Microsoft demonstriert Windows 8.1 3D-Druck

Nachdem sich Windows 8.1 der Fertigstellung nähert (könnte noch heute passieren), hat Microsoft mal wieder einen Beitrag im Developing Windows Blog rausgehauen. Der Beitrag 3D Printing Support in Windows 8.1 Explained geht auf die Unterstützung für 3D-Druck in Windows 8.1 ein.


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Dass Windows 8.1 3D-Drucker direkt unterstützen wird, ist bereits seit Juni 2013 klar, wo Microsoft dies offiziell auf diversen Präsentationen wie der BUILD 2013 angekündigt hat. Verständlich, denn 3D-Druck ist als Technologie vor dem Durchbruch im Massenmarkt. Der deutsche Versender Pearl bietet z.B. hier einen 3D-Drucker für 1100 Euro an. Und Microsoft will demnächst auch 3D-Drucker in seinen Stores absetzen.

(3D Systems Cube 2 3D Drucker – Quelle: Microsoft)

Bisher brauchte man entsprechende Softwarelösungen der 3D-Druckerhersteller, um unter Windows die 3D-Modelle zu drucken. Das 3D-Modell muss in einem CAD-System entworfen werden. Dann ist ein 3D-Drahtgittermodell (Mesh) zu generieren, welches dann von Software in Steueranweisungen für den 3D-Druck umgesetzt wird. In Windows 8.1 ist nun eine direkte Unterstützung für den 3D-Druck eingebaut, so dass der letzte Schritt im Betriebssystem abgewickelt werden kann. Das folgende Schaubild verdeutlicht dies.

(Quelle: Microsoft)

Wegen der 3D-Modelle können auch nicht einfach, wie bisher, Druckertreiber implementiert werden. Vielmehr wurde eine Common Language für 3D Objekte spezifiziert, in der die 3D-Modelldaten an den Drucker übertragen werden. Microsoft hat im Blog-Beitrag das folgende Schaubild, welches den Datenfluss beim 3D-Drucken zeigt, veröffentlicht.

(Quelle: Microsoft)

Es gibt eine 3D-Druck-Pipeline, in der Windows 8.1 das 3D-Modell, die Texturen und weitere Daten vorhanden und per Treiber an den 3D-Drucker ausgeben kann. Für den Anwender ist dann der 3D-Druck recht einfach. In der betreffenden Anwendung (das kann eine 3D-App aus dem Windows Store oder eine Windows-Anwendung sein), wählt er einfach die Druckfunktion. Ist ein 3D-Drucker angeschlossen, erscheint in der Seitenleiste Drucken laut Microsoft das Gerät zur Auswahl.


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(Quelle: Microsoft)

Wählt der Anwender den Drucker, lassen sich in einem angezeigten Formular die Einstellungen anpassen und dann der 3D-Druck starten.

(Quelle: Microsoft)

Die Details könnt ihr im Microsoft Blog-Beitrag nachlesen – dort gibt es auch ein Video mit einer 3D-Druck-Demo. Und falls ihr im Büro oder den heimischen vier Wänden auf das Thema 3D-Druck aufspringen wollt, empfehle ich euch meinen Beitrag 3D-Druck: Hype und Gesundheitsriskio im gleichen Bett … – nicht das jemand nachher kommt und sagt “ich habe das nicht gewusst”.


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1 Response to Microsoft demonstriert Windows 8.1 3D-Druck

  1. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Passend zum Thema dieser heise.de Artikel zu einem Startup, welches den 3D-Druckprozess weiter optimieren will (Scannen, Kopieren, Faxen – alles in 3D).

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