Verhindert Samsungs Region-SIM-Lock doch Auslandseinsatz?

Ich sag’s ja, “Finger weg von Samsung-Zeugs”. Hier hatte ich vorige Woche berichtet, dass neue Samsung Smartphones (Fertigung nach Juli 2013) mit einem Region-SIM-Lock versehen seien. Die Teile sollen sich laut Samsung zwar “freischalten lassen” – was aber scheinbar so nicht stimmt.


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Stein des Anstoßes waren Aufkleber, wie in folgendem Foto, welche auf neueren Verpackungen des Galaxy Note 3, Galaxy S3, S4 etc. zu finden sind.

Die Aufkleber gibt es auch für die USA oder andere Regionen. Wenn Du also ein Samsung Smartphone kaufst, kannst Du nur eine SIM-Karte von Anbietern aus der betreffenden Region verwenden – Bullshit.

Lars von allaboutsamsung.de hat hier die Antwort von Samsung in Deutsch gepostet und auch bei Android Authority findet sich die Antwort von Samsung Deutschland.

  • Samsung versieht manche Geräte mit einer Regionssperre, wobei als Geräte neben dem Galaxy Note 3 auch Galaxy S3, Galaxy Note 2, Galaxy S4 und das Galaxy S4 Mini genannt sind.
  • Diese Region-SIM-Locks betreffen Gerätechargen, die nach Ende July 2013 gefertigt wurden. Alle Geräte enthalten auf der Verpackung einen entsprechenden Sticker. Und es sind bereits eine Menge dieser Geräte im Handel.
  • Wer ein neues Samsung Smartphone kauft, muss dieses im betreffenden Land einmalig aktivieren lassen, soll es dann aber (wie ich oben berichtet habe) auch international nutzen können.
  • Hat man ein Smartphone gekauft, aber nicht aktiviert und verweigert dieses die SIM-Karte, kann man die Aktivierung kostenfrei bei einem Samsung Service Partner durchführen lassen.

Klingt ja wie “alles halb so wild, einmal entsperren und weltweite Telefonfreiheit genießen”. Pustekuchen – gilt scheinbar nur, wenn Du die SIM-Karte aus der Region nutzt. Wie ich gerade bei heise.de lese häufen sich die Klagen von Anwendern, deren in Europa gekauftes und auch dort aktiviertes Samsung Phone im außereuropäischen Ausland die dort gebräuchlichen SIM-Karten verweigert. Anwender auf Geschäftsreise fühlen sich da ziemlich angepisst, müssen Sie doch die teuren Roaming-Gebühren der Heimatländer zahlen, um mit ihrem Samsung-Phone im Ausland telefonieren zu können. Und dieser XDA-Developer-Eintrag gibt vorgeblich Infos von Samsung-Frankreich wieder, dass nur eine SIM-Karte aus der Region, wo das Gerät gekauft wurde, vom Smartphone erkannt wird. Im XDA-Developer-Thread gibt es auch Hinweise, dass die zum Testen versandten Presse-Exemplare diesen Region-Lock nicht aufweisen – ein Schelm, wer böses bei denkt.

Ach ja, die auch bei heise.de adressierte Möglichkeit, den Region-SIM-Lock durch einen russischen Dienst entsperren zu lassen, scheint auch keine so gute Idee zu sein. Wie ich gelesen habe, funktioniert das auch nur für 2 Wochen – und ob man seine Paypal- oder Kreditkartendaten an eine russische Website gibt, da wäre ich ja doch extrem zurückhaltend. Und Samsung eiert da rum. Ich hatte ja den Blog-Beitrag mit “Finger weg” angefangen (auch wegen diverser anderer Vorkommnisse, wie z.B. GPT-Umpartitionierung von Samsung Ultrabooks oder Notebooks, die hier im Blog thematisiert wurden). Und so schließe ich, wie im letzten Artikel: Die obigen Aktion ist eine weitere Bestätigung, die Finger unter diesen Umständen von Produkten dieser Firma zu lassen.


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1 Antwort zu Verhindert Samsungs Region-SIM-Lock doch Auslandseinsatz?


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  2. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Scheinbar kommt der Region-SIM-Lock bei älteren Samsung Galaxy-Modellen nun per Firmware-Update.

    1: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Region-Lock-Samsung-S3-bekommt-SIM-Sperre-per-Update-1972042.html

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