TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900.mira als Miracast-Empfänger– Teil 3

Die in Teil 1 und Teil 2 beschriebene TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900-mira ermöglicht ein TV-Anzeigegerät in einem DLNA- oder Miracast-Empfänger zu verwandeln, auf den von Mobilgeräten Medieninhalte  drahtlos gestreamt werden können. In Teil 3 beschreibe ich kurz das Medienstreaming mittels Miracast.


Anzeige

Ohne Firmware-Update geht nichts

Der TVPeCee MMS-900-mira wurde mir Mitte September 2013 mit der Firmware 1.0.0 geliefert. Der vor wenigen Tagen mittels eines Nexus 4 durchgeführte Test ergab recht unbefriedigende Ergebnisse. Die Miracast-Kopplung funktionierte fasst nie, bei der Wiedergabe von Videos kam es zu Rucklern, die übertragene Musik klang irgendwie verwaschen und selbst beim DLNA-Betrieb hatte ich den Effekt, dass die Verbindung immer mal wieder einbrach und nicht mehr aufgenommen werden konnte. Erst schob ich es auf den gerade durchgeführten Firmware-Upgrade auf Android 4.4 Kitkat beim Nexus 4. Ein Test mit anderen Miracast-HDMI-Empfängern, die ich im Büro verfügbar habe, zeigte aber, dass es dort besser funktionierte.

Bei Amazon fand sich eine Bewertung, wo ähnliche Kopplungsprobleme berichtet wurden. Die anderen Wertungen des Rezensenten wie “Das spiegeln funktioniert nur mit Geräten die auch miracast unterstützen, also nur mit ganz neuen Geräten” geht allerdings ziemlich am Thema vorbei (Miracast funktioniert nur mit Miracast-Sendern, was moderne Hardware voraussetzt). Das Ruckeln der Filme hatte ich einmalig – die Verzögerungen von 1 Sekunde bei Bildwechseln (Diashow) ist systemimmanent bei DLNA und Miracast. Auch das bemängelte “Internet Zugriff ist im miracast Modus nicht mehr möglich” lässt sich nicht bestätigen – das funktionierte selbst in der Firmware 1.0.0.

Da der TVPeCee MMS-900-mira von Preis her gegen den netgear PTV 3000 antritt, fand ich die Probleme recht unschön und habe mit Pearl Kontakt aufgenommen. In der Kundendatenbank waren Geräte verzeichnet, die wegen Kopplungsproblemen zurückgeschickt wurden. Dann ergab eine Überprüfung, dass bei Pearl ein Firmware-Update auf die Version 1.0.1 im Download-Bereich vorhanden war.

Ich habe dann diese neue Firmware als ZIP-Datei von der Pearl-Produktseite aus dem Download-Bereich heruntergeladen. Nach dem Entpacken der Datei PX1435_12_131483.zip in einen lokalen Ordner finden sich eine Update-Datei und eine Anleitung im PDF-Format. Die Datei 20130911_install_Pearl_sec_boot.img ist in install.img umzubenennen und in das Hauptverzeichnis eines FAT32-USB-Sticks zu kopieren.

Bootet man den TVPeCee MMS-900-mira bei gedrückter Mode-Taste, erscheint auf dem Bildschirm der Hinweis “Waiting for USB upgrade”. Steckt man dann den USB-Stick in die betreffende USB 2.0-A-Buchse des Geräts, erfolgt das Firmware-Upgrade automatisch. Anschließend bootet das Gerät und sollte wieder im Miracast-Mode starten.


– Werbung –

Bedienungsanleitung: Betriebsmodi und Software erklärt

Das im Web kostenlos herunterladbare Pearl MMS-900.mira-Bedienhandbuch im PDF-Format erklärt die verschiedenen Betriebsmodi und zeigt auch, wie sich diese zum Streaming verwenden lassen. Auf diesen Aspekt gehe ich in diesem Abschnitt nicht ein.

Im DLNA-Modus lässt sich die in folgendem Foto sichtbare Fernbedienungsseite zur Konfigurierung unter der auf dem Bildschirm angegebenen URL abrufen.


Werbung

Über die Elemente der Seite soll sich der WiFi-Mode und die Konfigurierung anpassen lassen (z.B. Einbuchung in WLAN im DLNA-Modus). Ich habe diese Modi aber nicht getestet, zumal ich Probleme beim Aufruf der entsprechenden Konfigurationsseiten hatte. Die Seiten wurden zwar aufgerufen, aber ich konnte nicht alle Optionen erfolgreich anwählen. Hier möchte ich auf die PDF-Bedienungsanleitung verweisen, wo sich Hinweise finden. Was ich auch nicht angetestet habe: Was mit der auf CD beigelegten Software unter Windows möglich ist. Hintergrund ist, dass mich eigentlich nur der Miracast-Modus und am Rande die Verwendung als DLNA-Empfänger interessierte.

