU-Beschwerde und mehrfaches Nachhaken, auch über den europäischen Ombudsmann, zumindest ans Nachdenken gekommen. Warten wir’s also ab.

    Abschließend: Da Du ein Nexus 4 hast, und zufrieden bist, mag das Problem der gesplitterten Glasrückseite nur ein paar Leute treffen. Mir ist aber gestern bei einer Kurzrecherche aufgefallen, dass es offenbar nicht nur eine einzelne Person war, die das betroffen war. Anyway, weiterhin viel Spass mit dem Nexus 4 :-).

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  5. Albrecht sagt:

    @udo: persönlich nutze ich noch ein stinknormales Handy. Genau dieses ist mir im Tagesbetrieb bereits mehrfach hingefallen. Den dabei herausgesprungenen Akku wieder rein, die Rückseite zurück in ihre Position und die Welt war wieder in Ordnung. Eindeutig ein Argument gegen die Verwendung von Glas am Handy.
    Meine Tochter besitzt ein Blackberry, ein Jahr alt, war recht teuer. Eines mit einem Mäuseklavier, welches sie virtuos zu Schreiben ihrer sms verwendet. Das Handy ist toll, die Akkustandzeit könnte besser sein. Aber kein Problem, für wenig Geld einen Ersatzakku + Ladegerät gekauft und gut war. Und der Reserveakku ist (fast) immer dabei. Egal ob Handy oder Notebook, ein solches Gerät mit fest verbautem Akku kommt mir nicht ins Haus. Die Industrie mag das aus nachvollziehbaren Gründen anders sehen.

  6. Erwin sagt:

    Fest verbaute Akkus und fehlende SD-Karten Slots sind bei mir auch ein absolutes No Go. Solche Geräte kaufe ich einfach nicht und das sollten meiner Meinung viel mehr Leute so tun. Eine absolute Frechheit leistet sich ja LG im Moment. Die bringen ein Smartphone auf den Markt wo sich die Rückseite entfernen lässt und dort lässt sich trotzdem der Akku nicht wechseln.

  7. Stephan Hahn sagt:

    Wow ! Ich finde das super Klasse, … “Hut ab” das Du Dich da so engagierst und Du Dich so hartnäckig an die Europäische Kommission wendest !!!
    Für mich ist es auch ein absolutes no go mit den festinstallierten Akkus. (nicht nur aus ökonomischen , sondern auch aus ökologischen Gründen!)

    Leider scheint das mit den festverbauten und nicht wechselbaren Akkus ja der Trend zu sein …nicht nur LG, sondern neben Apple , machen das viele andere Hersteller in den neuen , neuesten angekündigten Smartphones ja ebenso.

    Die Marketingabteilungen der Hersteller begründen es mit “geht nicht anders, … sonst würde das Smartphone viel dicker u. vom Design nicht so schön aussehen … bla, bla, bla …. ”

    Verschweigen aber , das da auch ganz andere Wirtschaftliche Interressen dahinterstehen : nach dem Gerätekauf ist dann Jahre später ein zusätzliches Geschäft mit dem Akku neu-einbau zu machen… beim Apple iPhone kostest das m. W. ca. 150€ ! … und für die jenigen denen das zuviel Geld ist oder die auch gar nicht wissen wie und wo die einen neuen Akku einbauen lassen können .. zu kompliziert etc. …
    für diese Kundengruppen ist dann ja ein Smartphone Neukauf angesagt => also ein festeingebauter Akku ist für die Hersteller auf jedenfall ein finanzieller Mehrwert.

    … ich denke es gibt zwar viele Kunden , die auch ein wechselbaren Akku bevorzugen aber die Mehrheit wird das nicht davon abhalten die Smartphones mit festeingebauten trotzdem zu kaufen.
    …und mal abgesehen von den technisch interresierten Kunden, die sich über so was Gedanken machen, wie die Leser dieses Blogs, … gibt es m.M. immer mehr Menschen für die ein Smartphone mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand ist , welcher diese auf einer eher emotionalen, statt rationalen Ebene anspricht, …
    … Neben Technik gebrauchen ist es für viele z.B. u.a. auch ein modischen Accessoire , oder wo ein Smartphone auch eine Art “Tamagotchi” ist oder wird oder auch wo Frau/Mann sich so persönlich mit dem Smartphone identifiziert und wo dann zb eine kritisierung des Smartphones wie eine persönliche Kritik empfunden wird…
    => und das ist wahrscheinlich ein Wunschtraum jeden Herstellers , welcher m.M. für Apple ja schon längst in Erfüllung gegangen ist … .

    …=> wenn da von der Gesetzgebung nichts kommt, dann wird es wahrscheinlich in Zukunft überwiegend

    “verklebte” Smartphones geben, weil die paar Menschen die Nein zum Smartphone – kauf mit nicht wechselbaren Akku sagen einfach zu wenig sind.

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