Windows und Office: Microsoft zieht den Stecker …

win7 Aus die Maus für Windows und Office, Microsoft zieht nun den Stecker – endgültig. Natürlich nicht für die aktuellen Versionen wie Windows 8 und Office 2013. Aber für Altprodukte.


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Windows verschwindet

So ganz langsam wird es eng für Windows bzw. für dessen Anwender. Denn Microsoft stellt schrittweise den Support für bestimmte Versionen ein.

  • Für Windows 7 ohne Service Pack 1 ist der Support ausgelaufen – nur wer das SP1 installiert hat, kommt noch in den Genuss von Updates. Der Mainstream-Support für Windows 7 SP1 läuft noch bis zum 13. Januar 2015 – der erweiterte Support geht bis Januar 2020.
  • Für Windows XP und Windows Vista ist der Mainstream-Support bereits ausgelaufen. Und ab dem 8. April 2014 – also in genau einem Jahr – läuft auch der extended Support für Windows XP aus.
  • Für Windows Vista ist beim Extended Support am 11. April 2017 Schluss. Support gibt es bis dahin nur, wer das SP2 installiert hat.

Wer also noch mit Windows XP arbeitet, solltet sich langsam über Umstiegsstrategien Gedanken machen. Trifft vor allem die Anwender, die noch mit dem Windows XP-Mode oder ähnlichem unterwegs sind. In meinen Augen ganz bitter: Windows 8 müssen dürfen die Anwender noch bis zum 10. Januar 2023 ertragen – denn solange bietet Microsoft einen Extended Support.

Und Office bei Office gehen auch die Türen zu

Wer noch mit Office 2007 und 2003 SP3 arbeitete, für den ist der Mainstream Support bereits beendet – Bugs werden also keine mehr gefixt. Und ab heute in einem Jahr (also am 8. April 2014) endet auch der Extended Support von Office 2003 SP3. Beim Office 2007 SP3 läuft der Extended Support noch bis Oktober 2017.

Besser sieht es da für Office 2010 SP1 (Mainstream Support bis 13. Oktober 2015, Extended Support bis 13. Oktober 2020) aus. Und das gerade freigegebene Office 2013 wird bis 2023 unterstützt. Wer sich mit dem neuen Office 2013 und den Lizenzmodellen (z. B. für Office 365) nicht so ganz anfreunden mag, sollte sich übrigens noch mit Office 2010-Lizenzen eindecken. Noch gibt es diese im Handel – aber Microsoft hat den Verkauf bereits abgekündigt, wird also das Produkt aus dem Verkauf nehmen.

Eine schöne Zusammenfassung der Enddaten für den Mainstream- und den Extended Support von Windows und Office findet sich übrigens in diesem ZDNet-Artikel.


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3 Antworten zu Windows und Office: Microsoft zieht den Stecker …


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  2. Julia sagt:

    Dies hat nix mit diesem Beitrag zu tun. Frage: Hat sich die Darstellung Deiner Page insgesamt geändert? Oder seh nur ich alles anders? Große Ratlosigkeit hier bei mir!
    Ich poste das mal und in ein paar Stunden werde ich ja dann wohl sehen, ob’s mein oder Allgemein-Problem ist…. So long!

  3. Günter Born sagt:

    @Julia: Ja, ich habe das Design ab Freitag umgestellt – und dann die notwendigen Änderungen am Wochenende nachgezogen. Vorteil: Die Beiträge habe jetzt eine höhere Zeilenbreite, was manches vereinfacht. Nachteil: Es scheint so zu sein, dass manche älteren Browser (IE 8) Probleme mit dem vertikalen Ausrichten von Texten neben Bildern haben. Aber das nehme ich in Kauf.

    Ich hatte eigentlich vor, Sonntag oder Montag einen kurze Notiz mit Hintergrundinformationen, warum ich das gemacht habe, zu veröffentlichen. Aber wie es im Leben so geht, dieser Artikel ist erst jetzt online gegangen.

    Sollten dir gravierende Darstellungsprobleme auffallen, gib mir eine Rückmeldung – ggf. direkt per E-Mail mit Screenshot des Browserfensters.

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  5. Günter Born sagt:

    Nachtrag zum Artikel: Bei heise.de findet sich der Artikel “Microsoft will Support für Windows XP nicht verlängern“. Dort ist ausgeführt, dass Windows XP momentan noch auf einen Marktanteil von 38,7 Prozent kommt. Microsoft argumentiert aber, dass in einem Jahr Schluss mit dem Support sei, da: “Windows XP ein Kind der Jahrtausendwende ist und heute weder den Ansprüchen der Anwender an moderne Technologien, noch den hohen Sicherheitsanforderungen der IT-Abteilungen gerecht werde”.

    Nun gut – Windows 8 müsste noch um eine Zehnerpotenz zulegen, um einen solchen Marktanteil zu erreichen. Und das, obwohl da “moderne Technologie” verbaut ist und Microsoft ja “die Ansprüche der Anwender” ausgiebig analysiert. Deutet sich da ein Zielgruppenkonflikt an?

    Und noch ein Gedanke: Ich hatte hier im Blog ja bereits mehrfach über das DrawBridge-Projekt geschrieben. Dort läuft ein minimaler Kern (MinWin) in einem Pico-Prozess und stellt Windows-Anwendungen die benötigten API-Funktionen bereit. Man braucht also kein Betriebssystem mehr, sondern nur noch MinWin.

    Wenn ich jetzt ein wenig meine Phantasie spielen lasse: Mit Wine gibt es ein Projekt, welche die Windows API unter Linux bereitstellt. Bricht man das ganze Konzept auf MinWin-Unterstützung herunter, müsste da einiges gehen – so dass alte Windows-Anwendungen unter Linux oder Windows 7 (auch ohne Windows XP-Mode) laufen können.

    Und es gibt noch das ReactOS-Projekt – welches wohl immer noch in der Alpha-Phase rumdümplet. Das Projekt findet sich hier: http://www.reactos.org/de/

    Ich habe mir mal spasseshalber ein Image für Virtualbox heruntergeladen. Da kommt doch Freude auf: Download mit 59 MByte in der Größenordnung schlanker Linux-Distributionen. Das Teil lässt sich in Virtualbox mit 256 MByte binnen Sekunden booten und kommt mit den notwendigen Tools. Das Ganze auf MinWin heruntergestrippt – mit einem Virtualisierer versehen, fertig wäre die Laube. Dann bräuchte niemand ein Windows XP mehr …

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