Miracast mit dem TVPeCee MMS-900-mira

Der Miracast-Empfangsmodus wird beim TVPeCee MMS-900-mira automatisch nach dem Booten eingestellt. Zu erkennen ist dies an folgender Anzeige auf dem TV-Empfänger.

Nun lässt sich mit einem miracast-fähigen Sender eine Kopplung versuchen. Die Miracast-Tests habe ich unter Android 4.4 (Kitkat) mit einem Nexus 4 durchgeführt. Bei der ersten Kontaktaufnahme ist eine Wi-Fi Direct-Kopplung auszuführen. Hierzu ist in der Android-App Einstellungen die Kategorie WLAN aufzurufen und dann die Wi-Fi-Direkt-Funktion aufzurufen (siehe auch diesen Artikel).

Die betreffende Android-Option ist in obigem Foto mit einem Pfeil markiert. Sobald das nachfolgende Formular erscheint, sollte der TV PeCee MMS-900.mira als Eintrag “Realtek…” erscheinen.

Wählen Sie diesen Eintrag an, damit das Android-Smartphone eine Direktverbindung mit dem TV PeCee eingehen kann. Im nächsten Schritt ist eine Kopplung des Screens über die Drahtlosfunktion durchzuführen. Hierzu ist in der App Einstellungen die Kategorie Display und dann in der Unterkategorie der Eintrag Kabellose Übertragung (WiDi) anzuwählen.

In der Folgeseite Kabellose Übertragung lässt sollte der Modus auf “AN” stehen. Dann lässt sich danach der Eintrag “Realtek xxx” anwählen.

Anschließend wird die Miracast-Kopplung aufgebaut. Dieser Vorgang kann durchaus einige Zeit dauern. Nach dem Firmware-Update auf die Version 1.0.1 funktionierte dies aber bei meinen Versuchen zuverlässig. Sobald das Android-Display auf der TV-Anzeige gespiegelt wird, können Sie am Android-Gerät mit der Medienwiedergabe beginnen. In nachfolgendem Foto gebe ich am Nexus 4 eine MP3-Datei im Google Musik-Player wieder.

Auf dem nachfolgenden Foto wird ein lokales Video im H.264-Format über den lokalen Player auf den Miracast-Empfänger gestreamt.

Während es bei der Firmware 1.0.0 immer mal wieder Ruckeln gab, wurde das (allerdings recht kurze Video) mit der Firmware 1.0.1 in meinem Test einwandfrei wiedergegeben. Um die gleichzeitige Internetanbindung beim Miracast-Streaming zu testen, habe ich dann noch ein YouTube-Video auf den Empfänger gestreamt.

Auch das war, trotz meiner langsamen 1 MByte DSL-Verbindung problemlos möglich. In Teil 4 behandele ich noch die DLNA-Funktionalität der Empfangsbox.

Artikelreihe:
i: TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900.mira verfügbar–Teil 1
ii: TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900.mira im Hands-on – Teil 2
iii: TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900.mira  als Miracast-Empfänger– Teil  3
iv: TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900.mira  als DLNA-Empfänger– Teil  4

Ähnliche Artikel:
a1: Miracast bei Windows 8.1
a2: Neues Spielzeug: Google Nexus 4
a3: DLNA-Streaming unter Android
a4: DLNA unter iOS nutzen
a5: DLNA-Streaming in Windows 8.1 für Apps freigeben
a6: TVPeCee HDMI-Stick Miracast/WiFi Direct/DLNA MMS-894.mira – Teil 1
a7: Hands on: Streamcasting mit DLNA, Miracast, Airplay & Co.

Links:
1: Pearl MMS-900.mira-Produktseite
2: Pearl MMS-900.mira-Bedienhandbuch
3: Pearl MMS-900.mira Firmware-Download-Seite


Anzeige

Dieser Beitrag wurde unter TV abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Responses to TV-/HDMI-Box TVPeCee MMS-900.mira als Miracast-Empfänger– Teil 3

  1. Alexander sagt:

    HI kannst du mal das nexus 7 2012 mit neuester firmware testen?

    da wird das ding einfach nicht gefunden.

    LG

  2. jack sagt:

    Vielen Dank für diese tolle Anleitung! Gerade die Anleitung für das Updaten der Firmware war golwert! Das findet man sonst nirgends im Internet.
    Man muss aber eine Ewigkeit warten, und braucht einen kleinen USB Stick.
    Jetzt funktioniert DLNA mit meinem htc one, und miracast mit dem Tolino.
    Miracast wird leider vom htc blockiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.