Samsung Galaxy S4 mit Nachhaltigkeitszertifikat

Die vergangenen 14 Tage hatte ich ja über das neue Flagschiff Galaxy S4 von Samsung gebloggt. Wenn es in meinen Augen auch einige kleinere Mängel gibt, ist das Galaxy S4 doch ein Klasse Smartphone – Google will die Hardware ja ab Juni sogar mit einem Stock-Android herausbringen (wohl aber nicht in Deutschland). Nun gibt es eine neue, positive Meldung: Das Samsung Galaxy S4 scheint wohl das erste Smartphone zu sein, welches ein Nachhaltigkeitszertifikat erhalten hat.


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Verliehen hat dies die auf die Zertifizierung nachhaltiger IT-Produkte spezialisierte, schwedische Organisation TCO-Development (heise.de berichtete gestern). TCO steht dabei für Tjänstemännens Centraorganisation – einige von Euch kennen deren Prüfsiegel möglicherweise noch von Monitoren (die TCO hat sich die ergonomische Qualität von Geräten in Büroumgebungen angenommen).

Von der TCO zertifizierte Smartphones dürfen kein Nickel abgeben und lediglich 0,1 Gewichtsprozent Weichmacher (Phtalate) enthalten. Zudem fordert das TCO-Zertifikat, dass neben einem auszuliefernden Headset auch der Akku wechselbar sein muss. Finde ich einfach Klasse – gibt es doch neben Apples iPhones und Googles Nexus 4 weitere Smartphones mit fest verbautem Akku (z.B. Nokia Lumia 920).

Die Organisation überprüft neben einigen ergonomischen Kriterien zudem die Einhaltung der Mindeststandards bei der Herstellung im Hinblick auf Gesundheits-, Sicherheitsrichtlinien, Arbeitsrecht und weitere Kernübereinkommen der internationalen Arbeitsorganisation ILO (siehe PDF mit den TCO-Kriterien).

Artikel zum Galaxy S4:

i: Samsung Galaxy S4: Testgerät ist da! Morgen geht’s los …
ii:Fernzugriff von Windows auf das S4 per Teamviewer
iii: Fotoaustausch zwischen Galaxy S4 und Windows 8
ix:Galaxy S4 als DLNA-Server für den Windows Media Player
x: Screenshots auf dem Samsung Galaxy S4
xi: Screens von Android als Video aufnehmen


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1 Antwort zu Samsung Galaxy S4 mit Nachhaltigkeitszertifikat

  1. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Unter [1] gibt es noch einen „kritischen“ Beitrag zum Thema. Sicher, verbessern und fordern können wir viel. Aber wie schaut es denn bei Licht betrachtet aus? Bisher ist in diesem Bereich überhaupt nix passiert. In den großen Medien wird kaum oder nicht thematisiert, dass es Geräte wie das Nexus 4 oder das iPhone mit nicht wechselbaren Akkus gibt, das Geräte ohne microSD-Kartenslot daherkommen, weil man ja „Daten in the cloud parken kann“, oder Geräte unter obscuren Bedingungen gefertigt werden etc.

    Ist zwar ein Nebenaspekt, aber die Diskussion um die einheitliche Ladeschnittstelle bei Smartphones (Tablet PCs sind außen vor) auf EU-Ebene, die aktuelle Regelung zur EU-Batterieverordnung etc. zeigen doch, dass die Industrie hier macht, was sie will – und nebenbei den Verbraucher am Nasenring durch die Manege führt.

    Allgemein ist für den Verbraucher – sofern er sich nicht detailliert informiert – nicht erkennbar, ob ein Hersteller zumindest einen Mindeststandard im Hinblick auf Ökologie und Arbeitsbedingungen einhält. Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich wirklich kein Samsung-Freund bin – aber hier erkenne ich an, dass der Hersteller sich um Differenzierung bemüht.

    Unter diesem Aspekt (und solange mir nicht andere Informationen vorliegen), sehe ich persönlich die Verleihung des TCO-Siegels positiv. Wenn zukünftig mehr Hersteller die TCP-Zertifizierung anstreben, ist das in meine Augen zu begrüßen – baut vielleicht einen gewissen Druck auf, bestimmten Schweinereien wenigsten einzudämmen. Und wenn 60 bis 80% der Smartphones und Tablet PCs (oder Mobil-Gadgets) TCO-zertifiziert sind, ließe sich sicherlich über die Verschärfung der TCP-Kriterien nachdenken …

    1: http://www.basicthinking.de/blog/2013/05/20/huch-ein-fader-beigeschmack-das-samsung-galaxy-s4-will-oko-konig-sein-ist-es-aber-eigentlich-nicht/

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