Nutzer verklagen LinkedIn wegen Nutzung ihrer Kontaktdaten

Habt ihr auch schon Mails der Art “Einladung in mein Netzwerk bei LinedIn” bekommen, die vorgeblich im Namen eines LinkedIn-Nutzers versandt wurden? Normalerweise geht man davon aus, dass der Benutzer diese Einladungen auch verschickt hat. Muss aber nicht sein – im Sinne von “ich will euer bestes” (nämlich eure Kontakte), gibt es den Verdacht, dass sich LinedIn ungefragt den Kontaktdaten seiner Benutzer für Werbezwecke bemächtigt.


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Jedenfalls berichtet Bloomberg hier von einer Klage, die von LinedIn-Benutzern in den USA gegen das Unternehmen LinkedIn erhoben wurde. In der Klage wird behauptet, LinkedIn habe ich in die E-Mail-Konten seiner Nutzer “eingehackt”, dort die Adressbücher ausgewertet und die Kontaktadressen benutzt, um Werbung zuzusenden. Ziel der Klage ist es, diese Praxis (die man auch schon Facebook vorgeworfen hat) gerichtlich verbieten zu lassen. Laut Kläger enthält die LinkedIn-Website hunderte von Beschwerden über diese Praxis.

LinkedIn gibt selbst an, 238 Millionen Mitglieder zu haben – davon viele Führungskräfte aus den Top-500-Fortune-Unternehmen. Und LinkedIn setzt stark auf Wachstum durch Werbung neuer Kunden – wozu offenbar auch Kontakte bisheriger Nutzer angemailt und mit Informationen über die Dienstleistungen des Unternehmens informiert wurden. Ein Nutzer gibt in einer E-Mail an LinkedIn an, dass 200 seiner Kontakte, darunter längst verflossene Freundinnen, in seinem Namen angemailt wurden. Mit manchen Personen habe er seit mehr als 10 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt. Und in der Klage wird ausgeführt, dass ein bestehender LinkedIn-Benutzer keine Möglichkeit habe, diese Praxis des Zugriffs auf externe E-Mail-Konten mit deren Adressdaten zu stoppen.

Unternehmenssprecher Doug Madey weist die Klage als unbegründet zurück. Der oben erwähnte Anwender erhielt von LinkedIn die Antwort, dass er offenbar die Standard-Einstellungen, die auch zur Verwendung der Kontakte aus einem externen E-Mail-Konto ermächtigt, belassen habe. Ist natürlich nicht wirklich die feine Art, wenn das so zutrifft. Details lassen sich bei Bloomberg nachlesen.


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