Asus FonePad: Günstiges 7 Zoll Jelly Bean Tablet

Heute ist ja der Mobile World Congress 2013 in Barcelona zu Ende gegangen. Nein, ich war nicht da – und ich habe auch nicht über einzelnen Geräte gebloggt. Aber im Nachrichtenrauschen ist mir das Asus FonePad, ein 7 Zoll-Tablet PC auf Android-Basis aufgefallen. Daher möchte ich zum Wochenausgang noch einen Blick drauf werfen und etwas am grünen Tisch spekulieren.


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Noch’n Android-Tablet …

… so ließe sich das Ganze eintüten, wenn man so die Schlagworte 7-Zoll-Tablet PC, Android Jelly Bean und billig vernimmt. Mit 7-Zoll Tablet PCs, die Android können wollen, werden wir ja gerade zugeschüttet. Und Google hat mit dem Nexus 7 ja kräftig vorgelegt – wieso soll Asus da punkten können?

Cnet.com hat z. B. hier ein Review vom WMC 2013 mitgebracht. Bildschirmgröße 7 Zoll, Auflösung 1.280 x 800 Pixel,  genau wie das Nexus 7. Keine Rückseiten Webcam, aber eine Frontkamera mit 1,2-Megapixel Auflösung. Kann man skypen mit. Ja, irgend ein Metallgehäuse bringt das Ding auf ein “Kampfgewicht” von 340 Gramm. Mit 10,4 mm Dicke trägt das Tablet auch nicht auf. Die Cnet-Leute bewerten die Haptik als gut.

Laut Asus soll man das Tablet auch mit einer Hand halten und damit telefonieren können. Ein entsprechendes Modem für Mobilfunkanrufe im GSM-Netz ist also vorhanden. Als Preis für das Tablet habe ich hier 229 Euro gesehen  – also ein Low Cost-Gerät. Die Ausstattung ist da nicht gerade üppig: 1 GByte RAM, 16 GB Flash Speicher für Daten und ein microSD-Kartenslot für 32 GB microSD-Karten sind ganz nett – das Nexus 7 hat so was nicht.

Was mich aber sofort elektrisiert hat, war ein kleines Detail: Das Asus FonePad kommt mit einer Intel Atom Z2420 CPU, die mit 1,2 GHz Taktfrequenz läuft. Und Android 4.1 Jelly Bean ist mit einigen Android-Apps von Asus auf dem Gerät installiert. Unterstützt wird das Ganze von einer PowerVR GX540 GPU. Ups, nix mit ARM-CPU a la Tegra 3.

Schub für Android-x86 …

Und wenn man weiß, dass Asus auch das Nexus 7 für Google baut, dann wird das Ganze richtig spannend. Da hat also der Hersteller des Nexus 7 sein Wissen zusammengewürfelt, um was Neues zu machen. Die eigentliche Sensation ist dabei: Intel hat also mit einer Atom CPU bei Asus punkten können – und man hat Android x86 Jelly Bean offenbar für das Teil portiert.

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich immer wieder mit Android-x86-Systemen experimentiere und diese Build auf meinen Netbooks oder dem WebTab-Tablet PC installiere. Eigentlich eine affengeile Sache – aber das Android-x86.org-Projekt leidet in letzter Zeit etwas an Entwickler-Manpower. Android 4.2 x86 kommt nicht so richtig in die Gänge.

Meine Hoffnung ist, dass wenn Intel und Asus den Android-x86-Port unter ihre Fittiche nehmen, das Android-x86.org-Projekt von profitieren kann. Und wenn Asus mit dem Teil Erfolg hat, könnte eine Welle von Android-x86-Maschinen auf den Markt kommen. Intel hat da großes Interesse und das Ganze würde frischen Wind in den angestaubten Markt bringen – so die Tablet PCs mit anständigen Akkulaufzeiten und Leistung aufwarten können.

Da war noch was –> Windows?


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Und immer wenn ich x86 höre, geht’s wie bei einem Pawlowschen Hund los. Auf so einem x86-Teil könnte man doch Windows drauf frickeln – 16 GByte SSD-Speicher sind zwar knapp, aber mit Tricks machbar. Gut, einen Zahn muss ich euch sofort ziehen: Asus wird nie eine offizielle Windows 8-FonePad-Variante anbieten können. Dazu reichen weder der 16 GByte SSD-Speicher noch die Bildschirmauflösung von 1.280 x 800 Pixel. Ob AsusTek Treiber bereitstellt, ist auch offen.

Im Sinne des pawlowschen Reflexes könnte man aber spekulieren. Microsoft werkelt doch an Windows Blue. Und das soll auf 7 Zoll Geräte runter geschnitzt werden, kostenlos sein und bald vor der Tür stehen. Vielleicht strickt Microsoft ja noch ein bisschen rum. Gerüchteweise sollen sich in Windows Blue ja mehrere Apps gleichzeitig auf dem Desktop anzeigen und nebeneinander anordnen lassen. Dann könnte die doofe Mindestauflösung von 1024 x 768 bzw. 1366 x 768 Pixel eventuell fallen (aber wie gesagt Spekulation). Strippt man dann noch einiges aus Windows 8 raus, könnten auch 16 GByte Speicher hinreichend sein.

Und wenn Asus ein Android-Tablet für 229 Euro bauen kann, ließe sich weiter spekulieren. Für 10 Euro weitere 16 GByte SSD rein, ein 1366 x 768 Pixel Display und fertig wäre eine Windows-Maschine. Wenn Microsoft wirklich eine kostenlose – oder Low Cost-Variante von Windows Blue im Sinn hat, wäre so ein Tablet PC unter 300 Euro machbar. Deutlich unter dem, was momentan am Markt angeboten wird – und auch unterhalb der iPad-Preise. Noch eine vernünftige USB-Buchse am Gerät und das Ding könnte sich wie geschnitten Brot verkaufen. Aber ich habe wohl nur etwas geträumt. Trotzdem, Charme hätte die Idee doch schon … oder?

Ähnliche Artikel:
a1: Gibt’s bald eine Preview von Windows Blue?
a2: Erste Hinweise auf Windows Blue-Kernel?

Links:
1: Artikel bei Chip.de
2: Artikel bei Golem.de
3: Artikel bei Teltarif.de
4: Artikel bei Spiegel Online


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